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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 16.03.2009, 21:16   #1   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
Schülerversuch - Kobaltferrit

Hallo, liebe chemieonline-User!

Zuallererst gleich die Bitte diesen Thread gegebenenfalls in die entsprechende Rubrik zu verschieben. Ich dachte mit "Allgemein" kann ich erstmal nichts falsch machen.

Durch folgende Quelle angeregt
http://www.heise.de/tr/Treibstoff-aus-Kohlendioxid--/artikel/101221
habe ich mir Gedanken gemacht ob es möglich ist, diese Reaktion im Maßstab eines Schülerexperiments nachzustellen.

Kurze Zusammenfassung der Reaktion:
- Erhitzen von Kobaltferrit(Eisenoxid + Kobalt) durch Sonnenstrahlen --> Sauerstoff wird herausgelöst(aus dem Eisenoxid nehme ich mal an)
--> sauerstoffarmes Material gelangt in eine zweite, Kohlenstoffdioxid-haltige Kammer
--> Reaktion des Kobaltferrit mit Kohlenstoffdioxid --> aus CO2 entsteht CO

Ich folge da einfach getreu dem Motto: "Was die Sonne kann, kann ein Brenner schon lange."

Meine Fragen sind nun:
- Haltet ihr das für potenziell durchführbar?(auch ohne Genaueres über die Ausrüstung meiner Schule zu wissen)
- Falls ja, woher bekommt man geringe Mengen Kobaltferrit?(Google liefert hier leider keinen Artikel mit dem Thema: "Bestellen Sie gleich hier...")
- Reicht der CO2-Gehalt der Luft aus?
- Ist eine 2.Kammer zwingend notwendig?

Es ist mir nicht bekannt, ob diese Reaktion nur unter großem Druck funktioniert. In dem Fall hätte sich das Ganze dann natürlich erledigt.
Und ja ich weiß, dass CO ein Atemgift ist. Ist die Gefahr hierdurch schon viel zu groß?

Zur Information: ich bin 13.Klasse, ihr könnt also ruhig mit Fachwörtern hantieren, die krieg ich schon irgendwo nachgeschlagen.

Also ich freue mich auf eure Antworten.

Diese können auch gern enthalten, wo man Informationen zu solchen Sachen findet.Ich war bisher nicht sehr erfolgreich.
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2009, 21:54   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Letzter Abschnitt:

Zitat:
Christian Sattler vom Institut für Technische Thermodynamik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Köln hält die Sandia-Arbeit für gelungen und prinzipiell wissenschaftlich umsetzbar. "Die Frage ist aber, wie es mit der Effizienz aussieht. Wie viel Energie benötigt man tatsächlich, um diese Reaktion auszuführen?" Möglicherweise sei es lohnenswerter, direkt Strom aus der Sonnenenergie zu erzeugen.
Ich schliesse mich dieser Meinung an.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2009, 22:11   #3   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Bitte entschuldige aber ich zitiere mich mal selbst:
Zitat:
[...]habe ich mir Gedanken gemacht ob es möglich ist, diese Reaktion im Maßstab eines Schülerexperiments nachzustellen.
Ich möchte doch wissen, ob ich als Schüler alle Bedingungen herstellen kann, die für diese Reaktion notwendig sind. Wenn ich das ganz ohne Anweisung machen müsste, würde ich mir ein Stück von diesem Material nehmen, es mit einem Brenner erhitzen und hoffen, dass es mit dem CO2 aus der Luft reagiert und CO entsteht. Würde das funktionieren?
Ich hatte doch dies und noch andere Fragen im Eröffnungspost geschildert.
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2009, 22:19   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Ich folge da einfach getreu dem Motto: "Was die Sonne kann, kann ein Brenner schon lange."
Das ist ein Irrtum. Licht ist deutlich energiereicher als man gemeinhin annimmt. Dies könnte durchaus nicht ein thermischer, sondern ein photochemischer Prozess sein.

Zitat:
...würde ich mir ein Stück von diesem Material nehmen...
Spekualtion: Das Material erhält man nicht einfach durch Zusammenkippen. Da steckt vermutlich einiges an "know-how" dahinter
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2009, 23:41   #5   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Ist das wirklich noch die Frage ? Ich meine nein.

Für mich ist da eher die Frage, wieviele andere solcher Projekte es noch gibt, bei denen Forschungsmittel auf dem Altar einer CO2 - Hysterie geopfert werden, die eine Lösung des CO2 - Problems nach den Prinzip "koste es , was es wolle" mit Konvertierungsmethoden verfolgt, zu denen mir eine höfliche Bewertung nicht mehr einfällt.
Darum soll es in diesem Thread nicht gehen.

Zitat:
Zitat:Ich folge da einfach getreu dem Motto: "Was die Sonne kann, kann ein Brenner schon lange."

Das ist ein Irrtum. Licht ist deutlich energiereicher als man gemeinhin annimmt. Dies könnte durchaus nicht ein thermischer, sondern ein photochemischer Prozess sein.
Ich zitiere die ganz oben angegebene Quelle:
Zitat:
Ein großer Solar-Parabol-Konzentrator leitet das Sonnenlicht auf dessen Oberfläche und erhitzt sie auf rund 1500 Grad, was zur Herauslösung des Sauerstoffs führt.
Dies lässt mich zu der Schlussfolgerung kommen, dass die thermische Energie doch eine entscheidende Bedeutung hat. Außerdem wenn ich mir das hier durchlese (http://www.teg.fraunhofer.de/arbeitsgebiete/verfahrenstechnik/photochemie) scheinen photochemische Prozesse doch etwas anderes zu sein als der, um den es hier geht.

Zitat:
Spekualtion: Das Material erhält man nicht einfach durch Zusammenkippen. Da steckt vermutlich einiges an "know-how" dahinter
Ich will das Material natürlich nicht selbst herstellen, sondern würde es, wenn man es überhaupt bekommen kann, fertig verwenden. Von Zusammenkippen habe ich nie gesprochen.

Ich möchte darauf hinweisen, dass ihr auf meine Fragestellungen bisher nicht wirklich eingegangen seid, das finde ich sehr schade.
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2009, 00:17   #6   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von Kleriker Beitrag anzeigen
Ich möchte darauf hinweisen, dass ihr auf meine Fragestellungen bisher nicht wirklich eingegangen seid, das finde ich sehr schade.
Versuche doch einfach mal ein "Stück" von dem speziellen Material zu bekommen. Ich gehe mal davon aus (ohne jetzt nachgesehen zu haben), dass es sich nicht um einen Artikel im zweistelligen Centbereich handelt. Das Kriterium erster Priorität an Schulen, nämlich ob es finanziert wird, sollte auch primär geklärt werden.

Frage am Rande:

Möchtest Du daraus eine Facharbeit oder ähnliches machen?
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2009, 00:55   #7   Druckbare Version zeigen
pleindespoir Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.106
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Es liegt wohl daran, dass die Welt täglich mit Wundermeldungen bombardiert wird, welche Suuupererfindungen nun Autos mit Wasser fahren lassen und ähnliches. Es hat den Anschein, das von der TE verlinkte Presseprodukt in diese Kategorie einzuordnen ist. Ein Drama nur, dass ahnungslose Politiker und deren Beamtenvasallen immer wieder Forschungsgelder für solche Luftschlösser bereitstellen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Mehrzahl der Forumteilnehmer hier gegenüber diesen Meldungen bereits "immunisiert" ist und daher kaum eine Äusserung erfolgt ist, die nicht von einem Quäntchen Unernst bezüglich der Sache begleitet ist.
pleindespoir ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2009, 08:56   #8   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von heise Beitrag
...In dem Reaktor, der vom Sandia-Forscher Rich Diver entwickelt wurde, steckt ein Ring aus einem keramischen Kobaltferrit-Material, das aus Eisenoxid und Kobalt besteht. Ein großer Solar-Parabol-Konzentrator leitet das Sonnenlicht auf dessen Oberfläche und erhitzt sie auf rund 1500 Grad, was zur Herauslösung des Sauerstoffs führt....
Es handelt sich offensichtlich nicht einfach um eine Mischung von Cobalt und Eisen, sondern eine spezielle keramische Matrix. Weiterhin werden ja Temperaturen von 1500°C erwähnt, das lässt sich im Schülerexperiment auch nicht so einfach bewerkstelligen, sofern man nicht gerade einen Schweißbrenner verwendet.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.03.2009, 10:15   #9   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Kobaltferrit ist ein Spinell, der sich sehr einfach herstellen läßt. Netter Schülerversuch: das Produkt ist ferromagnetisch. Ob das Cobaltferrit alleine verantwortlich ist für den erwünschten Effekt, oder ob die angesprochene Keramik nur irgendwie auf Co-Ferrit "basiert" (wie es gerne so schön heißt), weiß man nicht.
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.03.2009, 21:21   #10   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Möchtest Du daraus eine Facharbeit oder ähnliches machen?
Ja, eine Präsentation.

Dann muss ich mich hier erstmal korrigieren, denke ich:
http://www.alfa-chemcat.com/onlinecatalogue/produkt.asp?item=23147
Wenn sich die Preise dafür überall auf diesem Niveau bewegen, werde ich wohl um den Versuch, das selbst herzustellen, nicht herumkommen.

Das nötige Know-how, das du bm angesprochen hast, werde ich wohl ignorieren müssen und es drauf ankommen lassen.

Zitat:
Es liegt wohl daran, dass die Welt täglich mit Wundermeldungen bombardiert wird, welche Suuupererfindungen nun Autos mit Wasser fahren lassen und ähnliches. Es hat den Anschein, das von der TE verlinkte Presseprodukt in diese Kategorie einzuordnen ist. Ein Drama nur, dass ahnungslose Politiker und deren Beamtenvasallen immer wieder Forschungsgelder für solche Luftschlösser bereitstellen.

Ich gehe mal davon aus, dass die Mehrzahl der Forumteilnehmer hier gegenüber diesen Meldungen bereits "immunisiert" ist und daher kaum eine Äusserung erfolgt ist, die nicht von einem Quäntchen Unernst bezüglich der Sache begleitet ist.
Diese "Immunität" verstehe ich auf der einen Seit zwar, auf der anderen Seite bin ich jedoch wirklich enttäuscht, dass der Kontext, in dem dieses Thema hier dargestellt wird, nämlich ein Schülerexperiment, nicht wirklich beachtet wurde. Weder gedenke ich damit die Welt zu retten noch habe ich das Ganze im Stil von "ey schaut mal her is das nich die Lösung für alle Probleme?" präsentiert. Ich hatte gedacht, diese Differenzierung erwarten zu können.

Zitat:
Es handelt sich offensichtlich nicht einfach um eine Mischung von Cobalt und Eisen, sondern eine spezielle keramische Matrix. Weiterhin werden ja Temperaturen von 1500°C erwähnt, das lässt sich im Schülerexperiment auch nicht so einfach bewerkstelligen, sofern man nicht gerade einen Schweißbrenner verwendet.
Nein, wir haben nur gewöhnliche Bunsenbrenner. Man findet aber auch Temperaturangaben bis 1500°C für Bunsenbrenner, auch dort muss ich wohl drauf hoffen, die richtige Stelle zu erwischen.

Auch möchte ich anmerken, dass selbst ein gescheitertes Experiment für mich genauso gut ist wie ein erfolgreiches Experiment, da ich dann eben Fehleranalyse betreiben kann.

Zitat:
Kobaltferrit ist ein Spinell, der sich sehr einfach herstellen läßt. Netter Schülerversuch: das Produkt ist ferromagnetisch.
Ich habe folgende Anleitung gefunden:
http://www.patent-de.com/19880310/DE2835203C2.html
Obwohl ich von dem ganzen Text nur einen bescheidenen Bruchteil verstanden habe, scheint es als wäre die entstandene Schicht sehr dünn, ist das richtig? In dem Fall glaube ich nicht, dass sie zu einer messbaren Reduktion des CO2 ausreicht.

Folgende Anleitung erscheint mir jedoch einfacher:
http://www3.interscience.wiley.com/journal/109774755/abstract
Sehe ich da richtig? Hast/habt du/ihr ansonsten eine bessere Anleitung?

Hab jetzt auch mit meinem Chemielehrer gesprochen, er meinte wir könnten versuchen, Eisen(||,|||)oxid und CoCl2 zur Herstellung zu verwenden.
Habt ihr noch andere Ideen bzw. Anmerkungen?
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 08:49   #11   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.445
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von Kleriker Beitrag anzeigen
...Hab jetzt auch mit meinem Chemielehrer gesprochen, er meinte wir könnten versuchen, Eisen(||,|||)oxid und CoCl2 zur Herstellung zu verwenden.
Habt ihr noch andere Ideen bzw. Anmerkungen?
Schönen Gruß an den Lehrer. Cobaltdichlorid hat die chemikalienrechtliche Einstufung als Kanzerogen der Kategorie 2, Mutagen der Kategorie 3 und ist reproduktionstoxisch der Kategorie 2. Dies bedeutet, dass mit diesem Stoff Schülerversuche untersagt sind!
Weiterhin stellt sich mir die Frage, was für einen Sinn ein Experiment macht, bei welchem schon die "Experten" kein vollständig funktionsfähiges System hin bekommen, dies als Schülerversuch durchzuführen? Das System soll ja mit Hilfe gebündelter Sonnenenergie aus CO2 CO machen, welches man dann erneut energetisch nutzen kann ohne neues weiteres CO2 zu bilden. Ein CO2 neutrales Verfahren also. Wenn Du im Schülerversuch allerdings als Wärmequelle einen Bunsenbrenner verwendest, bist Du von diesem Ziel meilenweit entfernt. Du wirst nicht unterscheiden können, ob evt. gebildetes CO von der erwünschten Reaktion oder als unvollständiges Verbrennungsprodukt des Bunsenbrenners entsteht.
Meiner Meinung nach ist dieses Experiment nicht geeignet für einen Schülerversuch.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.03.2009, 10:13   #12   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

1.) Ein Bunsenbrenner schafft niemals 1500°C. Nein. Das geht nur im Knallgasgebläse, und auch da muß man heftig braten, um diese Temperatur über eine größere Fläche konstant zu bringen.
2.) Was sind die Materialien, in denen das ablaufen soll? Die müßten ja die 1500°C verkraften können und aus Showgründen heraus auch noch durchsichtig sein. Mir fällt da nix ein.
3.) Kobaltferrit kann man, gemäß der zweiten Literaturstelle, sehr einfach herstellen, indem man stöchiometrische Mengen an Eisen- und Kobaltsalzen in Wasser löst, den pH mit konzentrierter Na2CO3-Lösung so weit anhebt, daß beide Metalle als Hydroxide bzw. Carbonate ausfallen. Der Niederschlag wird abfiltriert, im Trockenschrank getrocknet und mit NaCl/KCl-Mischung (Flußmittel) zusammen gemörsert und schließlich im Porzellantiegel über einem guten Bunsenbrenner zur Rotglut erhitzt. Nach dem Abkühlen wird das Flußmittel mit Wasser rausgelöst und der Ferrit getrocknet. Fertig.
4.) Kobaltverbindungen in der Schule? Da hat Tiefflieger meines Erachtens das grundlegende Problem erkannt...
__________________
Vor dem Gesetz sind alle Katzen grau
Tino71 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2009, 01:02   #13   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

So, nach einer kleinen Pause melde ich mich zurück und möchte mich noch einmal für alle eure Ratschläge insgesamt bedanken.
Mein Experiment hat mittlerweile bereits etwas Form angenommen, aber dazu komme ich gleich.

Zunächst aber mal eine allgemeine Aussage zu dem von euch mehrmals angesprochenen "Sinn dieses Experiments". Es wird sicherlich noch öfter Threads geben, wo es um ein Schülerexperiment geht. Beachtet bitte dann bei solchen Experimenten, insbesondere wenn sie zu einer Prüfung gehören, die bei dieser Prüfung erwarteten Kompetenzen, die ein in euren Augen sinnloses Experiment sehr wohl für den Schüler sinnvoll machen können. Es ist kein angestrebtes Ziel, CO2-Neutralität zu erreichen, denn das Ganze dient lediglich als Modellversuch, bzw. untersuche ich experimentell, ob die vorgestellte Technologie funktioniert. Schon der Versuch allein zählt hierbei! Ein Misserfolg, der bei meinem Vorhaben wie ihr ja gemerkt habt aufgrund des hohen Anspruchs an Materialien etc. sehr wahrscheinlich ist, ist genausogut wie ein Erfolg, was ich ja bereits erwähnte. In dem Fall geht es an die Fehleranalyse und diese kann - vorausgesetzt sie ist gut ausgeführt - die geforderten Kompetenzen des "wisenschaftlichen Arbeitens" aufzeigen.

So, nun zu meinem Experiment. Hierbei ein extra liebes Dankeschön an Tino71 für deine Anleitung , nach dieser habe ich mich bisher gerichtet. Selbstverständlich hatte mein Lehrer gleich als er CoCl2 das erste mal erwähnt hatte auch darauf hingewiesen, dass es schädlich ist und nur er es auch verwenden darf. Im Folgenden hat also mein Lehrer das CoCl2 gelöst. Er meinte, dass eine Gefahr nur durch Staubteilchen dieses Salzes besteht, die beim Öffnen des Plastikbehälters entstehen könnten und dass nach dem Lösen keine Gefahr mehr bestehe.

Hier nun die Fortschritte meines Experiments, chronologisch und in visueller Form
Achja, ich bin kein begnadeter Fotograph^^







(mein Lieblingsbild von den bisherigen^^)

Oh je, warum gehen denn die Bilder nicht? Ich habs zigaml probiert, aber nach dem Einfügen hat er bei der Vorschau immer die Links so verkürzt! siehe ".."
Das habe ich noch nie erlebt, was kann ich tun??

So geht es zur Not, bitte den Link markieren, kopieren, in neuen Tab einfügen, die Lücke wegmachen und Enter drücken. Ohne die Lücke verkürzt er die immer *ratlos*

http://www.picture upload.de/pictures/260309231355_9_-_Salze_geloest.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309231730_13_-_Sprudeln___Ausfaellung.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309231839_14_-_Beginn_der_Filtrierung_der_Ausfaellung.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309231938_20_-_Filtrat.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309232024_22_-_Filtrat_nach_Trockenschrank.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309232114_31_-_Erhitzen9.JPG
http://www.picture upload.de/pictures/260309232159_35_-_Erhitzen13.JPG

Für das Flussmittel habe ich jeweils 1g NaCl und 1g KCl verwendet. Leider haben wir es nicht geschafft, das Ganze zum Glühen zu bringen. Wie man auf dem vorletzten Bild etwas sehen kann, besitzt unsere Schule, die ja sowas von arm ist und eh nächstes Jahr geschlossen wird, nur autarke Propan(70)-Butan(30)-Brenner. Die erzeugte Temperatur dürfte also geringer sein als die von Erdgasbrennern soweit ich richtig informiert bin.
http://www.usbeck.eu/artikel.php?artid=0024_00&seid=59906d5530ec59987c4bcb7a8e6abecf&area=agr&agrid=0001
Zwar sind hier 1400°C angegeben, aber welche Temperatur mein Brenner nun auch hatte, es hatte nicht gereicht zur Rotglut der ganzen Masse. Als ich das Drahtnetz ganz zum Schluss abgenommen hatte, hat zwar das Keramikgefäß von Innen schön geleuchtet, aber die Masse höchstens ansatzweise, vielleicht ganz leicht die unterste Schicht. Das war nur nicht so leicht zu unterscheiden, ob es nicht doch nur vom Gefäß war.

Frage: Eigentlich bleibt mir ja nichts anderes übrig aber kann ich darauf hoffen, dass sich schon etwas an Kobaltferrit gebildet haben wird?
Frage2: Ist mit Rotglut in der Anleitung wirklich nur Glut oder sogar Schmelze gemeint?
Frage3: Habe ich vielleicht zu wenig Flussmittel verwendet?
Frage4: Stimmt meine Meinung, dass das Flussmittel nicht nur die Schmelztemperatur sondern auch die Temperatur, bei der es beginnt zu glühen, herabsetzt? Das erscheint mir irgendwie logisch, denn trotz der herabgesetzten Schmelztemperatur müssen die Moleküle ja die entsprechende Schwingung erreichen, die dann dem Übergang ins Flüssige entspricht. Da das ganze ja gleichmäßig verschoben werden muss, gilt das auch für alle anderen "Zustände", also auch dem des Glühens.(Zustand im Sinne von Schwingungsintensität) Bitte korrigiert mich, falls ich fachlich total daneben liege.

Weitere Posts von mir folgen demnächst.
mfg Kleriker
Kleriker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.03.2009, 20:36   #14   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Bitte die upload-Funktion des Forums nutzen. Danke.

Hochladen von Bildern/Graphiken :

http://www.chemieonline.de/forum/attachment.php?attachmentid=10714&d=1193602209

Upload-dienste bereiten in der Regel Schwierigkeiten. Aussendem sollen die uploads dauerhaft hier eingebunden werden. Bitte auf CO-Server laden. Danke.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.03.2009, 13:47   #15   Druckbare Version zeigen
Kleriker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 16
AW: Schülerversuch - Kobaltferrit

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Möglicherweise geht es ja auch nur darum , dass Sie sich mit irgendetwas intensiv beschäftigen.
Wenn man diese ganzen Kriterien(u.A.: Fachkompetenz, Methodenkompetenz, sprachliche Angemessenheit, Strukturierungsfähigkeit, Zeiteinteilung, Eigenständigkeit) aufs Wesentliche reduziert ist es genau so.

Auch wenn Ihnen dieser Aspekt viel wichtiger zu sein scheint, wäre es doch sehr nett, wenn Sie trotzdem eine Bewertung zu meiner Durchführung abgeben würden.

Bzw. meine obigen Fragen gelten ja noch.

Ich habe noch einen zweiten Anlauf unternommen, diesmal mit 2 Brennern. Leider führte auch dies nicht zur Rotglut. Vielleicht ist die Oxidation aber ja trotzdem erfolgt.

Alle Bilder jetzt in hoffentlich richtiger Form:

mfg Kleriker
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg 9 - Salze geloest.jpg (165,5 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 13 - Sprudeln + Ausfaellung.jpg (198,5 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg 14 - Beginn der Filtrierung der Ausfaellung.jpg (182,2 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 20 - Filtrat.jpg (117,0 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg 22 - Filtrat nach Trockenschrank.jpg (132,7 KB, 5x aufgerufen)
Dateityp: jpg 31 - Erhitzen9.jpg (111,9 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg 35 - Erhitzen13.jpg (112,5 KB, 2x aufgerufen)
Dateityp: jpg 47 - Erhitzen mit 2 Brennern5.jpg (165,0 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 59 - Erhitzen mit 2 Brennern17.jpg (144,7 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 63 - Tiegelschale glueht.jpg (109,0 KB, 3x aufgerufen)
Dateityp: jpg 65 - Tiegelschale glueht Gesamtansicht.jpg (142,9 KB, 5x aufgerufen)
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