Allgemeine Chemie
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Alt 16.02.2009, 15:54   #1   Druckbare Version zeigen
MsNyholm weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
Achtung Stickstoff im Blut

Hallo liebe Gemeinde,

ich muss in nächster Zeit meine Präsentationsprüfung fürs Abitur in Chemie halten und habe ein wohl ziemlich ungünstiges Thema gewählt:"Chemie beim Tauchen" und muss nun erklären,ob das Tauchen aus chemischer Sicht gefährlich ist oder nicht.
Nun habe ich ein ernstes Problem mit dem Thema Dekompressionskrankheit. An sich ist das alles verständlich,nur meinte meine Lehrerin zu mir, ich solle untersuchen, wie sich der Stickstoff(der ja zu dieser Krankheit führt) überhaupt im Blut lösen kann.
Ich bin soweit gekommen, dass er sich irgendwie mit dem Wasser verbindet und dass das was mit dem Druck zu tun hat,weiß ich auch,aber da hört es dann auch auf.
Außerdem würde ich mich sehr freuen,wenn jemand noch tolle Ideen hätte,was ich noch chemisches zum Thema Tauchen einbringen könnte.

Vielen Dank im Voraus,
Steffi
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Alt 16.02.2009, 16:19   #2   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.415
AW: Stickstoff im Blut

Die Löslichkeit von Gasen in Wasser (was Blut im wesentlichen ist) nimmt mit steigendem Druck zu. Dabei sind die Gase nicht "chemisch" gelöst wie z.B. Kochsalz, was in seine Ionen dissoziiert, sondern physikalisch.

Wird nun der Druck minimiert, so sinkt die Löslichkeit des Gases (Stickstoff) und es kommt zum Ausgasen; d.h. es bilden sich Gasblasen. Soweit ich wei ist die Dekompressionskrankheit darauf zurückzuführen, dass das Gehirn und weitere wichtige Organe nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt werden, da Gasblasen die entsprechenden Adern "verstopfen". Wenn ich falsch liege, bitte ich um Korrektur, bin weder Taucher noch Mediziner.

Eine direkte Verbindung von Wasser und Stickstoff, wie z.B. beim Kohlendioxid ist soweit ich weiß, nicht möglich. CO2 kann mit Wasser teilweise zu Kohlensäure (H2CO3) reagieren.

Gruß Bergler
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Alt 16.02.2009, 16:27   #3   Druckbare Version zeigen
MsNyholm weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Stickstoff im Blut

Ja das mit dem Verstopfen der Blutbahnen stimmt auf jeden Fall. Das habe ich auch so gelesen.
Vielen Dank schonmal für die schnelle Antwort, aber irgendwie verwirrt es mich ein wenig, dass eine direkte Verbindung da nicht möglich ist, da meine Lehrerin zu mir meinte, ich solle herausfinden, wie STickstoff sich mit dem Wasser verbinden kann und wenn es noch so lose Verbindungen sind
Ich bin reichlich verwirrt,aber trotzdem schonmal DANKE
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Alt 16.02.2009, 16:50   #4   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.415
AW: Stickstoff im Blut

Zitat:
Zitat von MsNyholm Beitrag anzeigen
... wie STickstoff sich mit dem Wasser verbinden kann und wenn es noch so lose Verbindungen sind
Ich bin reichlich verwirrt,aber trotzdem schonmal DANKE
Eine direkte chemische Verbindung von Stickstoff (N2) und Wasser ist beim Lösen nicht möglich. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass das Stickstoffmolekül in die Struktur des Wassers eingebaut wird.

Wasser kann auf Grund seines Baus und der Dipolmomente eine Sechseck-Struktur zu Tage legen (man beachte mal die Formen von schönen Schneeflocken). In diese Struktur können mit zunehmendem Druck mehr Stickstoffatome eingebaut werden (physikalisches Lösen).

Ich sage es nochmal: Ich kann es mir so vorstellen. Wie es tatsächlich ist, weiß ich nicht. Ich bin leider kein Fachmann auf diesem Gebiet.

Gruß Bergler
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Alt 17.02.2009, 18:33   #5   Druckbare Version zeigen
MsNyholm weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Stickstoff im Blut

Vielen Dank nochmal,ich werde meine Lehrerin einfach mal auf diesen Lösungsansatz ansprechen und ob das so funktioniert...
Gibt es ansonsten noch chemische Prozesse, die beim Tauchen interessant wären? Am besten chemische Gleichgewichte....
Und wo ich gerade dabei bin- die Bindung von Sauerstoff an das Hämoglobin, was dann zu Oxyhämoglobin wird...das Ganze ist ja ein Gleichgewicht und beim Tauchen kühlt ja der Körper schnell aus. Da die Hinreaktion eine exotherme ist, wird ja die Hinreaktion gefördert, weil sie die Wärme sozusagen "nachbildet". Gleichzeitig besagt aber die RGT-Regel(bzw. v-t-Regel)dass die Reationsgeschwindigkeit durch Senken der Temperatur abnimmt. Was wirkt denn nun stärker oder hebt sich das auf?
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