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Alt 21.01.2009, 09:50   #1   Druckbare Version zeigen
lisa1604 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 80
atombindung

wir haben eine multiple choice aufgabe bekommen und ich bin mir nicht ganz sicher!
hier die frage mit meinen überlegungen in rot geschrieben!

Atombindung:
1. Sie ist entlang der Kernverbindungsachse ausgerichtet.
bin mir nicht ganz sicher, denn eigentlich ist ja nur die sigma bindung entlang der kernverbindungsachse, die pi bindung is ja oberhalb und unterhalt!
2. Sie tritt bevorzugt bei Elementen stark unterschiedlicher Elektronegativität auf.
falsch!
3. Die Verteilung der Ladungsdichte zwischen den Kernen ist stets symmetrisch.
meiner meinung nach richtig, weil sie ja ähnliche elektronegativität haben!
4. Sie kommt durch Überlappung von Atomorbitalen zustande.
bin mir nicht sicher, einerseits ja aufgrund der valenzbindungstheorie, aber bei der lewis theorie und molekülorbitaltheorie überlappen sie ja nicht!

lg lisa
lisa1604 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.01.2009, 10:03   #2   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.420
AW: atombindung

Hi

Zitat:
1. Sie ist entlang der Kernverbindungsachse ausgerichtet.
Entlang der Kernverbindungsachse leg ich mal so aus, dass damit parallel gemeint ist; d.h. die bindenden Molekülorbitale sind parallel zur Verbindungsachse gerichtet. Dann stimmt diese Behauptung.

Zitat:
2. Sie tritt bevorzugt bei Elementen stark unterschiedlicher Elektronegativität auf.
Falsch, wie du richtig erkannt hast.

Zitat:
3. Die Verteilung der Ladungsdichte zwischen den Kernen ist stets symmetrisch.
Eine stets symmetrische Verteilung der Ladungsdichte gibt es nur in wenigen Ausnahmefällen; denn idealen Atombindungen. Auf Grund minimalster Unterschiede in der EN kann keine symmetrische Ladungsverteilung stattfinden; Stichwort Dipole. Diese Behauptung ist nicht richtig.

Zitat:
4. Sie kommt durch Überlappung von Atomorbitalen zustande.
Stimmt. Atomorbitale müssen überlappen, um zu Molekülorbitalen hybridisiert werden.

Vielleicht hilfts weiter: http://de.wikipedia.org/wiki/Atombindung

Gruß Bergler
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Alt 21.01.2009, 11:04   #3   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: atombindung

Eine kurze Fragen am Rande:

Zitat:
Zitat von Bergler Beitrag anzeigen
Stimmt. Atomorbitale müssen überlappen, um zu Molekülorbitalen hybridisiert werden.
Gruß Bergler

Kann/Darf man das wirklich so sagen?
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Alt 21.01.2009, 12:10   #4   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.420
AW: atombindung

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
...
Die Überlappung ist nicht Unsache, sondern die Folge der Tatsache, dass die Atomkerne nicht nur die Elektronen der eigenen Hülle, sondern auch die Elektronen des Bindumspartners anziehen und so eine Überlappung der Elektronenhüllen erzwingen. ...
Warum einfach, wenn es auch kompliziert geht?

Betrachten wir mal die Tatsachen: Ein Molekülorbital (wie sie auch bei der Atombindung vorliegen) ist eine Hybridisierung zweier Atomorbitale von verschiedenen Atomen. Damit diese Hybridisierung stattfinden kann, müssen die einzelnen Atomorbitale zunächst überlappen. Der Vorgang des Überlappens wird durch den von dir beschriebenen Prozess der Elektronenanziehung bewerkstelligt. Die anschließende Hybridisierung ist ein anderer Vorgang, der aus der Überlappung hervorgeht.

Gruß Bergler
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Alt 21.01.2009, 12:53   #5   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: atombindung

Zitat:
Zitat von Bergler Beitrag anzeigen

Betrachten wir mal die Tatsachen: Ein Molekülorbital (wie sie auch bei der Atombindung vorliegen) ist eine Hybridisierung zweier Atomorbitale...
Ist für die Bildung eines MOs eine Hybridisierung zwingend nötig?
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Alt 21.01.2009, 12:55   #6   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.420
AW: atombindung

Zitat:
von Wikipedia
Die Molekülorbitaltheorie (kurz MO-Theorie) ist eine von zwei komplementären Möglichkeiten den Aufbau von Atombindungen zu beschreiben, die andere Möglichkeit ist die VB-Theorie. Beim MO-Verfahren werden die Atomorbitale der beteiligten Atome ‚vermischt‘. Dabei spalten sie sich in bindende und antibindene Molekülorbitale auf.
Vermischen bedeutet hybridisieren.

Gruß Bergler
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Alt 21.01.2009, 13:00   #7   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: atombindung

So, wie ich es gelernt haben, ist die Bildung eines bindenden bzw. antibindenden MOs eine Addition bzw. Subtraktion der entsprechenden Wellenfunktionen der eingesetzen AOs...
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Alt 21.01.2009, 13:32   #8   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.420
AW: atombindung

Zitat:
Zitat von Joern87 Beitrag anzeigen
So, wie ich es gelernt haben, ist die Bildung eines bindenden bzw. antibindenden MOs eine Addition bzw. Subtraktion der entsprechenden Wellenfunktionen der eingesetzen AOs...
Nach der mathematisch-physikalischen Betrachtung (Schrödinger Gleichung,...) stimmt das. Aber das kann sich niemand mehr so richtig vorstellen.

In der bildlichen Vorstellung ist die Hybridisierung bzw. Vermischung der Atomorbitale zum Molekülorbital verständlicher.

Gruß Bergler
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Alt 21.01.2009, 16:20   #9   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.420
AW: atombindung

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Das ist jetzt aber nicht Ihr Ernst. Diese von der physikalischen Basis abgehobenen Betrachtungen sind doch nicht wirklich " einfach ". Sie komplizieren doch lediglich einen auf simple elektrostatische Wechselwirkung zurückführbaren Sachverhalt und gehen an der physikalischen Natur der chemischen Bindung nicht selten vorbei.

Im Übrigen : Hybridisierung ist auch so ein Konstrukt. Und Überlappung als Voraussetzung ( für was auch immer ) ist per se untauglich, weil Überlappung im Prinzip immer gegeben ist . Welche Orbitale man auch betrachtet. Deshalb sagen mir Sätzen wie dieser .......leider erst einmal gar nichts. Inwieweit Ihr Vergleich der Bildung von Molekülorbitalen mit der Hybridierung passend ist, lasse ich einmal dahingestellt.
Sie betrachten die Bildung der Molekülorbitale demnach als mathematisch-physikalisches Konstrukt das in der Realität der chemischen Bindung praktisch garnicht vorkommt. (erscheint mir zumindest so)

Ich erinnere mich noch gut an die langen Diskussionen in den AC-Vorlesungen zwischen dem Dozenten und wenigen interessierten Studenten (meine Wenigkeit auch) über die mathematisch-physikalischen Betrachtungen und der tatsächlich vorliegenden Realität solcher Sachverhalte. Letztendlich stellte sich heraus, dass man sich nicht auf einen gemeinsamen Nenner einigen kann, da jeder eigene Ansichten über die Realität der Atombindungen vertritt.

Belassen wir das Berechnen der Atombindung und deren Molekülorbitale den
Zitat:
abgehobenen
Physikern und Mathematikern, die bestens mit der Schrödinger-Gleichung befreundet sind.

Als Chemiker interessiert mich nicht das theoretische Zustandekommen einer Bindung, sondern eher das praktische und vor allem die daraus resultierenden Folgen.

Gruß Bergler

P.S:
Zitat:
Gelöscht.
Mich interessiert brennend, was da wohl gestanden ist, bevor es ihrer eigenen Zensur unterworfen wurde.
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