Allgemeine Chemie
Buchtipp
Lexikon der bedeutenden Naturwissenschaftler (CD-ROM)
D. Hoffmann, H. Laitko, S. Müller-Wille
297,00 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie

Hinweise

Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 09.01.2009, 23:22   #1   Druckbare Version zeigen
Oxymoron Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Hallo!

Ich hoffe ich bin hier im richtigen Forum. Ich habe schon ein Weilchen im Internet gesucht, aber noch keine gescheiten Informationen gefunden. Ich hoffe ich finde hier Hilfe!

Ich bin momentan an einem Essay mit dem Titel "Warfare and Scientific Development" welches ich für eine Vorlesung in meinem Masterstudium schreiben muss.

Da ich Chemie studiere, sollte das Ganze schon einen Schwerpunkt darauf haben und auch Wissenschaftlichkeit (zb. Quellen) ist ein Bewertungskriterium.

Nun meine Frage an euch:

Weiss irgendjemand eine Entwicklung, die ganz klar durch Kriegsführung vorangetrieben worden ist? Soll keine Abhandlung sein, lediglich ein paar Ideen und Denkanstösse.

Je weniger offensichtlich, desto besser :-)

Vielen Dank jetzt schon für die Hilfe!

Gruss Dave
Oxymoron ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 09.01.2009, 23:31   #2   Druckbare Version zeigen
M to the arkus Männlich
Mitglied
Beiträge: 43
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Hi, ich bin kein Experte in Sachen Chemie und bin mir nicht sicher wie tiefgreifend auf die Themen eingegangen werden kann. Was ich aber weiß zum Thema Krieg und Chemie schreib ich einfach mal

Also ich weiß, dass im 1. Weltkrieg Chlorgas verwendet wurde.
Das hatte schwerwiegende Folgen für die Zivilbevölkerung.

Auch hat mir mein Lehrer mal erzählt, das war irgendwie in Zusammenhang mit dem Begriff "Holzgeist" glaubsch, dass zur Regierungszeit Hitlers nach Alternativen zum Benzin gesucht wurde.
Bezin musste ja importiert werden und Deutschland wollte wirtschaftlich autark werden.
Da hat man irgenwie versucht ein Gas aus Holz zu gewinnen( ich meine es war Holz, könnte auch ein anderes organisches Material sein), das entflammbar war. So wollten die irgendie Pkw mit betreiben. Wie man heute sieht war das erfolglos aber vllt ein interessantes Thema.

Mir fällt auch noch ein, dass ,die Zeit kann ich aber absolut nicht einordnen, roter oder weißer Phosphor als eine Art Brandbombe benutzt wurde. Die Feuer konnte man auch nicht mit Wasser löschen und waren verheerend. Ich meine das war 2. Weltkrieg oder Vietnam, aber informier dich lieber

Ansonsten: Stichwort ABC-Waffen...halt das "c"

Hoffe konnte dir zumindest ein wenig helfen
M to the arkus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2009, 23:42   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Schau dich mal auf der Internetseite von Prof. Blume um, der hat da einiges dazu geschrieben...
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2009, 23:45   #4   Druckbare Version zeigen
FabianH Männlich
Mitglied
Beiträge: 969
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Haber-Bosch-Verfahren

Einer von den beiden Herren (weiß nicht mehr welcher), war dafür, dass ihr Verfahren vor allem zur Sprengstoffherstellung genutzt wird.
__________________
"Vielleicht ist das sogar der größte Gewinn, der bei der ganzen Gottsuche herauskommen kann: den lieben Gott zu suchen und einen lieben Menschen zu finden."

Anna,Mr. Gott und der ungläubige Thomas
FabianH ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 00:05   #5   Druckbare Version zeigen
Oxymoron Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Vielen Dank für die Antworten! Da ist doch schon was dabei :-)

Am meisten bin ich an nicht offensichtlichen Entwicklungen interessiert :-)

Was ist zum Beispiel schon gefunden habe, respektive schon weiss:

NaBH4 wurde nicht zuletzt deshalb sehr gut erforscht, weil das US militär nach misslungenen forschungen tonnenweise davon übrig hatte und es an die unis weitergegeben hat. oder war es LiALH4?
Oxymoron ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 00:13   #6   Druckbare Version zeigen
saruman Männlich
Mitglied
Beiträge: 551
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Frage falsch verstanden...:-(
__________________
"What can be more palpably absurd than the prospect held out of locomotives traveling twice as fast as stagecoaches?" The Quarterly Review; March edition, 1825
saruman ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 00:43   #7   Druckbare Version zeigen
ein fragender  
Mitglied
Beiträge: 10
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Zitat:
Zitat von Oxymoron Beitrag anzeigen
Weiss irgendjemand eine Entwicklung, die ganz klar durch Kriegsführung vorangetrieben worden ist? Soll keine Abhandlung sein, lediglich ein paar Ideen und Denkanstösse.
ich wüsste da was zwar keine richtige Entwicklung aber vielleicht hilfst ja
eventuell sagt dir der begriff agent orange etwas das war ein Pflanzenvernichtungsmittel (ein Entlaubungsmittel) das die USA im Vietnam-Krieg einsetzte um im dichten Dschungel besser durchzublicken
Zwar wurde dabei keine direkte Weiterntwicklung des Mittels hervorgerufen jedoch hatten die herstellenden Chemie-Konzerne für längere Zeit ausgesorgt es wurden immerhin 40millionen Liter davon auf Vietnam abgeworfen

ansonsten würde ich sagen einige atomtechnologien wurden im kalten krieg vorrangetrieben

wie auch immer NUR DENKANSTÖSSE
ein fragender ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 00:54   #8   Druckbare Version zeigen
snowi Männlich
Mitglied
Beiträge: 539
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

wie wärs mit Herrn Nobel, Dynamitherstellung und erste Sprengstofffabrik weltweit in Geesthacht neben Hamburg?
snowi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 01:06   #9   Druckbare Version zeigen
Madaber Männlich
Mitglied
Beiträge: 116
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Aber Dynamit wurde von Herrn Nobel nicht für kriegerische Zwecke ursprünglich entwickelt.
Ich denke auch nicht, dass er sehr stolz drauf war, was aus seiner Erfindung dann geworden ist
Madaber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 01:22   #10   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Das ist ja nicht die Fragestellung. Kriege haben unter anderem dazu beigetragen, dass sein Stoff zu Unmengen produziert wurde.
So wie ichden TES verstanden habe, müssen die erwähnten Substanzen nicht für kriegerische Zwecke erfunden worden sein, sondern durch ihren hohen "Nutzen" im Krieg in großen Ausmaßen produziert worden sein.
  Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 01:32   #11   Druckbare Version zeigen
Madaber Männlich
Mitglied
Beiträge: 116
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Gut, dann hab ichs falsch verstanden, ich dachte es geht eher um Stoffe, die gerade wegen Kriegen entwickelt wurden bzw. deren Entwicklung vorangetrieben wurde.

Wenn es allerdings auch einschließt, welche Erfindungen dann in Massenproduktion gingen, dann stimm ich dem Dynamit voll und ganz zu
Madaber ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 01:49   #12   Druckbare Version zeigen
Oxymoron Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

nochmals vielen Dank für die antworten! :-)

die Fragestellung ist da ziemlich offen, die einzige vorgabe ist der titel. ich denke ich werde diverse Felder abdecken...

ich meine, die möglichkeiten sind beinahe unbegrenzt.

(sind reine beispiele, kein anspruch auf richtigkeit... :-)

-entwicklung von werkstoffen für kriegerische zwecke, die heute kaum mehr damit in verbindung gebracht werden.
-bomben --> atomkraft (also zivile nutzung)
-könnte mir auch vorstellen, dass, so blöd es auch klingen mag, kampfgase vorteile hatten (tut mir leid, wenn das ein bisschen geschmacklos klingt). aber die erforschung von biologischen/medizinischen fragestellung könnte es schon voran gebracht haben...
-überschuss an kriegsmaterialien --> tonnenweise (sonst wohl teure) materialien zum erforschen...

oder auch ein anderes beispiel: wenn ich mich recht besinne, hatte der reisverschluss durch die massenproduktion während des 1 WW eine boom sondergleichen. ist zwar nicht eine grossartige errungenschaft der forschung, aber es zeigt die richtung die ich meine...
Oxymoron ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 11:33   #13   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Ist zwar keine wirklich chemische Grundlage, aber du könntest auch auf Penicilin und seine Rolle im Zweiten Weltkrieg eingehen.
Auch der Weltlauf um die Entwicklung der Atombombe war ja letztendlich auch entscheidend für den Ausgang des Zweiten Weltkriegs.
Wieviele Seiten soll dein Essay eigentlich umfassen? Mit den Informationen, de du hier schon hast, kommen schon einige Seiten zusammen Du willst aber gewiss keine simple AUfzählung erstellen, oder?
  Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 12:42   #14   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Zitat:
Zitat von Madaber Beitrag anzeigen
Aber Dynamit wurde von Herrn Nobel nicht für kriegerische Zwecke ursprünglich entwickelt.
Ich denke auch nicht, dass er sehr stolz drauf war, was aus seiner Erfindung dann geworden ist
Dynamit ist/war auch nicht geeignet, um Granaten oder Bomben zu füllen. Zu Nobels Einstellung zum Krieg siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Alfred_Nobel

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

www.gwup.org

Und vergesst unsere Werbepartner nicht!
FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2009, 16:30   #15   Druckbare Version zeigen
Oxymoron Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Chemische Entwicklung und Kriegsführung

Zitat:
Zitat von TanHil Beitrag anzeigen
Wieviele Seiten soll dein Essay eigentlich umfassen? Mit den Informationen, de du hier schon hast, kommen schon einige Seiten zusammen Du willst aber gewiss keine simple AUfzählung erstellen, oder?
ich soll maximal 10 seiten schreiben, also 8 sollten es schon sein :-)

nein nein, sollte keine simple aufstellung sein, das wäre wohl nicht förderlich für die benotung... :-) das schwierige ist halt vor allem die wissenschaftlichkeit. Quellen sollte ich schon haben, und deshalb muss ich wohl einige der hier genannten ideen wieder raus schmeissen. zudem sollte ich halt ein gutes konzept haben, wie zum beispiel historische entwicklung oder ganz anders aufgezogen zb. in gruppen unterteilt (direkte kriegsforschung, nebenprodukte, etc...)
ich denke, wenn ich ein paar ideen habe, kann ich mich mal an die quellen und vor allem das konzept machen.
Oxymoron ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Lesezeichen

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Historische Entwicklung und Zahlen sicak1 Medizin & Pharmazie 0 26.03.2010 20:43
Fragen über Foschung und Entwicklung in Deutschland Green_dale Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 1 07.02.2010 13:47
Chemische Kriegsführung in der Kreidezeit CO-Newsbot Nachrichten aus Wissenschaft und Forschung 0 30.08.2007 16:30
Technische Entwicklung und Globalisierung huntingdevil Off-Topic 12 20.01.2005 17:56
Historische Entwicklung der Begriffe: Säure,Base und Lauge ehemaliges Mitglied Anorganische Chemie 1 16.01.2004 17:44


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:16 Uhr.



Anzeige