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Alt 10.12.2008, 21:03   #1   Druckbare Version zeigen
melly weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 34
Frage Alkalimetalle

hallo leute,
ich hätte da mal ne frage:
wenn alkalimetalle mit wasser reagieren, dann läuft das ja innerhalb der hauptgruppe unterschiedlich schnell ab (ich glaub sogar von oben nach unten immer heftiger)kann mir jemand erklären woran das liegt?
ich glaube da war irgendwas mit den schalen oder so, hab aber absolut keine ahnung mehr was des war!!

lg und schon mal danke im vorraus
melly
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Alt 10.12.2008, 21:24   #2   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.419
AW: Alkalimetalle

Alkalimetalle besitzen auf ihrer Valenzschale nur ein Elektron, welches sie bevorzugt abgeben. Und je höher die Schale ist, sprich je weiter das Valenzelektron vom Kern entfernt ist, um so leichter kann es abgegeben werden. Die Anziehungskraft des positiv geladenen Kernes auf die Elektronen nimmt im Quadrat zum Abstand ab; d.h. bei doppeltem Abstand ist die Anziehungskraft nur noch 1/4 so stark.

Bildlich gesprochen: Bei den schweren Alkalimetallen fallen die Valenzelektronen fast von selbst aus der Hülle, wogegen bei den leichten Alkalimetallen (Li) noch die Anziehungskraft des Kernes überwunden werden muss.

Gruß Bergler
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Carpe diem! Fasse dich kurz!
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Alt 10.12.2008, 21:44   #3   Druckbare Version zeigen
melly weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 34
Glühbirne AW: Alkalimetalle

Aha also wenn ich das richtig verstanden habe, dann reagieren sie immer schneller weil das außenelektron sich durch die geringere Anziehungskraft vom kern leichter aus der schale löst!(?) oder kann mans so sagen?

aber auf jeden fall vielen, vielen dank für die schnelle antwort

lg melly^^
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Alt 10.12.2008, 21:55   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Alkalimetalle

Zitat:
Zitat von melly Beitrag anzeigen
Aha also wenn ich das richtig verstanden habe, dann reagieren sie immer schneller weil das außenelektron sich durch die geringere Anziehungskraft vom kern leichter aus der schale löst!(?) oder kann mans so sagen?
Ja, kann man so sagen. Korrekter ausgedrückt : die Ionisierungsenergie (die Energie, die aufgewendet werden muss, um das Valenzelektron aus dem Atom zu entfernen) nimmt von Li bis Cs ab. Die Reaktion wird also von oben nach unten in der Gruppe immer exothermer (mehr E wird frei). Du sagst etwas unkorrekt "schneller" - das würde sich auf die Reaktionsgeschwindigkeit beziehen. Wir sprechen aber hier von der Reaktionswärme, einer thermodynamischen Grösse. Also bitte nicht Kinetik und Thermodynamik in einen Topf werfen !

lg
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Alt 10.12.2008, 22:04   #5   Druckbare Version zeigen
Osmium Männlich
Mitglied
Beiträge: 73
AW: Alkalimetalle

Die Ionisierungsenergie ist aber nur die eine Seite der Medaille.
Energie wird frei wenn das Alkalion solvatisiert wird. Und diese Energie wird mit steigender Ordnungszahl aufgrund des geringeren Ionenradius immer kleiner. Das führt dazu, dass ausgerechnet das leichteste Alkalimetall Lithium unter der größten Energieabgabe mit Wasser reagiert. Lithium hat in der Spannungsreihe auch das negativste Standardpotential.
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Alt 10.12.2008, 22:07   #6   Druckbare Version zeigen
melly weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 34
Daumen hoch AW: Alkalimetalle

hehe ok ich weis zwar net genau was das ist, die ich auseinanderhalten soll, aber ich werd mich bemühen mich richtig auszudrücken!!
nochmals tausend dank

glg melly
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Alt 10.12.2008, 22:08   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Alkalimetalle

Zitat:
Zitat von Osmium Beitrag anzeigen
Die Ionisierungsenergie ist aber nur die eine Seite der Medaille.
Das stimmt natürlich. Aber die IE ist der dominierende Faktor, da ja sonst der Trend umgekehrt verliefe.

lg
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Alt 10.12.2008, 22:12   #8   Druckbare Version zeigen
melly weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 34
Frage AW: Alkalimetalle

wow.....jetzt wirds happig!! also reicht die erste erklärung von euch zwei, oder?? (bitte sagt ja)

lg melly
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Alt 10.12.2008, 22:20   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Alkalimetalle

Zitat:
Zitat von Osmium Beitrag anzeigen
Die Ionisierungsenergie ist aber nur die eine Seite der Medaille.
Energie wird frei wenn das Alkalion solvatisiert wird. Und diese Energie wird mit steigender Ordnungszahl aufgrund des geringeren Ionenradius immer kleiner. Das führt dazu, dass ausgerechnet das leichteste Alkalimetall Lithium unter der größten Energieabgabe mit Wasser reagiert. Lithium hat in der Spannungsreihe auch das negativste Standardpotential.
Man suche den Fehler in dem eben hier Vorgetragenen...
Hier die Hydratisierungsenthalpien der Alkalimetallionen in kJ/mol

Li+ : -571
Na+ : -685
K+ : -771
Rb+ : -795
Cs+ : -827

Quelle : W.E. Dasent, Inorganic Energetics, Cambridge University Press.

lg
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Alt 10.12.2008, 22:27   #10   Druckbare Version zeigen
Osmium Männlich
Mitglied
Beiträge: 73
AW: Alkalimetalle

Also mein Atkins sagt -520, -405, -321, -300, -277 in kJ/mol für die Reihe Li->Cs.
Alles andere würde mich doch sehr verwundern.
Osmium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.12.2008, 22:43   #11   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Alkalimetalle

Du hast Recht, Asche auf mein Haupt...
ich hab' in der falschen Tabelle nachgesehen (die mit den relativen Enthalpien (bezogen auf H+=0)
Ich geh' wohl besser schlafen ...

lg
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