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Alt 27.10.2008, 16:15   #1   Druckbare Version zeigen
Kreatinspeicher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 165
Schülerversuche zu Atomen / Atombau

Hey Leute,
ich studiere Chemie auf Lehramt und wir sind zur Zeit in der Didaktik.
Wir haben eine 8te Klasse und 16 Chemiestunden Zeit mit ihnen Atome zu behandeln.
Jetzt wollten wir die Einführung damit beginnen, dass wir Ihnen zeigen, dass alles aus Atomen besteht und wir suchen Beispiele zur Veranschaulichung...
sowas wie: Parfüm auf Overhead zerstäuben und zeigen wie man es zerlegen kann.
Steine zu Sand zermalen, Zucker auflösen etc...
habt ihr vorschläge wie man Ihnen das Konzept beibringen könnte?

Also Start und Ziel der 16 Stunden sind: Stoffe bestehen aus kleinsten Teilchen bis Kern-Hülle-Modell...mehr bekommt man nicht unter.

Habt ihr Anregungen oder eine Chronologie wie ihr herantreten würdet?
Kreatinspeicher ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.10.2008, 16:31   #2   Druckbare Version zeigen
Tobee Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.500
Blog-Einträge: 4
AW: Schülerversuche zu Atomen / Atombau

Ich würde in jedem Fall diesen Film zeigen: http://de.youtube.com/watch?v=SOqQucrIyl8

extra3 - Keine Angst vorm Atom
Tobee ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.10.2008, 21:55   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Schülerversuche zu Atomen / Atombau

Zitat:
Zitat von Kreatinspeicher Beitrag anzeigen
Jetzt wollten wir die Einführung damit beginnen, dass wir Ihnen zeigen, dass alles aus Atomen besteht und wir suchen Beispiele zur Veranschaulichung...
sowas wie: Parfüm auf Overhead zerstäuben und zeigen wie man es zerlegen kann.
Steine zu Sand zermalen, Zucker auflösen etc...
Deiner Eifer in Ehren, aber warum sollten diese Versuche jemanden von der Existenz der Atome überzeugen ? Wenn man Steine zu Sand verreibt, hat man die Korngrösse verändert. Aber wo ist da der Hinweis auf die Existenz der Atome ?

Ich bin selbst Lehrer, und ich finde es gut, alles Mögliche im Chemieunterricht auch experimentell untermauern zu wollen. Aber es gibt Dinge, damit muss man sich als Lehrer abfinden, die man mit einem Schulexperiment nicht veranschaulichen kann. Ich habe meinen Schülern die Existenz der Atome mehr oder weniger als Tatsache an den Kopf geworfen. Und nach weiterer Theorie über Ladungen, Elementarteilchen u dgl dann das Feldemissionsmikroskop vorgeführt. Spektakulärer geht's nicht.

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.10.2008, 00:16   #4   Druckbare Version zeigen
Botanicus Männlich
Mitglied
Beiträge: 617
AW: Schülerversuche zu Atomen / Atombau

Es gibt durchaus Versuche, mit denen man an das Thema adäquat herangehen kann.
Ich gehe davon aus, dass den Schülern die Unterscheidung von Gemisch und Reinstoff klar ist und dass sie chemische von physikalischen Vorgängen unterscheiden können. Weiterhin kann ich experimentell Synthesen (H2+O2 sowie Mg + O2) von Analysen (Wasserzersetzung) und der Umsetzung (Mg + H2O) unterscheiden
Das würde ich unbedingt im Vorfeld klären.
Will ich nun in die Größenordnung der Teilchen vorstoßen, aus denen Reinstoffe bestehen, kann ich das mit dem berühmten Ölfleckversuch tun. Damit messe ich zwar nicht die Größe eines Atoms, bin aber mit einem Ölsäuremolekül recht gut an der Größenordnung. Das Prinzip können Schüler auch gut verstehen.

Aus den Versuchen wird klar, dass ich einheitliche Teilchen habe, die sich teilweise auf chemischem Wege weiter zerlegen lassen (Verbindungen), teilweise auch nicht (Elemente). Diese bestehen aus in der Antike als unteilbar (atomos) angesehenen Teilchen.

Die Veranschaulichung sollte nun im Modell geschehen; Legosteine sind ideal. Schüler können sie nach den Vorgaben der erlebten Versuche "reagieren lassen" und erkennen dabei fast zwangsläufig Massenerhaltung, multiple und konstante Proportionen, die Grundlagen der Reaktionsgleichungen (und auch die Grenzen von Modellen *gg*).

Steigen wir nun in das Atom selber ein, kommt man um Rutherford m.E. nicht herum, und ich finde ihn gut verständlich. Didaktisch reduziert, auf Folie oder an der Tafel werden Schüler der 8. Klasse normalerweise nicht auf Widersprüche oder Probleme stoßen. Habe ich jedenfalls noch nie erlebt ...

Die Frage nach einem 16-Stunden-Konzept lässt sich natürlich nicht in einem Posting klären, das sollte klar sein. Wie wär's mit einem realen Treffen mit einem Kollegen vor Ort?
Oder ein Blick in die verschiedenen Schulbücher (auch aus anderen Bundesländern), die den gleichen Stoff schön aufarbeiten und oft nette Versuche mitliefern?
Botanicus ist offline   Mit Zitat antworten
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