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Alt 19.09.2008, 21:39   #1   Druckbare Version zeigen
hannisanni weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 31
Experimente Chemie

hey ihr chemiker da draußen

hab mal einpaar Fragen an euch: also im Studium..was macht man denn da so für Experimente? macht man die alleine oder in Gruppen/zu zweit?
Ist es okay, wenn man noch keine Erfahrung im Experimentieren mitbringt? oder ist das eher zu "gefährlicht" und kann da viel schief gehen?

hat jemand von euch Chemie auf Diplom studiert? (das wäre nämlich eine Alternative für mich, wenn ich es doch nicht auf Lehramt machen will)

okay, das reicht erst mal ..danke für eure Antwort !
hannisanni
hannisanni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2008, 21:43   #2   Druckbare Version zeigen
Keira weiblich 
Mitglied
Beiträge: 765
AW: Experimente Chemie

Zitat:
Zitat von hannisanni Beitrag anzeigen
hat jemand von euch Chemie auf Diplom studiert? (das wäre nämlich eine Alternative für mich, wenn ich es doch nicht auf Lehramt machen will)
Die Diplomstudiengänge laufen doch aus, es wird doch alles auf Bachelor/Master umgestellt bzw. wurde an den meisten Unis schon...
__________________
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Alt 19.09.2008, 21:47   #3   Druckbare Version zeigen
hannisanni weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 31
AW: Experimente Chemie

master/diplom... egal
hannisanni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2008, 22:26   #4   Druckbare Version zeigen
Blausiegel Männlich
Mitglied
Beiträge: 35
AW: Experimente Chemie

Also zum Thema Experimente:
Ich selber hatte zu meiner Schulzeit nur Chemie als Grundkurs und das auch nur als pure Tafelchemie. Meine ersten Experimente habe ich an der Uni gesehen und auch selber durchgeführt.

Bin jetzt fertig mit dem 2. Semester und hatte anfänglich ähnliche Zweifel wie du. Allerdings sind grade die ersten Praktika (zumindest bei uns) so ausgerichtet, dass auch absolute Neueinsteiger erstmal eine Gelegenheit erhalten, sich mit dem Experimentieren auseinanderzusetzen. Wenn man die Praktika auch so auffasst (und nicht nur als dämlichen Freizeitverlust ansieht), erkennt man recht schnell, dass die Gefahr beim Experimentieren mit der eigenen Arbeitshaltung steht und fällt.
Nachdem man sich ein paarmal die Finger verbrannt hat - auch dazu sind die Praktika angedacht - weiß man schnell, wie man sich zu verhalten hat.

In meinem Anfangspraktika zur Anorganik waren die Experimente so aufgeteilt, dass solche mit etwas "anspruchsvolleren" Apperaturen in Kleingruppen durchgeführt wurden, während die etwas simpleren einzeln durchgeführt werden sollten.

Was die Experimente im Speziellen angeht, so wird das wohl von Uni zu Uni verschieden sein. Bei uns wurden erstmal grundlegende Konzepte experimentell erläutert, z.b. die Löslichkeit von Stoffen, Phasenbegriffe, Säure/Base und so weiter.

Hoffe das hilft dir ein Bisschen weiter bei deiner Entscheidung

Gruß
Blausiegel
Blausiegel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2008, 22:49   #5   Druckbare Version zeigen
hannisanni weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 31
AW: Experimente Chemie

hey blausiegel! Danke für deine Antwort
okay, dann bin ich ja bissl beruhigt, dass auch Neulinge bzw.unerfahrene wie ich ne Chance haben
studierst du denn chemie bachelor? wie ist denn da so dein Stundenplan, also ist es wirklich so zeitaufwändig und schwer wie alle sagen?

lieebe grüße!
Hannisanni
hannisanni ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2008, 23:17   #6   Druckbare Version zeigen
Blausiegel Männlich
Mitglied
Beiträge: 35
AW: Experimente Chemie

Jepp, ich studier den ersten Bachelorjahrgang bei uns, bin quasi auch noch ne Art Versuchskaninchen.
Zum Stundenplan..najaa..man ist auf jedenfall kein Geisteswissenschaftler, der nen Tag pro Woche frei hat und auch sonst erst um 10 an die Uni muss.
Im Durchschnitt muss ich so um 8 an die Uni..Vorlesungen gehen dann meistens bis 13 Uhr. Hinterher kommt es dann darauf an, ob noch Nachmittagspraktika laufen, Übungen stattfinden, oder auch mal garnichts ist. Im ersten Semester war es relativ stressig, da war ich gelegentlich 10-11 Stunden an der Uni. Im zweiten hatte es sich dann wieder relativiert, da die Praktika in der Vorlesungsfreien Zeit veranstaltet wurden: d.h. im Semester öfters mal den Nachmittag frei. Ich würde sagen, Zeit für deine Hobbies wirst du auf jedenfall haben..eventuell musst du halt alles ein bisschen umorganisieren, damit es mit deinem Stundenplan zusammenpasst.

Naja..und was den Schwierigkeitsgrad angeht: Ich bin weißgott kein absoluter Musterstudent und hänge auch ein wenig an meiner Freizeit, bin aber bisher bis auf einen Ausrutscher (Mathe..) mit relativ guten Noten durchgekommen. Bisher haben von meinen Kommilitonen nur diejenigen aufgehört, die ich auch sonst nie in irgendeiner Übung gesehen habe. Wenn du Spass an der Sache hast und dir auch nicht zu fein dafür bist, auch ausserhalb der Uni mal ein Buch aufzuschlagen, halten sich die Schwierigkeiten eigentlich in Grenzen.
Blausiegel ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.09.2008, 23:37   #7   Druckbare Version zeigen
Ahrac Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.230
AW: Experimente Chemie

Wir hatten in der Schule schon Chemie-Praktikum. Hab dann später im LK auch selber viel herum experimentiert im Schullabor.
An der Uni wird bei uns im ersten Semester nur vorgeführt - selbst darf man dann in den Praktika ran, die insgesamt vier Wochen dauern.
Der erste Teil war Titrationen, der zweite Teil Trennungsgang. Gefährlich sind nur die Substanzen, aber das wird einem in entsprechenden Seminaren schon eingetrichtert und man achtet da auch drauf, weil man sich selbst in erster Linie nicht gefährden will

Wie das bei euch ablaufen wird, können dir nur Chemie-Studenten vor Ort erzählen. Das ist von Uni zu Uni unterschiedlich, oft ändert sich das auch intern, wenn Laborleitung, Praktikumsleitung etc umstrukturiert werden.
Man wird auf jeden Fall ein bisschen laute und stinkige Chemie sehen - war zumindest bei uns so - und ein bisschen stinkige, manchmal etwas gesundheitsschädliche, aber eher unspektakuläre Chemie machen.

Keine Erfahrung sollte kein Drama sein. Man versucht das Studium so aufzubauen, dass Leute, die Chemie schon nach der 11 abgewählt haben es trotzdem studieren können. Natürlich muss man dann auch mit dem entsprechenden Aufwand rechnen. Erfahrung, gerade was das Praktische angeht, ist also nur von Vorteil. Man geht einfach sicherer mit dem ganzen Kram um bzw es geht einfach lockerer von der Hand eine Titration zu machen, zu homogenisieren oder weiß der Geier. Aber auch bei uns gab es Leute mit Null Praxiserfahrung und die haben es auch geschafft
Aufgeteilt wurde bei uns in größere und dann meist Zweiergruppen, aber jeder musste auch selbst ran - es gibt dann oft bewertete Versuche.


Ich gehöre zu den letzten Diplomern und bei uns ist es schon relativ anspruchsvoll (ich frag mich wie da Bachelor bzw Master laufen soll). Lehramtsleute kenne ich so gut wie keine, da kann ich nichts dazu sagen, wie sich das von der Schwierigkeit unterscheidet. Das ist auch alles sehr stark abhängig von der Uni, von den Profs, von den Erwartungen, von den Prüfungsregulierungen.

Das Chemie-Studium an sich ist aber sicherlich kein Zuckerschlecken. Wer glaubt, er könne jedes Wochenende Party machen und nur das Nötigste lernen, der wacht spätestens nach dem ersten Semester auf.
Ob es schwer ist? Hängt davon ab, wie gut du lernen kannst. Ich kenne Leute, die lesen sich was durch und haben es voll und ganz verstanden und erklären das dann auch super gut. Andere müssen sich manche Sachen halt zehnmal anschauen (zB ich) und dann gibt es auch natürlich Leute, die es gar nicht gebacken bekommen. Es ist einfach viel Stoff und je nach Strukturierung des Studiums (Uni-abhängig) unterschiedlich schwer. Es ist aber weder unmenschlich noch unmöglich.

Der Stundenplan an sich sieht eher leer aus, aber bei uns legt man zB viel Wert auf das eigene Erarbeiten. Ich hatte im ersten Semester so ca 20-25 Stunden die Woche, davon waren ca. die Hälfte Tutorien bzw Übungsgruppen (die einzigen Pflichtveranstaltungen). Sprich ich hätte auch ne 10-12 Stundenwoche haben können.
Wie viel Zeit man selbst investiert, wenn man dann zu Hause ist bleibt jedem selbst überlassen, aber ein guter Schnitt (wurde uns damals mal gesagt) sei auch so in etwa 20-25 Stunden. Dh rechnest du Uni- und Lern-Zeit zsm würde man auf ne 40-50 Stunden kommen, was durchaus realistisch ist. Sind ja nur in etwa 2 Tage


Wie das beim Bachelor laufen wird weiß ich nicht. Diplom wird im kommenden Semester durch B/M ersetzt. Bachelor soll in der Regel natürlich schwerer sein, hat man viel weniger Zeit und muss genau das gleiche an Leistung bringen. Es wird wohl angeblich auch jeder Mist bewertet und in die "Gesamtnote" einberechnet (was ich persönlich für kompletten Schwachsinn halte). Gerüchten zufolge kann ich mir zumindest denken, dass es noch anspruchsvoller werden kann, was natürlich auch wieder von Uni zu Uni verschieden sein wird. Einige Profs bei uns sagen zB dass es ihnen egal ist - sie würden das so durchziehen wie bisher. Andere haben zB gemeint, dass wir froh sein sollen, dass wir die letzten Diplomer sind, denn ab nächstem Semester sei es bei ihnen nicht mehr so einfach.

Sofern es an deiner Uni den Bachelor-Studiengang für Chemie schon gibt, frag nach. Die Leute werden dir viel bessere Antworten liefern können als Auswärtige wie wir
Ahrac ist offline   Mit Zitat antworten
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