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Alt 25.08.2008, 22:43   #1   Druckbare Version zeigen
saurezitrone  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 199
Säuren

Hallo,

habe ein paar Aufgaben bekommen, die ich auch gelöst habe, wobei ich mir nicht sicher bin, ob sie auch richtig sind. Deshalber wollte ich hier darum bitten, ob mal drübergucken könnte und bei Fehlern eventuell sagen, das ich mir das nochmal anschauen sollte.

Aufgaben:
1.Welche Stoffe leiten den elektrischen Strom?

a)zitronensaft

b)feste zitronensäure
c)geschmolzene Zitronensäure
d)essig
e)essigsäure
f)salzsäure

a)JA, ja, enthält verdünnte Zitronensäure.
Verdünnte Säuren leiten den elektrischen Strom, weil
Wasser enthalten und elektrische geladen Teilchen (IONEN) freisetzt
b)auch nein, weil sie konzentriert(fest) ist und daher keine beweglichen ionen besitzt.
c)ja, da das schmelzen die ionen bildung leitet.
d)ja, da es essigsäure beinhaltet.
e)ja, da es eine säure ist
f)ja, da es auch eine säure ist, nur stärker

2. Leitet man Kohlenstoffdioxid in Wasser, so entsteht eine saure Lösung.
Erklärung: Da Kohlenstoffdioxid ein Nichtmetalloxid ist das in Wasser eingeleitet wird, ensteht Kohlensäure, die dann in wasserstoff-Ionen zerfallen.

3.Bei sauren Lösungen gibt es große Unterschiede in ihrer Gefährlichkeit. Woran liegt das?

es liegt an dem Anteil von Chlowasserstoff und Perchlorsäure in wasser, die den entscheidenen unterschied der gefährlichkeit in säuren ausmacht. umso mehr davon in einer säure enthalten ist, umso saurer wird. dies kann man mit dem ph-wert nachweisen.


lg zitrone
saurezitrone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.08.2008, 23:19   #2   Druckbare Version zeigen
Franz14 Männlich
Mitglied
Beiträge: 192
AW: Säuren

1)Etwas unglücklich formuliert, aber so, wie ich es verstehe stimmen die Aussagen in etwa.
2)
Zitat:
Da Kohlenstoffdioxid ein Nichtmetalloxid ist das in Wasser eingeleitet wird, ensteht Kohlensäure, die dann in wasserstoff-Ionen zerfallen.
Wer zerfällt hier zu Wasserstoffionen? Die enstehende Kohlensäure (das Gleichegewicht der Dissoziation liegt stark auf der Eduktseite und das meiste Kohlendioxid ist physikalisch gelöst) dissoziiert zu Oxoniumionen und Hydrogencarbonat- bzw. Carbonationen.
3)
Zitat:
es liegt an dem Anteil von Chlowasserstoff und Perchlorsäure in wasser, die den entscheidenen unterschied der gefährlichkeit in säuren ausmacht. umso mehr davon in einer säure enthalten ist, umso saurer wird. dies kann man mit dem ph-wert nachweisen.
Warum? HF ist auch nicht ohne und enthält wie alle anderen Säuren (außer Salzsäure und Perchlorsäure) keines der obigen Moleküle.
Der Säuregrad einer Lösung hängt von der Konzentration der Säure und deren Säurestärke ab.
Es ist also das zahlzeiche Vorhandensein von Oxoniumionen, die die "Gefährlichkeit" einer Lösung ausmachen.

mfg.Franz14
Franz14 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 25.08.2008, 23:46   #3   Druckbare Version zeigen
miez Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.034
AW: Säuren

Zu 1e) wenn mit 'Essigsäure' Eisessig gemeint ist, also wasserfreie Essigsäure,
dann geht die Leitfähigkeit auf < 1 µS/cm zurück, dh. fast auf Null. Nur die
geringe Eigendissoziation liefert eine sehr geringe Zahl freier Ionen.
Verdünnt man reine Essigsäure mit Wasser steigt die Leitfähigkeit um das Tausendfache.
In wieweit das deiner simplen ja/nein-Definition entspricht, weiß ich nicht.

Zu3)
Da gibt's die Säurewirkung. Also schwache Säuren (wenig dissoziiert, geringe Säurewirkung wie Essigsäure, Zitronensäure) sind weniger 'gefährlich' als starke Säuren (vollständig dissoziiert wie HCl) bei gleicher Konzentration.

Es kommt aber nicht nur auf die Säurestärke (H+-Ionen, pKs-Wert) an,
sondern auch auf das Anion. Salpetersäure und Perchlorsäure wirken zusätzlich zur Säurewirkung oxidierend, das angesprochene Fluorid giftig.
miez ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2008, 07:28   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Säuren

Geschmolzene Citronensäure wird den Strom vermutlich nicht sehr gut leiten. "In Ionen zerfallen" kann sie nicht (das tun reine Säuren nicht); wenn sie keine bedeutende Autoprotolyse hat, wirds nichts mit der Leitfähigkeit.

Zur "Gefährlichkeit" von Säuren/Säurelösungen: das ist relativ. Reine Essigsäure ist für Metalle ziemlich harmlos, auf den Pfoten gibt sie so schnell Blasen, dass man zugucken kann. Eine 10proz. Salzsäure, die um viele Größenordnungen saurer ist, tut auf der Haut nicht viel, löst aber unedle Metalle zügig auf.
- Relativ schwache Säuren, die in undissoziierter Form in das Gewebe eindringen können und dort dann dissoziieren (wie Essigsäure z. B.), bewirken unverhältnismäßig große Zerstörungen...

Gruß,
Franz
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Alt 26.08.2008, 19:05   #5   Druckbare Version zeigen
saurezitrone  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 199
AW: Säuren

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Geschmolzene Citronensäure wird den Strom vermutlich nicht sehr gut leiten. "In Ionen zerfallen" kann sie nicht (das tun reine Säuren nicht); wenn sie keine bedeutende Autoprotolyse hat, wirds nichts mit der Leitfähigkeit.
Ich dachte aber, das die Schmelzung die Ionenbildung einleitet!?

Aber jetzt wird mir etwas unklar: Saure Lösungen können etwa nur strom leiten, wenn sie in wasser verdünnt sind. Sind sie aber konzentriert so wie essigsäure, leiten sie schlecht?
Ist da etwas falsch daran?

lg zitrone
saurezitrone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2008, 19:14   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Säuren

Zitat:
Zitat von saurezitrone Beitrag anzeigen
Ich dachte aber, das die Schmelzung die Ionenbildung einleitet!?
Das darfst Du nicht mit Salzen verwechseln. Bei denen werden die Ionen beweglich, wenn sie geschmolzen sind (vorhanden sind sie schon im festen Zustand).

Säuren reagieren mit Wasser, wobei das Wasser protoniert und aus der Säure das Anion wird. Dann haben wir die Ionen, die den Strom leiten.
Allerdings können sich Säuren auch mit sich selbst Ionen bilden; es wird dann ein Proton auf ein anderes Säuremolekül übertragen. Schwefelsäure z. B. macht das ganz ordentlich, so dass auch reine Schwefelsäure den Strom schon leitet. Die Lösung in Wasser hat aber eine viel größere Leitfähigkeit, denn Wasser ist ein besserer Protonenakzeptor als Schwefelsäure und es werden daher mehr Ionen gebildet.

Gruß,
Franz
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Alt 26.08.2008, 20:09   #7   Druckbare Version zeigen
saurezitrone  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 199
AW: Säuren

dann hieße dies, dass essigsäure den elekrtrischen strom schwach leitet.
saurezitrone ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.08.2008, 20:18   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Säuren

Allerdings nur sehr schwach.
Die Autoprotolysekonstante findest Du hier:
http://www.publish.csiro.au/paper/CH9620409.htm

Ggruß,
Franz
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