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Alt 21.08.2008, 23:36   #1   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Hallo zusammen =)
Habe vor einiger Zeit mal das Internet durchsucht und bin auf eine eher ungebräuchliche Herstellungsmethode für Wasserstoff gestoßen: Zink mit einer Kupfersulfatlösung übergießen. Wie soll das denn klappen?
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Alt 21.08.2008, 23:44   #2   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Durch Wikipedia reference-linkLokalelement-Bildung kommt es zur Auflösung des Zinks unter Wasserstoffbildung.

Zink ist ein sehr unedles Metall und müsste entsprechend seines Redoxpotentials von Wasser aufgelöst werden. Dies geschieht in der Regel nicht, weil es durch eine Oxidschicht passiviert wird. Ist aber Kupfer zugegen und elektrisch leitend mit dem Zink verbunden (und das Cu(II) aus dem Kupfersulfat wird von Zink zu elementarem Kupfer reduziert), kann an der Kupferoberfläche Wasserstoff gebildet werden und das Zink wird aufgelöst.

lg, baltic
baltic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.08.2008, 23:49   #3   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Vielen Dank für die schnelle Antwort! Von einem Lokalelement habe ich schon mal was gelesen aber ich habe es nicht 100%ig verstanden... allerdings dürfte die Wasserstoffentwicklung mit CuSO4 schwächer sein als mit HCl oder? Bzw. warum MUSS die Kupfersulfat-Lösung stark verdünnt sein, wie auf der Seite beschrieben?
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2008, 00:21   #4   Druckbare Version zeigen
baltic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.468
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Die Redoxpotentiale sind für die drei Systeme folgende:

Cu/Cu2+: +0.52 V
H2/H+: (definitionsgemäß) ±0 V
Zn/Zn2+: -0.76 V

Daraus folgt, dass Zink unedler ist als beide anderen, sodass es auf jeden Fall oxidiert wird. Kupfer hat einen Wert von >0, das heißt, es wird zunächst quasi das gesamte Kupfer* reduziert und dann erst die Oxoniumionen. Wenn es dir also um die Wasserstoffbildung geht, ist eine hohe Menge Kupfer nicht gut. (Außerdem könnte es passieren, dass das gesamte Zink mit Kupfer überzogen ist und dann passiert gar nichts mehr.)

Hast du den Wikipedia-Artikel zu Lokalelementen gelesen? Was ist unklar?

* das stimmt nicht so ganz, denn das Redoxpotential ist von der vorhandenen Konzentration abhängig. Wird diese immer kleiner (weil ja Cu2+ bei der Kupferabscheidung verbraucht wird), erreicht das Redoxpotential irgendwann den Wert für die Bildung von Wasserstoff. Eine gewisse Restkonzentration Kupfer(II) bleibt also enthalten.

lg, baltic
baltic ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2008, 08:57   #5   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Ok, danke! Also handelt es sich um ein "kurzgeschlossenes" Galvnisches Element?
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2008, 21:42   #6   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

habe das jetzt mehrmals ausprobiert: zinkstuab mit konzentrierter, verdünnter und stark verdünnter CuSO4 übergossen aber nichts ist passiert...
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2008, 09:37   #7   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Warum meinst Du, dass man Zink mit Salzsäure übergiesst, wenn man H2 in sichtbaren und verwendbaren Mengen gewinnen will ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2008, 14:18   #8   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

denk mal es geht schneller =) naja auf jeden fall war es ein forschlag auf einer homepage... dachte ,ir ich probiers mal aus... aber Zn + HCl c=2mol/l ist eigentlich recht gut, vorallem wenn man erwaermt
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.08.2008, 19:47   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.862
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
forschlag
Vorschlag...bitte !
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 24.08.2008, 18:41   #10   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Wasserstoffherstellung mal anders als gewohnt

ja ok...
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