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Alt 17.08.2008, 21:05   #1   Druckbare Version zeigen
gogol Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 21
Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Hallo,

ich habe bei "Fluka" für Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz
eine Einstufung als Gesundheitsgefährlich,
bei "Merck" dagegen als erbgutverändernd und R 68.

Kann mir hier jemand weiterhelfen ?
Ist das Zeug geeignet zum Färben von DNA bei Schülerversuchen ?
gogol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2008, 21:59   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Hmmm, Schülerversuch, also wohl kein Ethidiumbromid. Aber warum kein Methylenblau ?
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.08.2008, 22:39   #3   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.536
AW: Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Leider verlässt man sich zu oft auf irgendwelche Kennzeichnungen. So ist der Triphenylmethanfarbstoff Kristallviolett länger als erbguterändernd bekannt. Da kann man davon ausgehen, dass diese Wirkung auch bei strukturell ähnlichen Farbstoffen auftritt. Inzwischen ist auch Malachitgrün entsprechend eingestuft worden. Das hat natürlich nix daran geändert, dass man den ähnlichen Indikator Phenolphthalein weiterhin in der Schule verwendet(hat). Erst seit kurzem besteht auch für diese Substanz "Verdacht auf krebserregende Wirkung"!

Zitat:
Zitat von gogol Beitrag anzeigen
ich habe bei "Fluka" für Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz
eine Einstufung als Gesundheitsgefährlich,
bei "Merck" dagegen als erbgutverändernd und R 68.

Kann mir hier jemand weiterhelfen ?
Ist das Zeug geeignet zum Färben von DNA bei Schülerversuchen ?
Auch bei GESTIS ist eine möglicherweise mutagene Wirkung von Acridinorange genannt.
Für die ähnliche Verbindung Ethidiumbromid wurde die krebserregende Wirkung nachgewiesen und bei anderen Substanzen (z.B. Sybr-Farbstoffen) wird oft behauptet, dass sie nicht mutagen oder kanzerogen wirken.

In meinen Augen ist das unsinnig. Ich bin der Meinung, dass jede Substanz, die der in die DNA interkalieren kann, potentiell erbgutverändernd wirken kann, sofern sie in die Zellen kommt. Also auch wenn bisher vielleicht in einigen Quellen Hinweise auf erbgutverändernde Wirkung fehlen, halte ich solche Substanzen als ungeeignet für Schülerversuche.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2008, 06:53   #4   Druckbare Version zeigen
gogol Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 21
AW: Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Vielen Dank für die schnellen, klaren Auskünfte.

Einzige Alternative ist dann, wie gehabt, zum Anfärben von DNA nach Gel-Elektrophorese Methylenblau.
Obwohl mir im Forum schon viel in dem Bereich geholfen wurde, habe ich als Anfänger immer wieder (noch) tatsächliche oder eingebildete Probleme beim Färben und Entfärben von DNA im Gel.

Also muß weiter probiert werden!
gogol ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2008, 17:32   #5   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.536
AW: Gefährlichkeit Acridinorange Zinkchlorid Doppelsalz

Ich hatte mal einen Artikel gesehen, wo man gerade fuer Schulversuche die verschiedenen Anfaerbearten von DNA in Agarosegelen verglichen hat. Da gab es auch eine Methode, wo man die DNA erst anfaerbt und dann bei der Elektrophorese auftrennt. Kann mal nachschauen, ob ich den Artikel noch irgendwo habe...

Methylenblau scheint eh die einzige Schul-geeignete Methode zu sein, da dort ja vermutlich ein UV-Tisch oder Geldoc vorhanden ist, um die Fluoreszenz von Ethidiumbromid o.ae. nachzuweisen.
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
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