Allgemeine Chemie
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Alt 14.08.2008, 17:46   #1   Druckbare Version zeigen
9112er Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 71
Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Warum ist das Fluormolekül F2 eine Elektronenpaarbindung und warum ist Na+Cl- eine Ionenbindung?
9112er ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2008, 17:52   #2   Druckbare Version zeigen
THN Männlich
Mitglied
Beiträge: 129
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Hallo,

die beiden Fluoratome haben die gleiche Elektronegativität, daher teilen sie sich das bindende Elektronenpaar. Na und Cl haben stark unterschiedliche Elektronegativitäten. Das Chloratom zieht die Elektronen daher an sich und ist damit negativ geladen (Na dann positiv). Positive und negative Ladungen ziehen sich an -> Ionenbindung.

LG Thomas
__________________
Jedes so genannte "Problem" ist nichts weiter als eine Herausforderung.
THN ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.08.2008, 18:07   #3   Druckbare Version zeigen
9112er Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 71
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Gibt es da eine Art Faustregel?

Weil bei einer Ionbindung wird ja die Oktettregel angewandt, aber wie sehe ich direkt, ob ich auf 8 äußere Elektronen achten muss oder eben geteilt wird?
9112er ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2008, 18:16   #4   Druckbare Version zeigen
Jingles Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.872
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Es gibt eine Faustregel (u.a. in diesem Wikipedia-Artikel http://de.wikipedia.org/wiki/Ionenbindung), man darf es aber wirklich nur als Faustregel sehen. Die Extremformen der Bindung - Ionenbindung und kovalente Atombindung - sind mehr oder weniger nur idealisiert und in den wenigsten Fällen 100%ig als solche anzusehen (stark polare Bindung mit ionichen Anteilen etc.).


Gruß
Oliver
__________________
Tá fuisce níos measa ná beoir.
Jingles ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2008, 18:38   #5   Druckbare Version zeigen
9112er Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 71
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Sorry aber ich verteh es nicht.
Ich habe jetzt 2 Stoffe und die sollen sich verbinden.
Wie kann ich jetzt direkt auf den ersten Blick sehen: Die teilen sich das Elektron bzw. ah, hier kommt die Oktettregel?
9112er ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.08.2008, 19:06   #6   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Ganz grobe Faustregel : Eine Elektronegativitätsdifferenz grösser als 1.3 führt zur Ausbildung einer Ionenbindung. Wenn die Differenz kleiner ist, eine Elektronenpaarbindung.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.08.2008, 15:13   #7   Druckbare Version zeigen
mlmt Männlich
Mitglied
Beiträge: 266
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Bei einer Ionenbindung hast du ein Metall (z.B. Na) verbunden mit einem Nichtmetall (z.B. Cl). Die Außenelektronen werden komplett an den elektronegativeren Bindungspartner (z.B. Chlor) übergeben.
Es entsteht ein geladenes Atom, das Ion genannt wird. Das Ion trägt positive Ladung (Kation), wenn Elektronen abgegeben wurden (Na+) oder negative Ladung (Anion), wenn Elektronen aufgenommen wurden (Cl-). Da sich negativ und positiv geladene Teilchen anziehen, entsteht eine Ionenbindung. Die Ionenbindung ist charakteristisch für die Stoffgruppe der Salze.

Atombindung ist wenn sich ein Nichtmetall mit einem Nichtmetall verbindet. Die Elektronen der beiden Bindungspartner werden gemeinsam genutzt. Die Bindungselektronen sind Teil der Elektronenhüllen beider Atome. Wenn die Elektronen von einem Bindungspartner stärker angezogen werden als vom anderen spricht man von einer polaren Atombindung (Elektronegativitätsdifferenz). Atombindungen kommen oft zwischen den Atomen des gleichen Elements vor. Atombindungen sind auch häufig bei Flüssigkeiten und Gasen.
mlmt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 16:46   #8   Druckbare Version zeigen
Chellohma  
Mitglied
Beiträge: 15
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Ich hätte noch eine frage, es wurde erläutert, was eine polare Bindung ist, aber was ist denn eine unpolare Bindung?
Chellohma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 16:54   #9   Druckbare Version zeigen
kaktustk Männlich
Mitglied
Beiträge: 750
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Zitat:
Zitat von Chellohma Beitrag anzeigen
Ich hätte noch eine frage, es wurde erläutert, was eine polare Bindung ist, aber was ist denn eine unpolare Bindung?
Genau das Gegenteil...

wenn eine polare Bindung Pole mit erhöhter und erniedrigter Ladungsdichte ausbildet, dann gibt es diese bei einer unpolaren Bindung eben nicht.

Polar: C-F, C-N, usw...
Unpolar: H-H, F-F, Cl-Cl, usw
kaktustk ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 16:56   #10   Druckbare Version zeigen
Chellohma  
Mitglied
Beiträge: 15
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Zitat:
Zitat von kaktustk Beitrag anzeigen
Genau das Gegenteil...

wenn eine polare Bindung Pole mit erhöhter und erniedrigter Ladungsdichte ausbildet, dann gibt es diese bei einer unpolaren Bindung eben nicht.

Polar: C-F, C-N, usw...
Unpolar: H-H, F-F, Cl-Cl, usw
Ah vielen dank
Chellohma ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 16:56   #11   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Beiträge: 348
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Bei einder unpolaren Bindung wird das Bindende Elektronenpaar gleich stark von den Atomen angezogen, die EN ist damit gleich 0. Beispiele hierzu: Alle Halogene, Disauerstoff, Molekularer Stickstoff, Molekularer Wasserstoff, etc.

Hoffe ich konnte das so weit klarstellen.

Lg, Rubidium
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 17:01   #12   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Beiträge: 348
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Zitat:
Ganz grobe Faustregel : Eine Elektronegativitätsdifferenz grösser als 1.3 führt zur Ausbildung einer Ionenbindung. Wenn die Differenz kleiner ist, eine Elektronenpaarbindung.
Will jetzt nicht als Besserwisser dastehen aber meines Wissens nach gilt diese Regel wenn die EN 1,7 beträgt.

Lg, Ricardo
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 18:01   #13   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Ja, das hängt ein wenig vom Lehrbuch ab und natürlich auch davon, welche Elektronegativitätsskala man benutzt - es gibt ja mehrere. Kann aber sehr gut sein, dass man mit 1.7 eher richtig liegt.
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.09.2008, 18:03   #14   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Zitat:
Zitat von mlmt

Bei einer Ionenbindung hast du ein Metall (z.B. Na) verbunden mit einem Nichtmetall (z.B. Cl). Die Außenelektronen werden komplett an den elektronegativeren Bindungspartner (z.B. Chlor) übergeben.
Gut Fausregel stimmt aber nicht immer: TiO2 ist z.B. kovalent gebunden.

Gruß
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Alt 05.09.2008, 21:42   #15   Druckbare Version zeigen
Tino71 Männlich
Moderator
Beiträge: 6.935
Blog-Einträge: 41
AW: Wann Ionbindung und wann Elektronenpaarbindung?

Wirklich? Woher haste das denn?
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