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Alt 20.06.2008, 23:48   #1   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
Iod I2

Hi Leute ich habe mir (hauptsächlich zur Demonstration von Sublimation - 50 g Iod in der Apotheke bestellt. Wie vorsichtig muss man mit elementarem iod sein? ist es giftig? kennt jemand die LD50 oder LD99 ?

danke im voraus...
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Alt 21.06.2008, 00:35   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Iod I2

http://de.wikipedia.org/wiki/Iod
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Alt 21.06.2008, 12:53   #3   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

danke. aber ich meine ihr habt doch bestimmt schon mal geringe mengen eingeatmet oder? ich denke, wenn man nur einen kristall zum sublimieren bringt und dabei was einatmet könnte es nicht so schlimm sein...
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Alt 21.06.2008, 13:18   #4   Druckbare Version zeigen
Ahrac Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.230
AW: Iod I2

Ich zieh mir jeden Morgen ne Prise rein, das ist gut für die Nebenhöhlen
Es ist sicherlich nicht gesund, aber wenn man ordentlich lüftet, sollte es kein Problem sein. Die Luft in einer Großstadt ist nicht unbedingt gesünder. Wenn du sicher gehen willst, dann mach es unter einem Abzug.

Wie ist das Experiment denn überhaupt aufgebaut? Man kann es ja auch zB in einem geschlossenen System ablaufen lassen. Damit kann man gleichzeitig auch noch zeigen, dass das Gasvolumen größer wird und man hat nicht gleich alles im Raum verteilt.
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Alt 21.06.2008, 15:05   #5   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Willst du die Sublimation von I2 zeigen ? Das ist völlig gefahrlos. Ich nehme dazu einen kleinen Rundkolben (100 ml) und gebe ein oder zwei Kriställchen Iod hinein. Anschliessend den Kolben in der Brennerflamme erhitzen, und er füllt sich schnell mit violettem Ioddampf. Dann kann man den Kolben mit einem vorher zurechtgelegten Gummistopfen verschliessen und den violetten Dampf eine Weile gefahrlos betrachten (Kolben in der Klasse herumreichen). Und man sieht sehr eindrucksvoll, dass die violette Farbe immer heller wird infolge Resublimation und sich am kälteren Hals des Kolbens feine Iodkriställchen bilden.
Zum Schluss kann man unter fliessendem Wasser kühlen um auch noch den letzten Rest Ioddampf wieder resublimieren zu lassen.

lg
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Alt 21.06.2008, 16:33   #6   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

ja genau so wollte ich es ablaufen lassen. kann man im freien, da ich keinen abzug habe den ioddampf (aufgrund höherer dichte) "umgießen"?
startet die sublimation auch schon in heißem wasser (selbstverständlich meine ich, das rg mit stopfen oder den erlenmeyerk. mit stopfen in das wassserbad zu halten)

ist die reinigung der apparaturen mit ethanol geeignet? kann ich das danach wegschütten?

vielen vielen dank!

p.s. ich dachte beim experiment sowieso nur an einen einzigen kristall. selbst wenn ich davon was einatme, dürfte es wohl nicht gravierend sein. mich würde irgendwie trotzdem interessieren, wie iod riecht^^
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Alt 21.06.2008, 16:36   #7   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

@ ricinus: du studierst in heidelberg? ich bin schüler am englischen institut =)
könnte ich mal zu einer vorlesung kommen und euer labor besichtigen oder so was?
würd mich freuen
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 21.06.2008, 16:51   #8   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
ja genau so wollte ich es ablaufen lassen. kann man im freien, da ich keinen abzug habe den ioddampf (aufgrund höherer dichte) "umgießen"?
Das ist eine interessante Idee. Eigentlich müsste das aufgrund der hohen Dichte des Ioddampfes möglich sein. Probiert habe ich das aber noch nie.
Zitat:
startet die sublimation auch schon in heißem wasser (selbstverständlich meine ich, das rg mit stopfen oder den erlenmeyerk. mit stopfen in das wassserbad zu halten)
Nein, die Temperatur des siedendes Wassers reicht nicht.
Zitat:
ist die reinigung der apparaturen mit ethanol geeignet? kann ich das danach wegschütten?
Ja. Iod ist gut löslich in Ethanol. Ich würde dafür billigen Brennspiritus nehmen. Danach kannst du das wegschütten. Iod ist ein kräftiges Oxidationsmittel und wird in der Kanalisation schnell zu umweltungefährlichem Iodid reduziert.
Zitat:
p.s. ich dachte beim experiment sowieso nur an einen einzigen kristall. selbst wenn ich davon was einatme, dürfte es wohl nicht gravierend sein. mich würde irgendwie trotzdem interessieren, wie iod riecht^^
Probier das mit ein paar Mal mit kleinen Mengen, damit du ein Gefühl dafür bekommst, wieviel du brauchst. Eine winzige, fast unsichtbare Menge reicht.
Daran riechen würde ich trotzdem nicht. Der Ioddampf wirkt stark reizend auf die Atmungsorgane. "Gut" riecht es sicher nicht.

lg
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Alt 21.06.2008, 16:52   #9   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Zitat:
Zitat von Rubidium Beitrag anzeigen
@ ricinus: du studierst in heidelberg? ich bin schüler am englischen institut =)
könnte ich mal zu einer vorlesung kommen und euer labor besichtigen oder so was?
würd mich freuen
Siehe PN !
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Alt 22.08.2008, 16:03   #10   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

Weiß nicht ob jemand noch in dieses Thema schaut aber ich habe heute herausgefunden, dass sich Iod mit violetter Farke geringfügig in flüssigem iso-butan löst. Interessant ist, wenn man mit der Flüssigkeit arbeitet und das butan verdampft, dass sich eine sehr dünne schicht aus iod bildet (braun).

p.s. ich habe gelernt: flüssiges iso-butan lässt sich nicht pipettieren. wie ist das eigentlich mit brom? ich hatte noch nie die ehre, brom zu pipetieren aber die lehrer sagen, dass es sofort tropft. stimmt das? also aceton kann man wirklich problemlos pipetieren, siedep. 56°C, brom 58°C

hoffe, dass da mal noch ne antwort kommt...
Rubidium ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2008, 16:28   #11   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Brom kann man schlecht mit einer normalen Pipette pipettieren, da Brom sehr schwer ist. Dein Lehrer hat Recht : es tropft sofort aus der Pipette raus. Man benutzt dafür speziell gebogene Pipetten. Mit Quecksilber verhält es sich auch so.
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Alt 22.08.2008, 17:18   #12   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

achso, deswegen... danke! naja und ich dachte wegen dem dampfdruck, der dürfte bei aceton ja höher sein... ach übrigens: iod macht schöne flecken in den teuren glaspipetten und im pipettenball...
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Alt 22.08.2008, 18:04   #13   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Flecke aus I2 auf Glas verschwinden ziemlich schnell von selbst (Warum ?)
Iod macht nicht nur unschöne Flecken auf Pipettierbälle, es macht diese sogar ziemlich wirkungsvoll kaputt
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Alt 22.08.2008, 18:11   #14   Druckbare Version zeigen
Rubidium Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 348
AW: Iod I2

ach ja eine frage noch zu iodwasser: wenn iodwasser durch reaktion von iodid mit oxidationsmittel (H2O2) in lösung hergestellt wird, so ist die Färbung viel intensiver als beim erhitzen von iod in dest. Wasser. Warum?

Mein Ansatz: H2O2 oxidiert nicht das gesamte iodid, wenn I- im Überschuss ist und es bildet sich ein Komplex (Iod/Kaliumiodid) sprich I3-

stimmt das so?
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Alt 22.08.2008, 18:50   #15   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: Iod I2

Iod ist viel besser löslich in Gegenwart von Iodid, weil sich lösliche Polyiodidionen (hauptsächlich Triodid I3-) bilden. Diese sind für die braune Farbe verantwortlich. Wenn man nur reines Iod und Wasser zusammengibt, erhält man eine nur sehr schwach gefärbte Lösung, weil Iod sehr wenig löslich in Wasser ist.

lg
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