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Alt 03.06.2008, 21:07   #1   Druckbare Version zeigen
0pfer  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
Lichtabsoption der Halogene

Hi Leute,

mich würde mal interessieren woher die Farbigkeit der Halogene rührt!?
Ich hab hier ja weder die Möglichkeit eines π --> π* (d --> d) Übergangs noch irgendwelche Charge Transfers. OK bei kristallinen Halogenen gibst ne Mehrzentrenbildung und die Möglichkeit der Elektronendelokalisierung... aber im gasförmigen Zustand? Eventuell ein n --> σ* Übergang... sprich anregung eines nichtbindenden Elektrons ins antibindende Orbital der Sigma-Bindung? Würde gleichzeitig sogar die Radikalbildung der Halogene durch Bestrahlung mit Lich erklären. Oder bin ich da auf dem Holzweg?
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Alt 04.06.2008, 03:22   #2   Druckbare Version zeigen
Marvek  
Mitglied
Beiträge: 6.761
Re: Lichtabsoption der Halogene

Richtig.
Viele n-Orbitale, Anregung von einem n-Orbital ins Sigma-Stern-Orbital knackt die Sigma-Bindung und wir haben 2 Radikale.
Marvek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2008, 09:50   #3   Druckbare Version zeigen
0pfer  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
AW: Lichtabsoption der Halogene

Danke Mavrek für die Antwort!
Und diese Anregung ist gleichzeitig auch für die Farbigkeit verantwortlich? Geh ich dann richtig der Annahme, dass die Energiedifferenz zwischen n- und σ*-Orbital vom Chlor zum Iod hin zunimmt?

Die jeweiligen Bindungsstärken (in kJ/mol) der Halogene (ohne Flur):

Cl-Cl: 243
Br-Br: 193
I-I: 151

Das würde bedeuten dass ich zur Bildungsspaltung von Cl mehr Energie benötige, also sprich bei höherer Frequenz absorbiert wird als beispielsweise beim Iod. Wenn ich mir die Farben der Halogene anschaue wir diese Tatsache bestätigt:

Chlor: gelbgrün --> absorbiert wird also die Komplementärfarbe "blauviolett" --> relativ energiereiches Licht (ca. 420 nm, nahe UV Bereich)

Iod: violett --> absorbiert wird die Komplementärfarbe "gelb" ---> weniger energiereich (ca. 580 nm)

Richtig?
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Alt 04.06.2008, 09:54   #4   Druckbare Version zeigen
Marvek  
Mitglied
Beiträge: 6.761
Re: Lichtabsoption der Halogene

Würde ich auch so sehen, passt wunderbar zusammen.
Marvek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2008, 09:59   #5   Druckbare Version zeigen
Spektro Männlich
Mitglied
Beiträge: 952
AW: Re: Lichtabsoption der Halogene

Zitat:
Zitat von Marvek Beitrag anzeigen
Anregung von einem n-Orbital ins Sigma-Stern-Orbital knackt die Sigma-Bindung und wir haben 2 Radikale.
Das reicht i.d.R. noch nicht zur Bindungsspaltung. Dann hast du immer noch ein doppelt besetztes bindendes und ein nur einfach besetztes antibindendes Orbital.
Um das Halogen in zwei Radikale zu spalten müßte man z.B. aus dem Sigma ins Sigma* Orbital anregen.
Spektro ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2008, 10:09   #6   Druckbare Version zeigen
Marvek  
Mitglied
Beiträge: 6.761
Re: Lichtabsoption der Halogene

Ich hab das so gehört, dass schon eine einfache Anregung vom n-Orbital ins Sigma*-Orbital ausreicht, um die Atome auseinanderzutreiben.
Marvek ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.06.2008, 10:11   #7   Druckbare Version zeigen
0pfer  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 17
AW: Lichtabsoption der Halogene

Kann mans dann evtl so sehen:

Für die Fabigkeit ist der n --> σ* Übergang verantworlich und für die Radikalbildung ein σ --> σ* -Übergang?

Hab eben gelesen, dass zur Radikalbildung von Chlor UV-Lich benötigt wird und zwar im Wellenlängenbereich von 200 nm. Das wiederrum bedeutet, dass diese Anregung nichts mit der Farbigkeit zu tun haben kann, da eine Absobtion in diesem Breich für das menschliche Auge nicht sichtbar ist.

(Evtl reicht beim Iod ja auch schon eine Anregung vom n ins σ* um die ohnehin recht schwache Bindung zu spalten!?)

Geändert von 0pfer (04.06.2008 um 10:25 Uhr)
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