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Alt 25.05.2008, 17:07   #1   Druckbare Version zeigen
divine  
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Themenersteller
Beiträge: 54
Bildung von "Koarzervaten"

In einem langen Reagenzglas gibt man 5 ml der Gelatinelösung und 3 ml der Gummi
arabicum – Lösung zusammen. Dann gibt man tropfenweise mit einer Pasteurpipette Salzsäure (c = 0,1mol/l) – bis sich ein Niederschlag bildet – zu. Tropfen Sie dann weitere Salzsäure hinzu und beobachten Sie den Niederschlag.

Aufgabe
1. Erklären Sie, wie es nach Salzsäurezugabe zunächst zu einem Ausfallen von
Substanzen aus der Lösung kommt. Bedenken Sie dabei, dass Gelatine aus
Aminosäuren (Amino- und Carboxylgruppen) besteht, Gummi arabicum einen hohen
Anteil an Galakturonsäure (Carboxylgruppe) enthält.
2. Erklären Sie, was Sie nach weiterer Zugabe von Salzsäure beobachten konnten.

Kann mir jemand zu den Aufgaben etwas sagen? Danke
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Alt 26.05.2008, 23:16   #2   Druckbare Version zeigen
divine  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
AW: Bildung von "Koarzervaten"

Bei der komplexen Koazervierung wird ausgenutzt, daß manche in Wasser (oder jedem anderen polaren Lösungsmittel) gelösten Kolloidmoleküle aufgrund der Dissoziation saurer oder basischer Gruppen eine elektrische Ladung besitzen. Dies führt einmal dazu, daß zwischen gleichsinnig geladenen Molekülen eine Abstoßung besteht, andererseits werden aufgrund der Ladung mehr Wassermoleküle gebunden als bei ungeladenen Kolloiden. Die Hydratisierbarkeit bei diesen Kolloiden ist also entscheidend auch von der Ladung abhängig.


Fügt man in saurem Milieu zu Gelatine ein zweites Kolloid mit entgegengesetzter Ladung hinzu, so ziehen sich die positiv geladenen Gelatine- und die negativ geladenen (z.B. Gummi arabicum-) Moleküle an. Dabei kompensieren sich die entgegengesetzten Ladungen mehr oder weniger und es kommt damit zwangsläufig zu einer verminderten Anziehung der Wassermoleküle, d.h. zu einer verminderten Hydratisierung. Es bilden sich kleine Tröpfchen eines komplexen Kolloides, das aber noch stark wasserhaltig ist, da die vorher stärker gebundenen Wassermoleküle bei schonendem Vorgehen noch (schwach) gebunden bleiben. Allgemein ist für ein bestimmtes System (Temperatur, Konzentration, pH) dann die geringste Hydratisierung vorhanden, wenn die positiven und negativen Ladungsmengen sich entsprechen, so daß nach außen hin keine Ladung vorhanden ist.

Soviel ist klar, aber was genau fällt aus und was passiert, wenn ich weiter Salzsäure hinzugebe?
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