Allgemeine Chemie
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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 28.04.2008, 19:07   #1   Druckbare Version zeigen
Thio175 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
Beitrag Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Hallo!


Ich geb mal eine Prüfungsfrage weiter, die unser Azubi (Chemielaborant) uns heute gestellt hat und an der vier Uni/FH-Absolventen (Chemie) gescheitert sind. Wir haben alle unabhängig voneinander die (laut Lösungsbuch) falsche Antwort gegeben - übrigens auch noch mit der gleichen Begründung (dass Saccharose nicht hygroskopisch ist, Kochsalz dagegen schon). Vielleicht weiß ja einer von euch warum hier Antwort b) richtig sein soll:

Zitat:
Was führt NICHT zu einem Wägefehler:
a) Einwiegen von vorgetrocknetem Kochsalz
b) Einwiegen von Zucker in ein 800 ml Becherglas
es gab noch c), d) und e), aber die sind irrelavant.


Danke schon mal!

lg,


Thio!


btw, über google fand ich dazu noch folgende Aussagen:
- Zucker ist nicht hygroskopisch unterhalb von 70 % rel. Luftfeuchtigkeit
- Kochsalz ist nicht durch NaCl, sondern durch Spuren von MgCl2 hygroskopisch
Thio175 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2008, 19:18   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.685
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Wenn das Kochsalz vorgetrocknet wurde hat es ja nicht mehr die Masse vom Ursprung.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2008, 19:36   #3   Druckbare Version zeigen
Woehler Männlich
Mitglied
Beiträge: 988
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Die richtige Antwort ist b? Zucker im Becherglas führt also zu keinem Wägefehler? Das hätte ich so auch vermutet, da dass Salz hygroskopisch ist. Oder ist die richtige Antwort A? Und wenn Kochsalz Magnesiumchlorid enthält und dessen Konzentration nicht bekannt ist, würde dies wohl auch zu einem Fehler führen
Woehler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2008, 19:39   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.685
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
Da aber die Formeleinheit NaCl kein Wasser enthält, kann es m.E. doch kein Fehler sein, etwaiges Wasser durch Trocknen zu entfernen...
Das ist zwar richtig, jedoch würde ein getrocknetes Salz (Hygroskopie kommt ja vom Magnesiumchlorid) beim Wiegen wieder Wasser aufnehmen, also ein flaches Ergebnis liefern.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.04.2008, 19:43   #5   Druckbare Version zeigen
Thio175 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Sorry, habe mich oben verschrieben, laut Lösungsbuch ist Antwort a) richtig, unserer Meinung dagegen Lösung b)...
Thio175 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 08:03   #6   Druckbare Version zeigen
Thio175 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
Lachen AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

OK, vielen Dank schon mal!

Ich werde mich dann wohl einfach mal an den Autoren wenden und nachfragen wie diese Antwort gedacht war. Ich gebe euch bescheid, sobald ich genaueres weiß
Thio175 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.04.2008, 10:49   #7   Druckbare Version zeigen
wobue Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.661
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Das war die folgende Aufgabe oder?
Die lt. Lösungsblatt richtige Antwort ist fett geschrieben.
Zitat:
Welcher Vorgang führt auf einer Analysenwaage nicht zu einem Wägefehler?

1) Wägen von Propan-2-on in einem 50-mL-Becherglas
2) Wägen von eisgekühltem Wasser in einem geschlossenen Wägegläschen
3) Wägen von getrocknetem Natriumchlorid in einem Wägeschiffchen
4) Wägen von Benzoesäure in einem elektrostatisch aufgeladenen Polyethylenbecher
5) Wägen von Zucker in einem 800-mL-Becherglas
Wolfgang

Geändert von wobue (29.04.2008 um 11:01 Uhr)
wobue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 10:54   #8   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Zitat:
Andererseits frage ich mich, welches Gefäß verwendet werden soll. wenn z.B. 400 g Zucker einzuwiegen sind...
Meine Frau nimmt da immer eine Rührschüssel.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 19:26   #9   Druckbare Version zeigen
Thio175 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
Lachen AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Zitat:
Zitat von wobue Beitrag anzeigen
Das war die folgende Aufgabe oder?
Die lt. Lösungsblatt richtige Antwort ist fett geschrieben.
Ja, das ist die Aufgabe.

Ich hab aber mittlerweile dem Verlag eine eMail geschrieben, denn für uns ist ja die Begründung interessant, warum Zucker in 800-mL-Becherglas nun zu einem Wägefehler führen soll. (also ob sie z.B. wie FKS schon schrieb von einer analytisch kleinen Menge Zucker ausgehen, vielleicht soll man das ja aus dem Wort "Analysenwaage" schlussfolgern?!)

lg,


Thio!
Thio175 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 20:03   #10   Druckbare Version zeigen
wobue Männlich
Mitglied
Beiträge: 4.661
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Hallo Thio,

mir fallen als Begründung zwei Antworten ein.

Versuch mal ein 800 ml Becherglas auf eine Analysenwaage zu stellen, das dürfte eine sehr enge Angelegenheit werden.
Die Analysenwaagen, die ich bis heute kannte haben einen Wägebereich von 210 g. So ein Becherglas wiegt ca. 200g.
(Ich weiß inzwischen, dass es Analysenwaagen mit einem größeren Messbereich gibt.)

Wolfgang

p.s. Die Aufgabe ist von der PAL in Stuttgart!

Geändert von wobue (29.04.2008 um 20:05 Uhr) Grund: p.s.
wobue ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 20:06   #11   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
drittens

war da nicht auch was mit dem Auftrieb?
__________________
Wenn es einfach wäre, hätte es schon jemand gemacht!

I said I never had much use for it. Never said I didn't know how to use it.(M. Quigley)
You can't rush science, Gibbs! You can yell at it and scream at it, but you can't rush it.(A. Sciuto)

Wer durch diese Antwort nicht zufriedengestellt ist, der möge sich bitte den Text "Über mich" in meinem Profil durchlesen und erst dann meckern.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2008, 22:13   #12   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.861
AW: drittens

Zitat:
Zitat von zweiPhotonen Beitrag anzeigen
war da nicht auch was mit dem Auftrieb?
Hab ich zunächst auch gedacht. Wenn man jedoch das Becherglas auf die Waage stellt und dann das leere Glas tariert, spielt der Auftrieb ja keine Rolle mehr. Ich denke, die Begründung ist einfach die, dass man für analytische Mengen kein 800 ml Becherglas hernehmen würde, und für dieses auf den meisten Waagen auch kein Platz wäre. Ferner sollte man nicht Gefässe zum tarieren verwenden, deren Masse sehr viel grösser als die einzuwiegende Masse ist - ich finde, das ist doch nur vernünftig, oder ?

lg
__________________
"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2008, 07:34   #13   Druckbare Version zeigen
Thio175 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
Lachen AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Zitat:
Zitat von wobue Beitrag anzeigen
Die Analysenwaagen, die ich bis heute kannte haben einen Wägebereich von 210 g. So ein Becherglas wiegt ca. 200g.
OK, das ist es wohl. War natürlich schlecht, dass ich das Buch nicht da hatte und das Wort "Analysenwaage" unterschlagen hab. Ich denke auch, dass das der entsprechende Hinweis ist für die Beantwortung der Frage.

Danke euch allen jedenfalls!

lg,


Thio!
Thio175 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2008, 08:45   #14   Druckbare Version zeigen
zweiPhotonen  
Mitglied
Beiträge: 7.407
Blog-Einträge: 122
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Haben Analysenwaagen denn eine Tara-Funktion?

Vielleicht bezieht sich der Fragensteller nicht auf diesem neumodischen digital-SchnickSchnack... oder hat soetwas noch nie gesehen.
zweiPhotonen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 30.04.2008, 10:14   #15   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Wägefehler bei Kochsalz bzw. Zucker-Einwaage?

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
In diesem Zusammenhang : Ich vertrete die Auffassung, dass an einer Analysenwaage grundsätzlich nicht " eingewogen " , sondern lediglich das genaue Gewicht von vorher grob "Eingewogenem" festgestellt werden sollte.
Wenn man Zeit hat, dann ..
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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