Allgemeine Chemie
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Alt 14.03.2008, 14:27   #1   Druckbare Version zeigen
west coast Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 218
Cuprate?

In Worten:
Kupfersulfatlösung + Natruimlauge -----> Kupferhydroxid + Natriumsulfatlösung

In Formeln:
Cu2++SO42- + 2Na+ + 2OH- ---> Cu(OH)2+2Na++ SO42-

So weit ist es klar, aber dann kommt:
2Cu2+ + 2SO42- + 4OH- welches ein Ergebnis von rot und pink sein soll.
Wie ist mein Lehrer auf 4OH-( diese 4 ist das Problem) gekommen und wo bleibt das Natrium.
Das Ergebnis von rot und pink nennt er eine alkalhalische Kupfersulfatlösung. Gibt es soetwas?

Fortsetzung folgt..
west coast ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.03.2008, 19:49   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Carbonsäure

Und was hat das mit einer Carbonsäure zu tun? Titel geändert.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2008, 20:00   #3   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Carbonsäure

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
{Cu(OH)_2(fest) \ + \ 2OH^- (aq) \ -> \ [Cu(OH)_4]^2^-}
Sicher, dass sich Kupfer(II)-hydroxid bei einem Überschuss an Hydroxid wieder auflöst?
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Alt 14.03.2008, 20:06   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Cuprate?

In konzentrierten Alkalilaugen löst sich Cu(II)-hydoxid mit tiefblauer Farbe merklich unter Bildung von Cupraten(II) ("Cuprite").

HoWi.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.03.2008, 20:37   #5   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Cuprate?

Beim Zufügen von NaOH zu einer wässrigen Kupfersalzlösung wird man Schwierigkeiten haben, eine Cupratbildung zu beobachten, schätze ich.
Wenn ich wieder im Labor bin, werde ich das mal ausprobieren.

Gruß,
Franz
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Alt 15.03.2008, 15:10   #6   Druckbare Version zeigen
west coast Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 218
Carbonsäure

Danke für die Antworten

Nun lasse ich die alkalische Kupfersulfatlösung mit einem Alkanal reagieren:
.............................. -
2Cu2+ + 2SO42- + 4OH-+ R-C=O| --->
............................... |
............................... H
........... -
Cu2O + R-C=O| +SO42- +2H2O
............. \ _
................ O-H
................. -

Welches ist nun die Carbonsäure und was ist mit dem Teilladung des Kupfers geworden(siehe das fett gedruckte)?
Wenn das rote die Carbonsäure ist, fällt auf dass die Carbonsäure im Vergleich zur den Alkanalen ein Sauerstoffatom mehr besitzt. Ist dies eine besondere Eigenschaft der Carbonsäure?

Hat das Zeit genommen.
west coast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2008, 17:49   #7   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Cuprate?

Zitat:
Zitat von FK Beitrag anzeigen
Beim Zufügen von NaOH zu einer wässrigen Kupfersalzlösung wird man Schwierigkeiten haben, eine Cupratbildung zu beobachten, schätze ich.
Mein Remy sagt dazu, dass sich frisch gefälltes Cu(OH)2 in Alkalilaugen merklich löst.

Bei mäßiger Laugenkonzentration geht Cu(OH)2 vorwiegend kolloid in Lösung. Bei hoher Laugenkonzentration liegt dann [Cu(OH)4]2- vor. Also lag FKS richtig.
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Alt 15.03.2008, 22:16   #8   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Cuprate?

Ich habe nicht die Spur eines Zweifels, dass dem so ist, da mein HoWi dasselbe sagt...

Dass man die Reduktion von Cu(II) in alkalischer Lösung in Gegenwart eines Komplexbildners durchführt, der das Ausfallen von Cu(OH)2 verhindert, hat aber seinen Grund...

@west coast: ich schätze, ihr habt den Versuch nur auf dem Papier gemacht, oder?

Gruß,
Franz
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Alt 16.03.2008, 14:20   #9   Druckbare Version zeigen
west coast Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 218
AW: Cuprate?

Nee so richtig mit Bunsenbrenner und Flüssigkeiten
west coast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2008, 14:41   #10   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Cuprate?

Und als Alkanal habt ihr was verwendet?

Gruß,
Franz
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Alt 16.03.2008, 16:49   #11   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Cuprate?

Ich zäume das Ganze nochmal von vorn auf...

Es geht um die Reduktion von Cu(II) mit Aldehyden. Die muss im Alkalischen durchgeführt werden, da nur dann das Reduktionsvermögen der Aldehyde groß genug ist. Ein Ausfallen von Cu(OH)2 muss hierbei vermieden werden, denn dieses zersetzt sich beim Erhitzen zu schwarzem CuO. Also komplexiert man die Cu-Ionen. Das geht mit verschiedenen Komplexbildnern; dazu gehören auch Kohlenhydrate (Trommersche Probe). Hat man also etwa Glucose als Reduktionsmittel vorliegen, braucht man keinen zusätzlichen Komplexbildner - das macht die Glucose selber, vorausgesetzt, die stöchiometrischen Verhältnisse passen.
Siehe auch: http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=48185&goto=nextnewest
Tetrahydroxocuprat bildet sich hierbei nicht.

Ein zu hoher pH-Wert muss afaik vermieden werden, da falsch-positive Resultate rauskommen können.

Gruß,
Franz
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Alt 16.03.2008, 18:43   #12   Druckbare Version zeigen
west coast Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 218
AW: Carbonsäure

Zitat:
Und als Alkanal habt ihr was verwendet?
Komischerweise hat der Lehrer nur Alkanal angegeben (Ich glaube es war eine gefälschte Version von Methanal, da reine Alkanale sehr teuer sind. Soll, aber die gleiche Wirkung erzeugen).

Wir wollten einfach nur feststellen, ob Alkanale oder Alkohole leichter zu oxidieren sind.
Bei den Alkoholen, ließen wir Methanol mit Kupferoxid reagieren. Dabei ist ein Alkanal CCOH + Cu – H2O entstanden.
Kupfer ist reduziert und Ethanol oxidiert worden. .

Bei den Alkanalen, ließen wir Methanal mit einem Fehling reagieren. Aber davor haben wir verschiedene Flüssigkeiten reagieren lassen (Kupfersulfatlösung mit Natriumlauge mischen und erhitzen. Kupferhydroxid und Natriumsulfat soll dabei entstanden sein. Es war fest und blau. Dann schütteln, dann war es wieder flüssig. Dann auf jeden fall, dem Kupfersulfatlösung, das aus dem Schütteln entstanden ist, Methanal dazu gegeben und anschließend erhitzt. Die Flüssigkeit darin hat so richtig gespritzt. Die Lösung darin ist rot, orange geworden.

Festgestellt haben wir, dass das Alkanal bei der Reaktion mit dem Fehling zu Carbonsäure oxidiert ist, da die Oxidationszahl von dem Alkanal von (+1) auf +3 (Carbonsäure) positiver geworden ist.
Kupfer ist reduziert worden, da die Oxidationszahl von +2 nach +1 negativer geworden ist.
(In der alkalischen Kupfersulfatlösung hatten wir Cu2+. Danach in der Carbonsäure Cu2O, welches er von 4OH genommen hat.)

Cu2+ ->> 2Cu(+1)O(-2)

R-C(+1)OH=Alkanal R-C(+3)OOH=Carbonsäure

dIE ZAHLEN IN kLAMMERN=oXIDATIONSZAHLEN.
west coast ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2008, 18:48   #13   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Carbonsäure

Zitat:
Zitat von west coast Beitrag anzeigen
Komischerweise hat der Lehrer nur Alkanal angegeben (Ich glaube es war eine gefälschte Version von Methanal, da reine Alkanale sehr teuer sind.
Das ist echt originell...

Zitat:
Bei den Alkoholen, ließen wir Methanol mit Kupferoxid reagieren.
Auf welche Weise?

Gruß,
Franz
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Alt 16.03.2008, 18:57   #14   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Cuprate?

Wer Methanal nachmacht oder verfälscht, oder nachgemachtes oder verfälschtes sich verschafft und in Verkehr bringt, wird mit Zuchthaus nicht unter zwei Jahren bestraft.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2008, 19:01   #15   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Cuprate?

Das sind noch milde Strafen: im Mittelalter wurden Aldehydfälscher gern mal gehängt...

Gruß,
Franz
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