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Alt 03.03.2008, 22:27   #1   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 29
chemisches gleichgewicht...

hallo,

wir müssen ein protokoll schreiben und ich versteh nicht ganz den sinn des experiments. dieses experiment gibts aber schon einige male, dennoch versteh ich es nicht ganz! wär echt cool, wenn mir jemand helfen kann!

also zur durchführung:

- man misst 10ml Silbernitratlösung und eisen(III)sulfatlösung
- diese vermischt man im becherglas
- 10 min stehen lassen
- im reagenzglas abfiltrieren (filter wird aufgehoben)
- Filtrat verteilt man auf 3 reagenzgläser und gibt folgende Reagenzien hizu:

1. einige tropfen salzsäure
2. Kaliumhexacyanoferrat(III)lösung
3. ammoniuthiocyanat

- den Rückstand im Filter mit dest. Wasser waschen bis das Filtrat mit HCL uns mir Kaliumhexacyanoferratlösung keine pos. reaktion mehr zeigt
- im Filter etwa bis zur Hälfte Eisen(III)nitratlösung geben
- das Filtrat wird aufgefangen und wiederrum mit HCL und Kaliumhexacyanoferratlösung überprüft

Also ich verstehe nicht, was dieses Experiment genau mit dem Chemischen Gleichgewicht zu tun haben soll....ich hoffe jemand kann mir helfen!

danke im vorraus.
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sleepingtiger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.03.2008, 23:31   #2   Druckbare Version zeigen
hell Männlich
Mitglied
Beiträge: 180
AW: chemisches gleichgewicht...

Was bedeutet denn chemisches Gleichgewicht und was sagt dieses aus?
__________________
Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.
Albert Einstein
hell ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2008, 01:35   #3   Druckbare Version zeigen
metallocen Männlich
Mitglied
Beiträge: 2
AW: chemisches gleichgewicht...

Hi

Zuerst mal zum Experiment: Silbernitrat reagiert mit Eisensulfat zum begrenzt wasserlöslichen Silbersulfat (stehen lassen zum Einstellen des Gleichgewichts).
Durch die begrenzte Wasserlöslichkeit sind im Filtrat sowohl noch Ag+ als auch Fe3+ Ionen nachzuweisen:
1) HCl reagiert mit den restlichen Ag+ Ionen zum schwerer löslichen AgCl
2) Hier dürfte ein Fe2+ mit einem Fe3+ zu Berliner Blau oder Turnbulls Blau reagieren
3) Thiocyanat reagiert mit Fe3+ zum roten Eisenrhodanid

Durch diese Nachweise wird gezeigt, dass sich sowohl noch Fe als auch Ag Ionen im Filtrat befinden

Beim Waschen mit Wasser (kalt) löst sich zwar wieder ein geringer Teil an Silbersulfat, doch diese Menge liegt unter der Nachweisgrenze mit den nachfolgenden Reagenzien (HCl und Hexacyanoferrat)

Nun meine Frage: Wird wirklich Eisen(III)nitrat oder Eisen(III)sulfat zugegeben?

Metallocen
metallocen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2008, 22:05   #4   Druckbare Version zeigen
metallocen Männlich
Mitglied
Beiträge: 2
AW: chemisches gleichgewicht...

Hallo
War gestern schon etwas übermüdet

Folgender Vorschlag

Reaktionsgleichung

Gleichgewicht.skc

Ich hoffe der Anhang lässt sich öffnen

Im Filter befindet sich nach dem Waschen nur noch Silbersulfat. Wird nun ein Überschuß an Eisennitrat-Lösung zugegeben, stellt sich das Gleichgewicht erneut ein unter Bildung von AgNO3 und Eisensulfat. Somit befinden sich im Filtrat Ag+ Ionen, die mit HCl erneut nachgewiesen werden können.

Hoffe die Erklärung reicht
lG
metallocen ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.03.2008, 22:08   #5   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: chemisches gleichgewicht...

skc als jpg
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Alt 09.03.2008, 17:27   #6   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

also, erstmals möchte ich mich für die späte Antwort entschuldigen und bedanke mich für die Beiträge...

Natürlich handelt es sich um Eisen(II)sulfat...das war mein Fehler. Wir sollen zur jeder Reaktion Reaktionsgleichungen aufstellen...

Ich habe das jetzt soweit verstanden:

Silbernitrat-Lösung reagiert mit Eisen(II)sulfat-Lösung zu Eisen(III)nitrat und Silbersulfat:

Ag++ NO3- + Fe2++ SO42- --> Fe3++ 3NO3-+ Ag2SO4

Ist das soweit richtig?

Das 10 Minuten Stehen lassen dient zum Einstellen des Gleichgewichts...

Dann wird ja das Gemisch abfiltriert und auf 3 Reagenzgläser verteilt. Folgende Gemische werden zugegeben:

1.) einige Tropfen Salzsäure

Oxidation: 2 Ag + 2 HCl --> 2 AgCl + 2 H+ + 2e-
Reduktion: 2 H+ + 2e- --> H2

Was passiert denn mit Eisennitrat?

2.) Kaliumhexacyanoferrat(III)-Lösung

Fe2+ + [Fe(CN)6]3- --> Fe3+ + [Fe(CN)6]4-

Die Fe2+-Ionen stammen doch aus der Eisen(II)lösung nicht wahr?? Also da ein Gleichgewicht herrscht, sind genauso viel Edukte wie Produkte vorhanden...deshalb reagieren diese Eisen(II)Ionen mit den Eisen(III)Ionen des Kaliumhexacyanoferrats zu Berliner Blau...stimmt das soweit?

3.) Ammoniumthiocyanat

Diese Reaktionsgleichung fällt mir schwer, ich habs aber mal versucht:

Fe3+ + 3SCN- --> Fe(SCN)3

Kann man diese Gleichung so stehen lassen?

So, dass zu den Gleichungen. Meine Lehrerin meinte, es gibt eine Grundgleichung die wir herausfinden müssen, ich verstehe aber nicht ganz was sie meint...
Außerdem hat sie uns folgende Fragen mitgegeben:

1.) Läuft die Hinreaktion vollständig ab?
2.) Was kann man über die Rückreaktion aussagen?
3.) Was befand sich im Filter? (Silbersulfat?)
4.) Weshalb ist das Waschen des Filterrückstandes notwendig?

Ich bedanke michh für alle Beiträge, die sind echt hilfreich. Ich hoffe, ihr könnt mir noch weiterhelfen mit den ganzen Fragen!

Vielen Dank.
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Alt 09.03.2008, 18:30   #7   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

ja, stimmt...oh man schon gleich am anfang ein fehler...hoffe, die anderen gleichungen sind wenigstens annähernd richtig
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Alt 09.03.2008, 23:42   #8   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

Okay, das ist mir dann jetzt auch klar geworden...

Nun bin ich mit meinem Protokoll fast fertig, mir fehlt aber nur noch der letzte Vorgang. Also, das Filter wird ja mit destilliertem Wasser gewaschen, bis das Filtrat mit Salzsäure und Kaliumhexacyanoferrat(III)-Lösung keine positive Reaktion mehr zeigt, d.h. also bis keine Silber- bzw. Eisen-Ionen vorhanden sind, die nachgewiesen werden können, richtig?
Dann wird in das Filter Eisen(III)nitrat zugegeben, d.h. also das Gleichgewicht stellt sich erneut ein. Mit Salzsäure und Kaliumhexacyanoferrat kann man das überprüfen, da dadurch die Eisen- und Silberionen nachgewiesen werden.

Nun meine Fragen von vorhin...Die Hinreaktion läuft nicht vollständig ab, es hat sich ein Gleichgewicht eingestellt, stimmts?? Dies gilt dann auch für die Rückreaktion...

Im Filter befand sich vor dem Waschen Silberionen und Eisenionen, nach dem waschen Silbersulfat und Eisennitrat? Was mir noch nicht klar ist, weshalb es notwendig ist, das Filterrückstand zu waschen!

ICh würde mich freuen, wenn mir jemand noch diese letzten Fragen beantworten könnte und mich verbessern könnte, wenn ich irgendwo falsch liege. Vielen dank
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Alt 10.03.2008, 14:05   #9   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

ja, das ist dann einfach andersrum, liegt dann nicht die lösung vor, die am anfang benutzt wurde? also die orangene lösung?
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Alt 10.03.2008, 16:34   #10   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

im filter befindet sich ja wie sie schon gesagt haben, silber. wenn man jetzt eisen(III)nitratlösung dazu gibt, dann entstehen doch wieder fe2+ und ag+ ionen oder nicht?
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Alt 10.03.2008, 17:22   #11   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

ja...da haben sie recht!
wissen sie auch warum das waschen des filterrückstandes notwendig ist?
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Alt 10.03.2008, 17:45   #12   Druckbare Version zeigen
sleepingtiger weiblich 
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Themenerstellerin
Beiträge: 29
AW: chemisches gleichgewicht...

Okay, vielen Dank für ihre Hilfe!

Bin jetzt endlich mit meinem Protokoll fertig...!
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