Allgemeine Chemie
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Alt 16.02.2008, 20:58   #1   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Hallo,

ich bräuchte dringends eure Hilfe.

Wie kann man herausfinden, in was für eine Säuren zb Zink, Kupfer und Silber gelöst werden können?

Zb ist ja Zink in HCl löslich. Kupfer und Silber aber nicht.
Wie kann man also bestimmen bzw an Reaktionsgleichungen erkennen, dass Kupfer in HCl nicht löslich ist? Und wie kann ich herausfinden, in was für einer Säure ich Kupfer lösen kann?

Ich danke für eure Hilfe/Tips schonmal im Vorraus.


Euer Phoenix
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2008, 21:02   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Was für Reaktionen laufen denn da ab? Bzw. nicht ab?
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2008, 21:11   #3   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Also, zb die Reaktionsgleichung von Zink und HCl würde ja so aussehen:


{Zn + 2 HCl   \rightarrow  ZnCl_2 + H_2}

Das würde heißen, dass das Zink um 2 Elektronen reduziert wird welche an das {H_2} abgegeben wurden.

Wenn ich jetzt Kupfer und HCl reagieren lassen würde, dann müsste es doch so aussehen:

{Cu + 2 HCl   \rightarrow  CuCl_2 + H_2}
Wo dann das KUpfer 2 Elektronen dem Wasserstoffmolekül gegeben hat.
Aber angeblich soll diese Reaktion nicht möglich sein. Aber wieso nicht?
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2008, 21:14   #4   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Das sieht man an der elektrochemischen Spannungreihe

http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrochemische_Spannungsreihe

Alle Metalle die ein E0 < 0 V haben, lösen sich unter H2-Entwicklung.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 17.02.2008, 00:17   #5   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Ah, danke

Ich hoffe, es ist ok wenn ich dann dazu noch ein paar Fragen stelle. Um zu gucken, ob ich das ganze auch wirklich richtig kapiert habe. Denn ein paar Unklarheiten sind noch aufgetaucht.


Also, nach dieser Elektrochemischen Spannungsreihe bilden die edlen Metalle mit einem positves Standartpotential kein Wasserstoff, richtig?

Bringt man nun ein edles Metall in verbindung mit der Salpetersäure, so entsteht IMMER (?) das oxidierte Metall, Stickstoffdioxid und Wasser?
Wäre dann die Reaktionsgleichung mit Kupfer und Silber so richtig?
{Cu + 2 HNO_3 + 2H^+ \rightarrow Cu^{2+} + 2NO_2 + 2H_2O}
{Ag + 2 HNO_3 + 2H^+ \rightarrow Ag^{2+} + 2NO_2 + 2H_2O}

Sollten diese beiden Reaktionsgleichungen richtig sein, dann frage ich mich, woher man weiß, dass die Oxidationsstufe von Kupfer und Silber +II ist.
Denn für Cu wären doch die Oxidationsstufen +I und +II möglich.
Und für Ag +I, +II und +III.

Kämen dann auch noch andere Säuren in frage, die das Lösen von edlen Metallen ermöglichen? Oder ist es nur mit der Salpetersäure möglich? Wenn ja, wieso?


Und ich kann es nur nochmal erwähnen, dass ich euch unendlich dankbar bin für eure Hilfestellungen. Vielen, vielen dank.
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2008, 00:30   #6   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Zitat:
Kämen dann auch noch andere Säuren in frage, die das Lösen von edlen Metallen ermöglichen?
Ein bekanntes Beispiel ist Königswasser (Salpetersäure + Salzsäure), das Gold und Platin auflöst, weil diese beiden Metalle Chlorokomplexe bilden. Durch die Komplexbildung werden die Metallionen aus dem Gleichgewicht entfernt und das Metall löst sich auf. Mit Salzsäure oder Salpetersäure allein passiert nichts.

Gruß,
Franz
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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2008, 09:37   #7   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Und mit Königswasser wird man dann auch bestimmt Kupfer und Silber lösen können, oder?

Und ich habe noch ein bisschen versucht mich zu informieren. In der Rekationsgleihcung mit dem Silber muss doch ein Fehler liegen. Glaube ich ... so wie ich bisher gesehen habe, oxidiert das silber nur zu einem {Ag^+ }und nicht {Ag^{2+}}
Das heißt, die Reaktionsgleichung dürfte hier falsch sein:
Zitat:
Zitat von Phoenix8686 Beitrag anzeigen
{Ag + 2 HNO_3 + 2H^+ \rightarrow Ag^{2+} + 2NO_2 + 2H_2O}
Und richtig könnte eventuell sein:

{Ag + HNO_3 + H^+ \rightarrow Ag + NO_2 + H_2O}

Aber woher weiß ich, welche Oxidationsstuffen möglich sind und welche nicht. Kann man das irgendwie herausbekommen?
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2008, 10:59   #8   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Vielleicht habe ich die Antwort zu der Frage:

Aber woher weiß ich, welche Oxidationsstuffen möglich sind und welche nicht. Kann man das irgendwie herausbekommen?

Aber ich würde es gerne von euch bestätigt haben.
Liegt es vielleicht daran, dass CU zu {Cu^{2+}} und Ag zu {Ag^{1+} }oxidieren, weil es die bevorzugte Oxidationsstufe ist?
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2008, 13:14   #9   Druckbare Version zeigen
Phoenix8686 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 10
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Zitat:
Zitat von ehemaliges Mitglied Beitrag anzeigen
{Ag + HNO_3 + H^+ \rightarrow Ag^+ + NO_2 + H_2O}

Wenn man die Oxidationszahlen aller Atome einer Formeleinheit bis auf eine kennt , dann ergibt sich die nicht bekannte Oxidationszahl nach der folgenden Regel : Die Summe der Oxidationszahlen aller Atome einer Formeleinheit ist gleich der Ladungszahl der Formeleinheit.
Aber das lässt sich doch dann bei Silber (oder auch Kupfer) nicht erkennen, wieviele Elektronen sie abgeben. Man könnte doch dann auch annehmen, dass folgendes passieren könnte:

{Ag + 2 HNO_3 + 2H^+ \rightarrow Ag^{2+} + 2NO_2 + 2H_2O}

Also, was ich sagen will, es ist anhand dieser Reaktion nicht ersichtlich um wieviele Elektronen das Silber oxidiert, oder? Zumindest erkenne ich es nicht.
Ich würde es halt nur deswegen als falsch bezeichnen, weil die bevorzugte Oxidationsstufe von Silber 1+ ist.

Desweiteren wollte ich noch fragen:

1. Entstehen bei der Reaktion von edel Metallen (Cu, Ag und Hg) mit Salpetersäure IMMER Stickstoffdioxid, Wasser und das reduzierte Metall?

2. Kann man diese edlen Metalle auch mit Schwefelsäure und Jodwasserstoff lösen?

3. Kann die Salzsäure die edel Metalle nur deshalb nicht lösen, weil die edel Metalle (aufgrund der elektrochemischen Spannungsreihe) kein Wasserstoff bilden können?

4. Reagiert die Salpetersäure nicht mit den unedlen Metallen? Wenn ja, dann vielleicht aus dem Grund, dass kein Wasserstoff gebildet werden kann?
Phoenix8686 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.02.2008, 13:21   #10   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Bestimmung, in was für säuren z.B. Zn,Cu, Ag löslich sind

Viele Fragen auf einmal...
Salpetersäure reagiert auch mit unedlen Metallen. Wenn sie stark verdünnt ist, entwickelt sich sogar Wasserstoff. Manche unedlen Metalle (Eisen z. B.) werden von konz. Salpetersäure "passiviert" und lösen sich nicht.
Mit nicht gaz so konzentrierter HNO3 entsteht NO statt NO2.

Dass Silber sich als Ag+ und nicht als Ag2+ löst, muss man lernen oder am Normalpotential ablesen.
Silber wird von Iodwasserstoffsäure angegriffen, wobei sehr schwerlösliches AgI entsteht. In konz. Schwefelsäure kann man es in der Wärme lösen, wobei das Silber oxidiert und die Schwefelsäure zu schwefliger Säure reduziert wird.

Gruß,
Franz
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