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Alt 16.02.2008, 17:01   #1   Druckbare Version zeigen
moechtegernChemiker  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Reinheit in Bezug auf Schmelzpunkt

Hallo,

ich würde gern die Reinheit in Bezug auf die Schmelzpunkttemperatur eines Stoffes erklärt haben. Habe auch schon im Internet recherchiert, aber nichts wirkliches zu diesem Thema gefunden. Auf einer Internetseite wurde folgendes geschrieben:
"Eine organische Verbindung gilt dann als rein, wenn sie einen scharfen Schmelzpunkt hat, d.h. wenn die in einem Temperaturbereich von höchstens 1°C schmilzt. Verunreinigte Substanzen haben einen erniedrigten Schmelzpunkt und schmelzen unscharf über einen relativ weiten Temperaturbereich."
Bedeutet dies nun, dass ein Stoff erst dann als rein gilt, wenn er bei höchstens 1°C schmilzt, also als unrein gilt, wenn er bei einem Wert von unter 1°C schmilzt?

Bin dankbar für jede Antwort
moechtegernChemiker ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2008, 17:13   #2   Druckbare Version zeigen
Tobias_1989 Männlich
Mitglied
Beiträge: 155
AW: Reinheit in Bezug auf Schmelzpunkt

Das heißt nicht bei 1°C. Jeder Stoff hat einen speziefischen Schmelzpunkt (z.B. Benzoesäure : 122,1°C) und der AStoff gilt als rein, wenn die Benzoesäure in einem Bereich von +- 1°C um seinen eigenen Schmelzpunkt herum schmilzt (also z.B. 121,3°C)

Gruß
Tobias
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Tobias_1989 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 16.02.2008, 17:19   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Reinheit in Bezug auf Schmelzpunkt

Je nach Literaturquelle können die Angaben aber auch unterschiedlich sein. Ein scharfer Schmelzpunkt, der ein wenig von dem angegebenen abweicht ist im Zweifelsfall immer noch besser als ein unscharfer Schmelzpunkt, der letzendlich "eher trifft".

Ein weiterer Punkt wären Mischschmelzpunkte: man nimmt einen kleinen Teil eigener Substanz und einen kleinen Teil einer definierten Reinsubstanz und gibt die beide in ein Schmelzpunktröhrchen. Auch so lassen sich Aussagen treffen.

Wichtig ist auch, das die Probe wirklich trocken ist. Wenn noch Lösungsmittelreste und/oder Wasser anhaften, merkt man das idR auch recht schnell...

Parallel dazu kann man auch noch weitere Reinheitsbestimmungen durchführen wie z.B. IR oder NMR; je nachdem ob das nötig ist oder nicht. Bei weißer, kristalliner Benzoesäure mit scharfem Schmelzpunkt beispielsweise brauchts das wohl eher nicht
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.02.2008, 17:37   #4   Druckbare Version zeigen
KHW  
Mitglied
Beiträge: 438
AW: Reinheit in Bezug auf Schmelzpunkt

Zitat:
Zitat von kaliumcyanid Beitrag anzeigen
Parallel dazu kann man auch noch weitere Reinheitsbestimmungen durchführen wie z.B. IR oder NMR; je nachdem ob das nötig ist oder nicht.
ich bezweifle, dass Du mit IR kleinere (<5%) Verunreinigungen erkennen kannst. DSC ist fuer sehr reine, kristalline Verbindungen die Methode der Wahl.
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K.H.W.
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