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Alt 12.02.2008, 12:56   #1   Druckbare Version zeigen
biemax weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 42
elektronische übergänge

Hallo!

Kann mir mal bitte jemand sagen, was ich denn nun genau unter pi- pi* übergänge verstehen kann, oder auch unter n- pi* übergängen? ich hab leider garkeine ahnung und auch kein material gefunden, wo man das mal einfach nachlesen kann.

gruß und danke!!
biemax ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 13:04   #2   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: elektronische übergänge

Hi,
das sind elektronische Übergänge z.B. bei der Lichtabsorption von Molekülen. Beim Zusammentreffen von Photonen und Elektronen wird die Photonenenergie an die Elektronen "übergeben". Das wird nun zu einem Übergang in ein höheres Energieniveau gezwungen.
pi, pi*, n sind Orbitalbezeichnungen, in denen sich das Elektron aufhalten darf.

Gruß
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Alt 12.02.2008, 13:08   #3   Druckbare Version zeigen
biemax weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 42
AW: elektronische übergänge

Danke erstmal für die antwort, aber ich versteh die bezeichnung pi oder n orbital überhaupt nicht.mir sind die einfachen s, p, d orbitale und so bekannt...
Wieso nennt man die orbitale dann aufeinmal anders, wenn das molekül angeregt wird.. die orbitale sind und bleiben doch die gleichen??
biemax ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 13:14   #4   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: elektronische übergänge

Hi,
s,p,d, sind doch Atomorbitale die anderen Sind Molekülorbitale. Da muss man nen Unterschied machen.
Wenn's dich genau interessiert, ich finde bei Wikipedia sind die Orbitale schön beschrieben.

Gruß
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Alt 12.02.2008, 13:28   #5   Druckbare Version zeigen
Brev Männlich
Mitglied
Beiträge: 15
AW: elektronische übergänge

Servus,

wie "Name" schon erwähnt hat, solltest du dir am besten die Molekülorbitaltheorie angucken. Z.B. bei ChemLin oder Chemieplanet.
Wenn du deine bekannten Atomorbitale bedingt miteinander verschmilzt (linearkombinierst), dann erhälst du die Molekülorbitale, womit du z.B. rel. einfach über Kästchenmodelle Elektronenverteilungen in einem Molekül "darstellen" kannst.

Gruß
Brev ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 14:07   #6   Druckbare Version zeigen
Noctum Männlich
Mitglied
Beiträge: 930
AW: elektronische übergänge

Ja, schau dir die MO-Theorie mal an. Im Prinzip sind {\sigma -e^-} Elektronen aus Einfachbindungen, {\pi -e^-} sind Doppelbindungselektronen und {n-e^-} sind nichtbindende Elektronen. Ein Übergang {\sigma \rightarrow \sigma^*} bedeutet, dass ein {\sigma}-Elektron zum Übergang von einem bindenden in ein antibindendes Orbital angeregt wurde.

Gruß
Noctum ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 14:41   #7   Druckbare Version zeigen
biemax weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 42
AW: elektronische übergänge

Ein Übergang {\sigma \rightarrow \sigma^*} bedeutet, dass ein {\sigma}-Elektron zum Übergang von einem bindenden in ein antibindendes Orbital angeregt wurde.

OK, danke erstmal, heißt das dann aber , dass jegliche anregungszustände dann in einem antibindenden zustand vorliegen?!
biemax ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 15:41   #8   Druckbare Version zeigen
Suppenname Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.704
AW: elektronische übergänge

Nein. Anregung bedeutet fast immer, dass eine Bindung geschwächt wird, da in der Regel aus einem bindenden MO in ein antibindendes oder nichtbindendes MO angeregt wird. Das muss allerdings nicht heißen, dass das Molekül dabei kaputt geht.
__________________
"Der Bodenzucker der Süßen Wüste ist ein süßlich schmeckender, in Wasser und Alkohol, aber nicht in Äther löslicher Kohlehydratkörper, der mit Phenylhydrazin Osazone bildet, und zwar, je nach der Anzahl der Kohlenstoffatome im Molekül, Triosen, Tetrosen, Pentosen, Hexosen, Heptosen, Oktosen und Nonosen."
aus dem >Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung< von Prof.Dr.Abdul Nachtigaller

Fuppes
Astronomy Domine
Suppenname ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 12.02.2008, 19:07   #9   Druckbare Version zeigen
biemax weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 42
AW: elektronische übergänge

ok, danke,

jetzt hoffe ich, dass mir mal jemand folgende frage beantworten kann.

welchen elektrischen übergängen sind die absorptionsbanden beim chlorophyll zuzuordnen?

also antwort wurde unklar gesagt, dass bei chlorophyll nur n pi* übergänge und pi pi* übergänge möglich sind und somit die übergänge bei den absorptionsbanden nur pi pi* übergänge sind.

ich versteh das aber nicht..
kann jemand was damit anfangen?
biemax ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 12.02.2008, 20:06   #10   Druckbare Version zeigen
Noctum Männlich
Mitglied
Beiträge: 930
AW: elektronische übergänge

Also auch bei Chlorophyll finden sicherlich {\sigma\rightarrow\sigma^*} Übergänge statt .. ich denke mal das diese ausgeschlossen wurden liegt am Wellenlängenbereich. Um {\sigma\rightarrow\sigma^*} Übergänge anzuregen braucht es Vakuum-UV Licht im Bereich von 150nm. Üblicherweise wird in heutigen UV/VIS Spektrometern aber erst so ab 200nm gemessen - d.h. {\sigma\rightarrow\sigma^*} liegt nicht im messbaren Bereich.

Ansonsten würde ich auch sagen, dass sowohl {\pi\rightarrow\pi^*} als auch {n\rightarrow\sigma^*} und {n\rightarrow\pi^*} Übergänge angeregt werden. Im Spektrum dominieren werden aber auf jeden Fall die {\pi\rightarrow\pi^*} Übergänge, da diese teilweise um den Faktor 1000 empfindlicher (intensiver) sind als n-Übergänge.

Gruß
Noctum ist offline   Mit Zitat antworten
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