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Allgemeine Chemie Fragen zur Chemie, die ihr nicht in eines der Fachforen einordnen könnt, gehören hierher.

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Alt 07.02.2008, 14:42   #1   Druckbare Version zeigen
Zerwas weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Hallöchen!

Ich habe in den Semesterferien mein erstes OC-Praktikum und uns wurde empfohlen, beim Umgang mit bestimmten Stoffen (z.B. Dichlormethan) geeignete Schutzhandschuhe zu tragen.

Ich habe inzwischen auch eine Tabelle gefunden, in der gebräuchliche Lösungsmittel und dazu geeignte Handschuhmaterialien dargestellt sind ( http://userpage.chemie.fu-berlin.de/~tlehmann/handschuh.html ). Jedoch finde ich keinen Händler, der die entsprechenden Handschuhe an Privatkunden verkauft - nur Großhändler.

Könnt ihr mir einen Online-Shop empfehlen, der Chemikalienschutzhandschuhe verkauft?
Zerwas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 14:45   #2   Druckbare Version zeigen
Akkordeon1987 weiblich 
Uni-Scout
Beiträge: 2.343
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Bei uns kann man sowas im Chemikalien- und Glasgeräte-Lager in der Uni erwerben. Ist bei euch sicher ähnlich, oder einfach mal im Jahrgang drüber fragen.
__________________
Fachfragen bitte im Forum stellen, nicht via pn, mail, oder ICQ. Danke.
Akkordeon1987 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 07.02.2008, 14:51   #3   Druckbare Version zeigen
Suppenname Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.704
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Wenn du ein Praktikum machst, ist die Praktikumsleitung verpflichtet, dich mit geeigneten Schutzvorrichtungen auszustatten. Wenn das Praktikum and der Uni ist, mach dir darüber mal keine Sorgen. Da sollten eigentlich im Saal genügend viele Handschuhe rumstehen.
__________________
"Der Bodenzucker der Süßen Wüste ist ein süßlich schmeckender, in Wasser und Alkohol, aber nicht in Äther löslicher Kohlehydratkörper, der mit Phenylhydrazin Osazone bildet, und zwar, je nach der Anzahl der Kohlenstoffatome im Molekül, Triosen, Tetrosen, Pentosen, Hexosen, Heptosen, Oktosen und Nonosen."
aus dem >Lexikon der erklärungsbedürftigen Wunder, Daseinsformen und Phänomene Zamoniens und Umgebung< von Prof.Dr.Abdul Nachtigaller

Fuppes
Astronomy Domine
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Alt 07.02.2008, 20:08   #4   Druckbare Version zeigen
Zerwas weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Hallo!

Erstmal danke für die Antworten.

Ich habe in der Tat noch nicht daran gedacht, dass es in der Geräte- oder Chemikalienausgabe Handschuhe geben könnte (dabei ist das so naheliegend!). Ich werde morgen mal fragen.

Dass die Universität Schutzhandschuhe bereit stellt, wäre mir neu. Ich habe zwar gerade in der GefStoffVO nachgeschlagen - eigentlich wäre die Universtität zur Bereitstellung verpflichtet (ab Schutzstufe 2), aber das wird doch in der Regel anders gehandhabt - z.B. Kittel und Schutzbrillen muss doch normalerweise jeder Student selbst kaufen; Handschuhe dürften da keine Ausnahme sein.

Ich werde aber zur Sicherheit mal bei der Praktikumsleitung nachfragen.
Zerwas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 20:12   #5   Druckbare Version zeigen
Suppenname Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.704
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Kittel und Schutzbrille kann man bei uns unentgeltlich ausleihen, kauft sich aber jeder selber, da man das Zeug dann doch jeden Tag braucht und die gekauften Schutzbrillen auch besser aussehen als die Möhren, die man sich leihen kann. Handschuhe sind Verbrauchsgüter, die werden gestellt. Ebenso wie Reagenzgläser usw.
__________________
"Der Bodenzucker der Süßen Wüste ist ein süßlich schmeckender, in Wasser und Alkohol, aber nicht in Äther löslicher Kohlehydratkörper, der mit Phenylhydrazin Osazone bildet, und zwar, je nach der Anzahl der Kohlenstoffatome im Molekül, Triosen, Tetrosen, Pentosen, Hexosen, Heptosen, Oktosen und Nonosen."
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Fuppes
Astronomy Domine
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Alt 07.02.2008, 20:19   #6   Druckbare Version zeigen
TScheidt Männlich
Mitglied
Beiträge: 109
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

"wurde empfohlen, beim Umgang mit bestimmten Stoffen (z.B. Dichlormethan) geeignete Schutzhandschuhe zu tragen."

Gerade da gehen die Meinugen aus einander, denn das Zeug geht sogar durch KAT III in wenigen Minuten durch, und die Hautporen im Handschuh sind geöffnet. Spezielle Dichlo-Handschuhe gibt's glaub ich nicht.
Aber im allgemeinen ich es sinnvoll welche der KAT. III anzuschaffen.

In Arbeitsbedraf-Läden gibt's Kat III schon ab 9€ das sollte es wert sein. Vorsicht im Baumakt wenn nicht KAT III drausteht ist es auch nicht , nix erzählen lassen!
TScheidt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 20:24   #7   Druckbare Version zeigen
Akkordeon1987 weiblich 
Uni-Scout
Beiträge: 2.343
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

also wir mussten Handschuhe selbst kaufen. So eine Packung Nitril-Handschuhe kostete ca. 5 Euro... und das war in AC auch schon kostspielig genug wo man nicht immer für alles welche an hatte... hoffe das OC Praktikum wird dann nicht allzu teuer, ich nehm nämlich auch lieber einmal "zuviel" ein neues Paar als zu wenig... ich hab sowieso gelernt, dass man egal welcher Handschuh davon ausgehen muss, dass so ziemlich alles in kürzester Zeit durchgeht, also sobald auch nur der geringste Verdacht besteht, dass was drauf gekommen ist sofort ausziehen.
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Akkordeon1987 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 20:25   #8   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Kittel sind keine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und somit Privatvergnügen.
Schutzbrille ist PSA und somit vom Arbeitgeber zu stellen. Studenten sind hier Arbeitnehmern gleichgestellt => die Hochschule hat Schutzbrillen zu stellen.
Für Schutzhandschuhe gilt das gleiche wie für Schutzbrillen. Allerdings stellen Einweghandschuhe keine PSA nach der zugehörigen Norm EN 374 dar (Ausnahme ein Nitrilhandschuh der Fa. KCL), da der Penetrationstest in der Regel nicht bestanden wird. "Richtige Schutzhandschuhe" kosten aber gewaltig (da geht es dann im zweistelligen Eurobereich für ein Paar los). Daher haben sich diverse Hochschulen Auswege einfallen lassen, welche nicht immer ganz rechtskonform sind. So gibt es einige Hochschulen, welche die Studenten an den Kosten beteiligen.
Ein nicht ganz triviales Problem, welches auch unter den Fachkräften für Arbeitssicherheit bei den Hochschulen immer mal wieder aufkocht.
Als Student ist man formal wohl im Recht, wenn man die kostenfreie Ausstattung mit PSA fordert, ob das dann letztendlich dem Studium zuträglich ist muß jeder selbst entscheiden, zumal der erzieherische Faktor einer Kostenbeteiligung nicht zu verachten ist.
__________________
Vernünftig ist, dass die politischen Spitzen, wenn sie miteinander sprechen, darüber sprechen, wie mit der Sache umzugehen ist, wie ernst Vorwürfe zu nehmen sind und wie man damit umgeht, Vorwürfe zu besprechen, zu klären, zu verifizieren oder aus der Welt zu schaffen. (2013 Regierungssprecher Seibert)
Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 20:42   #9   Druckbare Version zeigen
Akkordeon1987 weiblich 
Uni-Scout
Beiträge: 2.343
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Zitat:
Zitat von Tiefflieger Beitrag anzeigen
zumal der erzieherische Faktor einer Kostenbeteiligung nicht zu verachten ist.
wie ist das zu verstehen? im Prinzip bekommt man doch nur mit, dass je mehr Handschuhe man benötigt das Praktikum umso teurer ist. Anstatt dann auf passend sauberes Arbeiten zu achten belassen es die meisten dann doch dabei die versifften Handschuhe nicht sofort auszuziehen "och war doch nur ein Spritzer"... ist finde ich eher kontraproduktiv... macht das nämlich auch nur einer im Labor der alles angrabbelt könnte der Rest im Prinzip immer die Handschuhe wechseln wenn man mit was andrem Kontakt hatte als den selbst gereinigten Glasgeräten (Griffe an Abzügen z.B.)
__________________
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Akkordeon1987 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 21:06   #10   Druckbare Version zeigen
Suppenname Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.704
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Ich kenne genug Leute, die quasi immer ohne Handschuhe arbeiten. Sie sagen, dann passen sie besser auf, bzw. bekommen gleich mit, wenn etwas auf der Haut ist. Wenn das Zeugs erstmal durch den Handschuh gesickert ist, was je nach LöMi ziemlich schnell geht, und dann auf die vom langen Handschuhtragen aufgeschwollene Haut trifft, ist das bestimmt nicht gesünder, als sich einfach ab und an mal die Flossen zu waschen und zu cremen.

Man braucht wirklich nicht für jeden Arbeitsschritt ein paar Handschuhe.
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Fuppes
Astronomy Domine
Suppenname ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 21:25   #11   Druckbare Version zeigen
Zerwas weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 3
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Ich bin bei der Laborarbeit normalerweise auch immer recht vorsichtig und wasche mir auch in regelmäßigen Abständen die Hände, selbst wenn ich nicht bemerkt habe, dass ich was abbekommen habe.

Aber so ganz verhindern kann ich es dann doch nie und manchmal kann man auch nichts dafür oder es war nichts abzusehen, dass doch was danebengeht.

Ich habe im Praktikum im zweiten Semester mal beim Umfüllen von Zentrifugengläschen eine Vollanalyse deren Inhalt aus leckeren Sachen wie Chrom, Zinn und konzentrierten Salzsäure bestand, auf die Hand bekommen - und obwohl ich die Hand sofort abgewaschen habe, hatte ich danach wochenlang einen Ausschlag auf der Hand, der mit Cortisonsalbe behandelt werden musste.

Ich ziehe es vor, derartige Vorkommnisse in Zukunft tunlichst zu vermeiden - selbst wenn ich mit den Handschuhen nicht stundenlang meine Hände in Dichlormethan baden kann, so schützen sie mich doch vor kleineren Kontaminationen.

Es ist nunmal so, dass auch kleine Kontaminationen auf der Haut Schäden anrichten können, vor allem, wenn man diesen über längere Zeit immer wieder ausgesetzt ist - und irgendwann hat man Neurodermitis oder übersensibilisierte Haut und fragt sich, woher es kommt. Ein Spritzer hier, ein Spritzer da und Ende Gelände.

Und es ist klar, dass nicht jeder Handschuh vor allem schützt, daher habe ich mich ja auch vorher kundig gemacht, welcher Handschuh für welches Lösungsmittel geeignet ist (siehe verlinkte Tabelle - für Dichlormethan wären z.B. Handschuhe aus PVA oder Viton geeignet).
Zerwas ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.02.2008, 21:53   #12   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 60.898
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Im Rückblick auf meine damalige Praktikumszeit:
Handschuhe?
Wieso? Wozu?
So kalt isses doch wirklich nicht im Labor...

Da gibts Extreme in der einen oder anderen Richtung...
Einer meiner Laboranten trug bei jeder Gelegenheit Handschuhe; ich sah ihn mit Handschuhen Zeitung lesen und auch die behandschuhten Hände unter fließendem Wasser waschen...
Muss ich extra erwähnen, dass es sich um Einmal-Untersuchungshandschuhe handelte?

Eine Laborantin hatte immer rote Hände, obwohl sie doch immer Handschuhe trug. Tja, die Rötung der Hände reichte genauso weit wie die Handschuhe. Fiel also nicht schwer, hinter die Latex-Allergie zu kommen...

Ich gehöre zur anderen Fraktion und trage Handschuhe, wenn es wirklich nötig ist - also beim Motorradfahren.
Im Labor gehts meistens ohne...

Gruß,
Franz
__________________
Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
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Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

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FK ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 08:48   #13   Druckbare Version zeigen
Tiefflieger Männlich
Moderator
Beiträge: 5.444
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Zitat:
Zitat von Akkordeon1987 Beitrag anzeigen
wie ist das zu verstehen? im Prinzip bekommt man doch nur mit, dass je mehr Handschuhe man benötigt das Praktikum umso teurer ist. Anstatt dann auf passend sauberes Arbeiten zu achten belassen es die meisten dann doch dabei die versifften Handschuhe nicht sofort auszuziehen ...
Ich denke so manch einer wird durch die finanzielle Beteiligung dazu animiert, Handschuhe nur dann anzuziehen, wenn sie auch benötigt werden. Weiterhin wird man zu sauberer Arbeitsweise angespornt
Kosten Handschuhe nichts und sind frei verfügbar, wird in der Regel auch sehr großzügig damit umgegangen. Da nimmt man statt eines Stopfens eben den behandschuhten Daumen um das Reagenzglas/den Meßkolben zu verschließen und kurz umzuschütteln. Es gibt nach dem Chemikalienrecht eine klare Regelung der Rangfolge der Schutzmaßnahmen
1. Technische Maßnahmen z.B. geschlossenes System
2. organisatorische Maßnahme (reduzierung der betroffenen MitarbeiterInnen)
3. persönliche Schutzausrüstung.
Somit ist PSA erst zulässig, wenn technische und organisatorische Maßnahmen keinen ausreichenden Schutz bieten.

Übrigens werden Chemikalienschutzhandschuhe in der Regel nur an Reinstoffen geprüft. Wie sie sich bei Gemischen verhalten ist nicht bekannt. Die Prüfnorm schreibt keinerlei mechanische Belastung vor, obwohl dies im Praxisfall durchaus üblich ist. Die Meßtemperatur ist deutlich unterhalb der üblichen Hauttemperatur, was natürlich auch einen Einfluß auf die Reaktivität hat. Die maximale Prüfdauer ist 8 Stunden. Somit müßte ein Chemikalienschutzhandschuh nach Kontamination spätestens nach 8 Stunden ausgetauscht werden. In der Praxis kommt dies nur selten vor, da werden Chemikalienschutzhandschuhe über Wochen verwendet.
Jetzt noch kurz zu den Einweghandschuhen. Übliche "Untersuchungshandschuhe" haben den Qualitätslevel (AQL) von 2,5. Dies bedeutet, dass bei einer Chargengröße von 10000 Handschuhen 200 einem Luft/Wasser Test (Penetration) unterzogen werden und davon 10 Handschuhe fehlerhaft sein dürfen, trotzdem ist die Prüfung bestanden. Sprich, es dürfen vor Verpackung der Handschuhe 5% fehlerhaft, also mit Loch sein!
Mei medizinischen OP-Handschuhen gilt AQL 1,5, was auch noch 3,5% Fehlerquote erlaubt.

Wer länger als 2 Stunden/Tag flüssigkeitsdichte Handschuhe trägt, begeht Feuchtarbeit und schädigt seine Haut, ganz ohne Kontakt zu weiteren Chemikalien. Daher sollten Handschuhe nur solange wie nötig getragen werden.
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Tiefflieger ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.02.2008, 14:59   #14   Druckbare Version zeigen
mlmt Männlich
Mitglied
Beiträge: 266
AW: Chemikalienschutzhandschuhe - woher?

Zitat:
Zitat von Tiefflieger Beitrag anzeigen
Kittel sind keine persönliche Schutzausrüstung (PSA) und somit Privatvergnügen.
Schutzbrille ist PSA und somit vom Arbeitgeber zu stellen. Studenten sind hier Arbeitnehmern gleichgestellt => die Hochschule hat Schutzbrillen zu stellen.
Für Schutzhandschuhe gilt das gleiche wie für Schutzbrillen. Allerdings stellen Einweghandschuhe keine PSA nach der zugehörigen Norm EN 374 dar (Ausnahme ein Nitrilhandschuh der Fa. KCL), da der Penetrationstest in der Regel nicht bestanden wird. "Richtige Schutzhandschuhe" kosten aber gewaltig (da geht es dann im zweistelligen Eurobereich für ein Paar los). Daher haben sich diverse Hochschulen Auswege einfallen lassen, welche nicht immer ganz rechtskonform sind. So gibt es einige Hochschulen, welche die Studenten an den Kosten beteiligen.
Ein nicht ganz triviales Problem, welches auch unter den Fachkräften für Arbeitssicherheit bei den Hochschulen immer mal wieder aufkocht.
Als Student ist man formal wohl im Recht, wenn man die kostenfreie Ausstattung mit PSA fordert, ob das dann letztendlich dem Studium zuträglich ist muß jeder selbst entscheiden, zumal der erzieherische Faktor einer Kostenbeteiligung nicht zu verachten ist.
Warum stellen Schutzhandschuhe nach der zugehörigen Norm EN 374 keine persönliche Schutzausrüstung dar? Warum Ausnahme ein Nitrilhandschuh der Firma KCL?

Die Latexhandschuhe die wir verwenden (von VWR) entsprechen der EN 374.
mlmt ist offline   Mit Zitat antworten
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