Allgemeine Chemie
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Alt 26.01.2008, 14:55   #1   Druckbare Version zeigen
Michi2904  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 24
Ionenbildung

Hallo,

wäre jemand so nett, und könnte mir die Tendenz von Elementen zur Ionenbildung erklären? bin total verwiert!!

In unserem Lehrbuch steht, dass durch die Elektronegativität sich aus Elementen der 1/2 Hauptgruppe vorwiegend Kationen und Elementen der 17/18 Hauptgruppe meist Anionen bilden.
Soweit alles verständlich für mich, auch das Elemente mit geringer Elektronegativitätsdifferenz dazu tendieren kovalente Bindungen einzugehen.

Aber daraus ist doch zu folgern, dass Nebengruppenelemente geringe Tendenzen zur Ionenbildung haben, sind ja auch Metalle.

Allerdings wiederlegt die erste Übungsaufgabe auf dieser Seite

http://www2.chemie.uni-erlangen.de/projects/vsc/chemie-mediziner-neu/bindung/ionenbindung.html

meine Vorstellung.


Ich hab z.B. eine Physikumsfrage:

Welches der folgenden Elemente zeigt die geringste Tendenz, Ionen zu bilden?AA A Zn
B Mg
C Na
D Cl
E N

was wäre denn in diesem Fall korrekt?


Vielen Dank für eure Hilfe
Michael
Michi2904 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 15:18   #2   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Ionenbildung

hallo,

ein Ion bildet sich bevorzugt, wenn sich daraus
1. eine stabile Elektronenanordnung bildet (Elektronenoktett, halb oder vollbesetzte Schalen)
2. für die Bildung eines Kations möglichst wenige Elektronen abgegeben, für die Bildung eines Anions möglichst wenige Elektronen aufgenommen werden müssen (Stichwort Ionisierungsenergien, Elektronenaffinität).
Zu einer Ionenbindung kommt es i.A., wie du schon gesagt hast, dann, wenn hohe Elektronegativitätsdifferenzen vorliegen.
naja wenn man es genau nimmt, müssten hier natürlich auch noch Gitterenergien berücksichtigt werden.
Zitat:
dass Nebengruppenelemente geringe Tendenzen zur Ionenbildung haben, sind ja auch Metalle.
haben Metalle etwa allgemein geringe Tendenzen zur Ionenbindung?

Zitat:
Welches der folgenden Elemente zeigt die geringste Tendenz, Ionen zu bilden?
A Zn
B Mg
C Na
D Cl
E N
sag einfach mal, was zu meinst, aufgrund dem was ich oben geschrieben habe

und wenn die Übungsaufgabe auf der verlinkten Seite deine Vorstellung widerlegt, was genau ist dann deine Vorstellung?

Geändert von toasd (26.01.2008 um 15:24 Uhr)
toasd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 17:06   #3   Druckbare Version zeigen
Michi2904  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 24
AW: Ionenbildung

Hi toasd,

Vielen Dank erst mal für deine Antwort!

Ist natürlich Unfug, dass ich die Nebengruppenelemente mit Metallen gleichgesetzt hab, sorry

Bei dieser Übungsaufgabe verwundert mich die Tatsache, dass Eisen so gerne Ionen bildet, obwohl es ja relativ viele Elektronen abgeben bzw. aufnehmen müsste, kommt hier das von dir genannte mit der halbgefüllten Elektronenschale ins Spiel?

Ich frage mich also, ob es eine Regel gibt mit der ich aus dem Periodensystem die "Tendenz Ionen zu bilden" ableiten kann?

Gruß
Michael
Michi2904 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 17:08   #4   Druckbare Version zeigen
Michi2904  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 24
AW: Ionenbildung

ich meine Eisen hat doch auch die Tendenz der oktettregel zu entsprechen?
Michi2904 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 21:02   #5   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Ionenbildung

Zitat:
Ist natürlich Unfug, dass ich die Nebengruppenelemente mit Metallen gleichgesetzt hab, sorry
nein ist es nicht, alle Nebengruppenelemente sind Metalle
ich wollte damit sagen, dass gerade Metalle gerne Kationen bilden

Zitat:
Bei dieser Übungsaufgabe verwundert mich die Tatsache, dass Eisen so gerne Ionen bildet, obwohl es ja relativ viele Elektronen abgeben bzw. aufnehmen müsste, kommt hier das von dir genannte mit der halbgefüllten Elektronenschale ins Spiel?
im Prinzip, ja. Schau dir Eisen mal im Periodensystem an - es hat die Elektronenkonfiguration 3d6 4s2
Wenn Eisen zum Fe{^{3+}}-Kation wird, gibt es 2 Elektronen der 4s-Schale und ein Elektron der 3d-Schale ab. Damit ist die 3d-Schale halbbesetzt, was nach der Hundschen Regel einer stabilen Konfiguration entspricht.
Zitat:
Ich frage mich also, ob es eine Regel gibt mit der ich aus dem Periodensystem die "Tendenz Ionen zu bilden" ableiten kann?
das hab ich im Prinzip oben schon geschrieben

Geändert von toasd (26.01.2008 um 21:11 Uhr)
toasd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 14:44   #6   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Ionenbildung

Zitat:
ich meine Eisen hat doch auch die Tendenz der oktettregel zu entsprechen?
Ein Oktett bedeutet ja, dass in der Valenzschale die Konfiguration "s2 p6" vorliegt (bzw. bei Kationen in einer Schale darunter).
Die Oktettregel lässt sich damit auf die Nebengruppenelemente nicht anwenden.
Daher ist bei diesen prinzipiell nur auf halb- & vollbesetzte Schalen zu achten (hier gibts natürlich auch Ausnahmen)
toasd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 14:55   #7   Druckbare Version zeigen
Michi2904  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 24
AW: Ionenbildung

Aha, ich glaub der Groschen ist gefallen!

Super,
vielen Dank!!

Gruß
Michael
Michi2904 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 27.01.2008, 15:00   #8   Druckbare Version zeigen
Michi2904  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 24
AW: Ionenbildung

Nur noch kurz...

dann wäre doch in der Physikumsaufgabe Stickstoff mit der geringsten Tendenz zu nennen oder?
Michi2904 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 27.01.2008, 17:13   #9   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Ionenbildung

Zitat:
Zitat von Michi2904 Beitrag anzeigen
Nur noch kurz...

dann wäre doch in der Physikumsaufgabe Stickstoff mit der geringsten Tendenz zu nennen oder?
richtig
toasd ist offline   Mit Zitat antworten
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