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Alt 26.01.2008, 00:15   #1   Druckbare Version zeigen
Mischka666 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 46
Fragen zur Wissenslückenschließung

Guten Tag allerseits. Ich habe ein paar Fragen und ich hoffe ihr könnt mir helfen die Lücken im Wissen zu schliessen.

1. Beim Aufstellen einer Lewisformel muss man die Bindungelektronen durch 2 Teilen. Was ist wenn sie sich nicht durch 2 teilen lassen. Geht der Rest immer als negative Ladung ins Molekül und wird als Punkt gezeichnet?
(Beispiel OH Bindungs-e- 3 geteilt durch 2. Es bleibt ein e- übrig, daher OH-?)

2.Was ist der entscheidende Unterschied zwischen VB und MO Theorie?

3.Braucht alles, was mit Silber reagiert Licht?

4.Entstehen Hybridorbitale nur im angeregten Zustand?

5.Wie soll man anhand der PSE die Wertigkeit/OZ der Nebengruppenelemente bestimmen?

6.Im Analytikbuch steht immer "auf Vollständigkeit der Fällung prüfen". Wie prüft man das? Ich sauge einfach das Zentrifugat ab und zentrifugiere nochmal.

7.Es gibt eine Überschreitung der Oktettregel, aber was ist mit einer Unterschreitung? Im BCl3 Melekül ist Bor nur von 3 Elektronenpaaren umgeben.

8.Wie lassen sich Gleichungen leicht aufstellen in denen keine Oxidation stattfindet?

9.Laufen Redoxreaktionen nur in alkanischer oder saurer Lösung ab? Wenn nicht, womit werden die Gleichungen ausgeglichen(wenn nicht mit h+ und OH- Ionen)?

10. Welche Oxidationszahl hat Schwefel UND Sauerstoff im Säurerest-Ion S2O8 2- ? Schwefel müsste hier +7 haben, dabei hat Schwefel nur 6 Valenzelektronen.

11.Gibt es eine genaue Methode zum Vervollständigen der Gleichungen, wenn nur ein Teil angegeben ist?
Zum Beispiel wenn Cu2+ mit NH3 reagiert,woher soll man wissen ob sich Cu mit Sauerstoff oder mit Stickstoff oder mit beiden zusammen verbindet?
Oder Wenn eine Gleichung lautet:
Cr2O7 2- + ______+___H30+ ----> _____+______+__CL2


Ich dachte solche Sachen lernt man auswendig und dann weiss mans erst. Oder gibts hierfür eine Methode?

12.Wie ist eigentlich die chemische Zusammensetzung der menschlichen Knochen?


Ich danke im Voraus.
Mischka666 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 26.01.2008, 01:08   #2   Druckbare Version zeigen
toasd  
Mitglied
Beiträge: 50
AW: Fragen zur Wissenslückenschließung

also ich versuch mal mein bestes

1. Beim Aufstellen einer Lewis-Formel werden normalerweise alle Valenzelektronen aller Atome zusammengezählt und durch zwei geteilt. das ist dann die Zahl der Elektronenpaare, die so im Molekül verteilt werden, dass für jedes Atom möglichst das Oktett erfüllt ist. Sollte beim Teilen durch zwei keine gerade Zahl rauskommen, liegt ein Radikal vor, das dann "als Punkt" gezeichnet wird. Positive oder negative Ladungen kommen durch die Summe aller Formalladungen zustande (weißt du wie das geht?).

2. Die VB-Methode geht von lokalisierten Bindungen (also Bindungen zwischen zwei Atomen und freie Elektronenpaare). bei der MO-Theorie wird von Orbitalen als stehende Wellen ausgegangen, die miteinander linearkombiniert, sozusagen "vermischt" werden. Die Molekülorbitale sind über alle Atome des Moleküls verteilt, es wird praktisch die Wechselwirkung aller Atomorbitale untereinander untersucht

3. nein, Silber kann z.b. in einer Redoxreaktion zu Ag+ oxidiert werden.

4. im Prinzip müssen die Elektronen erst angeregt werden (Promotion), damit es zur Bildung der Hybridorbitale kommt. Die Energie wird aber prinzipiell durch die "freiwerdende" Energie (ernergieärmeren Zustand) der entstehenden Bindung geliefert

5. Oxidationsstufen der Übergangsmetalle, bei denen leere, halbbesetzte oder vollbesetzte d-Niveaus erreicht werden, bilden sich bevorzugt. dabei muss aber auch das äußerste s-orbital mit berücksichtigt werden. außerdem gibts hierbei einige Ausnahmen

6. damit wird wohl gemeint sein, dass zusätzliches Fällungsreagenz hinzugefügt werden soll, um zu sehen, ob noch eine weitere Fällung stattfindet

7. Es gibt wenige Ausnahmen, die häufig bevorzugt ein Sextett bilden (z.b. Aluminium, Bor)

8. wie meinst du das?

9. in wässriger Lösung wird immer mit Oxonium- und Hydroxidionen ausgeglichen.
Redoxreaktionen können aber auch in neutraler Lösung stattfinden (ph-unabhängig), oder in Schmelzen (z.b. Carbonatschmelzen: Ausgleich durch {CO3^{2-}} & CO2)

10. hier handelt es sich um das Peroxodisulfat-Ion, das durch Oxidation aus zwei Sulfat-Ionen entsteht. Im Molekül liegt eine O-O-Brücke (Peroxid) vor, bei der der Sauerstoff die Oxidationszahl +1 hat. Der Schwefel liegt somit in der Oxidationszahl +6 vor (die maximale Ox-stufe entspricht übrigens der Hauptgruppennummer, +7 ist beim Schwefel also keinesfalls möglich)

11. Vorhersagen kann man prinzipiell nur für Redoxreaktionen treffen. Hier reduziert die Verbindung mit dem negativeren Potential diejenige mit dem positiverem Potential.
Ansonsten gibt es nur einige Faustregeln, z.b. reagieren fast alle Metalle mit Sauerstoff zu Oxiden (Ausnahme: Alkalimetalle: teilw. Peroxide, Hyperoxide). von solchen Faustregeln sind mir aber nur wenige bekannt.
Ich denke, dass man viele einfach auswendig lernen muss

12. http://de.wikipedia.org/wiki/Knochen
-> Feinbau der Knochen

edit: eigentlich hat der laborleiter recht, aus eigene Lösungsansätzen lernst du am meisten (mir gehts selbst so )

lg

Geändert von toasd (26.01.2008 um 01:25 Uhr)
toasd ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 01:09   #3   Druckbare Version zeigen
laborleiter Männlich
Moderator
Beiträge: 6.322
Blog-Einträge: 11
AW: Fragen zur Wissenslückenschließung

hast du wenigstens für ein paar der aufgaben eigene ansätze zu bieten?

wenn ja: hab keine hemmungen, diese zu schreiben. du nimmst uns und letzten endes auch dir dadurch viel arbeit ab.

liebe grüsse
jan
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laborleiter ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 26.01.2008, 13:04   #4   Druckbare Version zeigen
Mischka666 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 46
AW: Fragen zur Wissenslückenschließung

Hallo!

Ja, alles richtig mit dem Selberlernen. Stimme ich auch zu. Ich bin ins erste Semester 2 Monate später als die anderen reingerutscht und im Abitur hatte ich keine Chamie als Fach. Die Entscheidung Chemie zu studieren war kurzfristig und spontan. Ich habe mir alles was Wissen innerhalb von 1,5 Monaten angeeignet und bald ist de Klausur. Für mich ist das, was ich bereits gelernt habe, ein grosser Erfolg. Für jemanden, der vor 2 Monaten nicht genau wusste was genau ein Molekül ist, halte ich mich im Praktikum auch ganz gut. Leider bleiben mir nur noch 2,5 Wochen bis zur Klausur und ich muss die Wissenslücken so schnell wie möglich schliessen. Es ist daher sowas wie ein Notfall

Danke für die Antworten.
Mischka666 ist offline   Mit Zitat antworten
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