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Alt 20.01.2008, 13:28   #1   Druckbare Version zeigen
mlmt Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 266
Pikrinsäure für die Metallurgie

Sollte für die Metallurgie eine Lösung aus 4 g Pikrinsäure in 100 ml Ethanol herstellen (sog. Picral), die dann zum anätzen von Metallen und zur anschließenden Strukturuntersuchung dieser verwendet werden sollte.

Laut Wikipedia ist ist Pikrinsäure explosiv (explosiver als TNT) und wird deshalb mit Wasser phlegmatisiert. Könnte Pikrinsäure zwar bei Sigmaaldrich bestellen (bei Vwr nicht erhältlich), möchte solche Reagenzien aber nicht im Labor herumstehen haben, da ich ja auch nur 4 g brauche. Mir stehen allerdings
500 ml 1,2%Pikrinsäure in Wasser zur Verfügung (aber die werden mir auch nicht viel nützen).

Weiß jemand ob es diese Pikrinsäurelösung in Ethanol schon fertig zu kaufen gibt?
Hat jemand Erfahrung mit Pikrinsäure? Was meint ihr?
mlmt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2008, 14:14   #2   Druckbare Version zeigen
zarathustra Männlich
Moderator
Beiträge: 11.539
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Pikrinsäure ist zwar als explosiv eingestuft, aber nicht besonders stoß- oder temperaturempfindlich. Die phlegmatisierte Form kann man daher vergleichsweise sicher handhaben. Da sind Schwermetallpikrate deutlich brisanter.

Mal aus Interesse:
Was macht man in der Metallurgie mit Pikrinsäure? Und besteht nicht immer die Gefahr, dass explosive Metallpikrate gebildet werden?

Gruß,
Zara
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2008, 14:14   #3   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Pikrinsäure ist auch noch giftig. Ob es die Lösung fertig zu kaufen gibt, weiss ich nicht, aber du kannst ja einfach mal anfragen.

Ansonsten würde ich mir die kleinstmögliche Menge bestellen und den Rest sicher verwahren. Bei dir sind ja entsprechende Aufbewahrungsmöglichkeiten hoffe ich.
Habe mit dem Zeug noch nie gearbeitet, würde aber behaupten, das das mit dem laborüblichen Respekt vor Chemikalien kein allzu großes Hexenwerk ist.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 20.01.2008, 19:35   #4   Druckbare Version zeigen
mlmt Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 266
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Das mache ich auch nicht selber die Bitte wurde von einem Lehrerkollegen an mich herangetragen, der das für die Werkstoffkunde im Maschinenbau braucht. Mit Pikrinsäure wird angeätzt und so kann man die Struktur der Metalle z.B. von Stahl unter dem Mikroskop betrachten.
http://www.imwf.uni-stuttgart.de/lehre/vd/wkp/Script_pdf/11_Metallographie.pdf
(Seite 3)

Man liest unterschiedliche Quellen: Die einen sagen es wird mit 4%iger ethanoliger Pikrinsäure angeäzt, die anderen sagen es ist wegen der Metallpikrate aufzupassen. Aber es wird auch nur mi sehr wenig Pikrinsäurelösung angeäzt und dann mit Alkohol oder Wasser geputzt und dann mikroskopiert.

Pikrinsäure löst sich in Wasser nur bis 1,2%, in Alkohol bis zu 9%. Aber ich denke die 1,2%ige wässrige Pikrinsäurelösung düfte auch ausreichen um anzuätzen.

Chemikalienschränke, Lösungsmittelschränke, Säuren & Laugen Schränke usw. der Firma Waldner sind ausreichend vorhanden, natürlich dauerabgesaugt.

Ja leider ist das Zeug zusätzlich noch giftig.
mlmt ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2008, 22:29   #5   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.824
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Zitat:
die anderen sagen es ist wegen der Metallpikrate aufzupassen
Das sowieso.

Probiert die wässrige Lösung doch einfach mal aus. Mehr als nicht funktionieren kann es ja nicht.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.01.2008, 13:58   #6   Druckbare Version zeigen
ehemaliges Mitglied  
nicht mehr Mitglied
Beiträge: n/a
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Zitat:
Chemikalienschränke, Lösungsmittelschränke, Säuren & Laugen Schränke usw. der Firma Waldner sind ausreichend vorhanden, natürlich dauerabgesaugt.
Sinvoller wäre es das Zeug nicht in einer Flasche mit Schliffstopfen zu lagern...!
Der frühere Name 'Granatfüllung 88' hat schon seine Bedeutung.

Zum Probieren im Labor reichen einige Aspirin oder Salizylsäure sowie etwas H2SO4 und HNO3
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Alt 23.01.2008, 22:54   #7   Druckbare Version zeigen
mlmt Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 266
AW: Pikrinsäure für die Metallurgie

Die wässrige Lösung ist originalverpackt in einer Kunststofflasche von Merck gelagert.

Möchte das ganze aber nicht selber synthetisieren.
mlmt ist offline   Mit Zitat antworten
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