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Alt 08.01.2008, 19:57   #1   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
Eisen(III)-chlorid

Hi,

folgendes Problem: Eine Lösung aus Eisen(III)-chlorid in Wasser wird elektrolysiert. Dazu soll ich die Reaktionsgleichung an der Kathode und an der Anode aufstellen. Ich habe mir folgendes überlegt
Anode: Fe3+ + 3e- => Fe
Kathode: Cl- => Cl + e-

Stimmt es so?

Gruß
Kraufi

Geändert von kraufi (08.01.2008 um 20:04 Uhr)
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Alt 08.01.2008, 20:04   #2   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von kraufi Beitrag anzeigen
Anode: Fe3+ + e- => Fe
Kathode: Cl- => Cl + e-

Stimmt es so?
Nein, nicht ganz. Erstmal hast du Anode und Kathode vertauscht. Die positiv geladenen Kationen werden zur Kathode hin wandern, die negativen Anionen zur Anode.

Wenn dann metallisches Eisen sich abscheiden soll, stimmt auch die Elektronenzahl nicht, die dein Fe3+ Ion aufnimmt. Es müssten 3 sein, da dem Eisen(III) Ion 3 Elektronen im Vergleich zum elektrisch neutralen Fe Atom fehlen.

Ferner ensteht an der Anode nicht Cl, sondern elementares Chlor, welches aus Cl2 Molekülen besteht.

Du musst also beide Gleichungen nochmal überarbeiten...

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.01.2008, 20:17   #3   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

So müsste es dann richtig sein

Kathode: Fe3+ + 3e- => Fe
Anode: 2Cl- => Cl2 + 2e-

Kommt bei allen Halogenen in der Anodengleichung die 2 vor?
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.01.2008, 20:56   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Beiträge: 23.863
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von kraufi Beitrag anzeigen
So müsste es dann richtig sein

Kathode: Fe3+ + 3e- => Fe
Anode: 2Cl- => Cl2 + 2e-
Stimmt so
Zitat:
Kommt bei allen Halogenen in der Anodengleichung die 2 vor?
denn alle Halogene sind im elementaren Zustande X2

lg
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 14:47   #5   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

Ich habe dazu noch eine abschliesende Frage.

Wie viel g Eisen kann sich höchstens abscheiden, wenn man 1,5 g Eisenchlorid in Wasser löst?

Ich habe dazu leider keine Ansatz.
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:02   #6   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.697
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von ricinus Beitrag anzeigen
Stimmt so

denn alle Halogene sind im elementaren Zustande X2

lg
Stimmt leider nicht so, da sich metallisches Eisen elektrolytisch nicht abscheiden laesst.

An der Kathode wird Eisen-III nur zu Eisen-II reduziert.

Fe3+ + e- => Fe2+

PS: Wird bei uns in der Firma grosstechnisch angewendet (Galvanisation mit unloeslichen Anoden, Redumatprozess)
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Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:02   #7   Druckbare Version zeigen
Joern87 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.390
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von kraufi Beitrag anzeigen
Ich habe dazu noch eine abschliesende Frage.

Wie viel g Eisen kann sich höchstens abscheiden, wenn man 1,5 g Eisenchlorid in Wasser löst?

Ich habe dazu leider keine Ansatz.
1 mol Eisenchlorid einthält 1 mol Eisen.

{ m(Fe) = n(Fe^3^+) * M(Fe) }
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mfg Jörn
Chemiker haben für alles eine Lösung!

Was macht Salz, wenn es pleite ist? Es geht in-Solvenz
Joern87 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:06   #8   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.697
AW: Eisen(III)-chlorid

Siehe mein Posting oben, man kann kein Eisen aus waessrigen Loesungen abscheiden.
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Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:07   #9   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von Joern87 Beitrag anzeigen
1 mol Eisenchlorid einthält 1 mol Eisen.

{ m(Fe) = n(Fe^3^+) * M(Fe) }
Kannst du es vielleicht mal in einer Beispielrechnung vormachen, da ich es leider nicht ganz verstanden habe.
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:18   #10   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.697
AW: Eisen(III)-chlorid

Dreisatzrechnung:

m(Fe)/M(Fe) = m(FeCl3)/M(FeCl3)

Nach m(Fe) umstellen. Aber wie gesagt nur theoretisch, praktisch geht das nicht.
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Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:18   #11   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

Zitat:
Zitat von Nobby Beitrag anzeigen
Siehe mein Posting oben, man kann kein Eisen aus waessrigen Loesungen abscheiden.
mhhh, komisch. Das ist eine Übungaufgabe für eine Chemiearbeit.
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:29   #12   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.697
AW: Eisen(III)-chlorid

Da sieht man, dass auch Lehrer oder Dozenten nicht alles wissen.
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Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:31   #13   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

Edit falscher Post

Geändert von kraufi (09.01.2008 um 15:39 Uhr)
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 15:39   #14   Druckbare Version zeigen
kraufi  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 105
AW: Eisen(III)-chlorid

Also bei m(Fe)/M(Fe) = m(FeCl3)/M(FeCl3)
nach m(Fe) = m(FeCl3)/M(FeCl3)* M(Fe)
m(Fe) = 1,5g/203 * 55,8
m(Fe) 0,41 g

stimmt das so, wenn es möglich wäre.
kraufi ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2008, 16:01   #15   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 13.697
AW: Eisen(III)-chlorid

Molmasse von FeCl3 = 162,3 g/mol
Molmasse Fe 55,8 g/mol

Ergebnis m(Fe) = 55,8*1,5/162,3 = 0,52 g
__________________
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