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Alt 03.01.2008, 14:06   #1   Druckbare Version zeigen
Quietscheente  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
Fragen zu Titration von Essigsäure und Natronlauge

Hallo,

folgendes Szenario:
Ich habe als Maßlösung 1 molare Natronlauge
Die Probelösung setzt sich aus 10ml Essig und 40ml Wasser zusammen.
Somit ist doch in der Probelösung schon ein Gleichgewicht oder:
CH3COOH(aq) + H2O(l) {\rightleftharpoons} CH3COO-(aq) + H3O+(aq)
Allerdings liegt das Gleichgewicht doch weit auf der Produktseite. Deshalb ist die Essigsäure wohl eine schwache Säure.

Wenn ich nun die Natronlauge hinzugeben, die wohl auch im Gleichgewicht steht ( NaOH(aq) {\rightleftharpoons} Na+(aq) + OH-(aq) ) findet doch wohl eine Neutralisationsreaktion statt:
CH3COO-(aq) + H3O+(aq) + Na+(aq) + OH-(aq) {\rightleftharpoons} CH3COO-(aq) + Na+(aq) + 2H2O(l)
Das ganze geht doch nun so lange, bis es kein CH3COO- mehr gibt, sondern alles zu Natriumacetat umgesetzt wurde (CH3COOH gibt es allerdings noch oder?)
An diesem Punkt, der auch Äquivalenzpunkt genannt wird, gibt es nun gleichviel Essigsäure und Natronlauge. Somit wird der pH-Wert nur noch vom Natriumacetat beeinflußt und ist somit ungefähr ph=8. Ist dies soweit richtig?

Wenn man nun noch mehr Natronlauge hinzugibt, wird diese nicht mehr neutralisiert, da die gesamte Essigsäure ja zu Natriumacetat umgesetzt wurde. Also gibt es nun immer mehr OH-, die den pH-Wert steigen lassen. Habe ich mir dies richtig gedacht oder lieg ich gerade komplett falsch?


Eine Bitte: Falls irgendeine Reaktionsgleichung falsch ist, auch wenn es nur die Aggregatszustände sein sollten, bitte berichtigen.
Quietscheente ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.01.2008, 14:16   #2   Druckbare Version zeigen
bm  
Moderator
Beiträge: 54.171
AW: Fragen zu Titration von Essigsäure und Natronlauge

Zitat:
Das ganze geht doch nun so lange, bis es kein CH3COO- mehr gibt, sondern alles zu Natriumacetat umgesetzt wurde (CH3COOH gibt es allerdings noch oder?)

muss heissen

Zitat:
Das ganze geht doch nun so lange, bis es kein CH3COOH mehr gibt, sondern alles zu Natriumacetat umgesetzt wurde (CH3COOH gibt es allerdings noch oder?) Nein.
bm ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2008, 14:22   #3   Druckbare Version zeigen
Jingles Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.872
AW: Fragen zu Titration von Essigsäure und Natronlauge

Zitat:
Allerdings liegt das Gleichgewicht doch weit auf der Produktseite. Deshalb ist die Essigsäure wohl eine schwache Säure.
Eher Eduktseite, sonst wäre es ja keine schwache, sondern eine starke Säure.


Gruß
Oliver
Jingles ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2008, 15:21   #4   Druckbare Version zeigen
Quietscheente  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Fragen zu Titration von Essigsäure und Natronlauge

Zitat:
Zitat von Jingles Beitrag anzeigen
Eher Eduktseite, sonst wäre es ja keine schwache, sondern eine starke Säure.
Ah ja.. Eduktseite. Verdammt sry, hab ich verwechselt.

Zitat:
Zitat von bm Beitrag anzeigen
muss heissen
Zitat:
Das ganze geht doch nun so lange, bis es kein CH3COOH mehr gibt, sondern alles zu Natriumacetat umgesetzt wurde (CH3COOH gibt es allerdings noch oder?) Nein.
Also es wird die gesamte Essigsäure zu Natriumacetat umgesetzt. Also wird auch die gesamte Essigsäure zwischendurch deprotoniert zu CH3COO-

Der Rest (inklusive der Reaktionsgleichungen) ist richtig?
Quietscheente ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.01.2008, 15:41   #5   Druckbare Version zeigen
Quietscheente  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 6
AW: Fragen zu Titration von Essigsäure und Natronlauge

Achso zudem hätte ich noch eine Frage:
Bei der oben genannten Titration kann man ja auch die Leitfähigkeit messen, indem man zwei Elektroden in die Flüssigkeit hält.
Wenn man nun die Leitfähigkeit gegen das Volumen aufträgt bekommt man folgende Kurve:

Dass die Leitfähigkeit nach dem Äquivalenzpunkt steigt, kann ich mir ja denken, weil NaOH dazu kommt und somit auch Ladungsträger, nämlich OH- und Na+

Warum allerdings vor dem Äquivalenzpunkt die Leitfähigkeit steigt, ist mir ein Rätsel, da zwar auch NaOH dazu kommt. Allerdings neutralisieren sich die OH- und H3O+ gegenseitig. Und diese sind wohl bessere Ladungsträger als das hinzukommende Na+. Somit müsste meiner Meinung nach die Leitfähigkeit vor dem Äquivalenzpunkt zurückgehen, was aber nicht der Fall ist. Könnt ihr mir vielleicht auf die Sprünge helfen?
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