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Alt 05.12.2007, 23:21   #1   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
Hybridisierung beim Nitrat-Ion

Hallo,

ich habe eine Frage bezüglich eines Textes zur Hybridisierung. Als Beispiel ist das Nitrat-ion angegeben. Zunächst wird geschrieben, dass das Stickstoff-Atom sp2-hybridisiert ist. Dieses passt mit der trigonalplanaren Struktur und den Bildungsverhältnissen zusammen. Nun wird aber die Hydridiserung des Sauerstoff-Atoms beschrieben:

Zitat:
Die Hybridorbitale überlappen mit jeweils einem geeigneten Orbital der drei O-Atome. sp2-Hybridisierung am O-Atom bedeutet gleichzeitig, dass am Sauerstoff geeignete Orbitale zur Aufnahme der einsamen Elektronenpaare zur Verfügung stehen
Der Text behauptet doch hier, dass die Sauerstoff-Atome sp2-hybridisiert sind. Funktioniert das? Würden daraus nicht drei doppelt besetzte sp2-Hybride und einem unbesetztem p-Orbital resultieren? Welche Orbitale wären dann bei der Bindung beteiligt?
Wäre nicht auch eine sigma-sp2-p-Bindung möglich?


viele Grüße
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Alt 06.12.2007, 01:32   #2   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Hybridisierung beim Nitrat-Ion

Hybridisierung ist nur ein einfaches Modell. Ich habe keine Zahlen für die Energien vorliegen, aber man kann auf das Modell durchaus auch Anregungen anwenden (-> statt einem leeren p 2 halbgefüllte Orbitale). Was ebenfalls möglich ist, wäre das die Paarungsenergie (elektrostatische Abstoßung bei Aufenthalt im gleichen Orbital) die Anregungsenergie von 6sp² -> 5sp² p übersteigt.
Paleiko ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 06.12.2007, 18:17   #3   Druckbare Version zeigen
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Beiträge: n/a
AW: Hybridisierung beim Nitrat-Ion

ich meine, dass ich nicht verstehe, wie die Bindungen zu Stande kommen.

Bei einer sp2-Hybridisierung wären beim Stickstoff 2 der Hybride doppelt und eins einfach besetzt. Beim Sauerstoff sind alle sp2-Hybride doppelt besetzt. Die p-Orbitale sind jeweils leer. Sie stehen senkrecht zur Molekülebene.

Wie und mit welchen Elektronen kommt es zur Ausbildung der sigma-Bindungen?
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Alt 06.12.2007, 18:53   #4   Druckbare Version zeigen
Paleiko Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.210
AW: Hybridisierung beim Nitrat-Ion

N ist formal einfach positiv, zwei der O sind negativ. Insgesamt ist das Teilchen negativ (also ist ein Elektron "hinzugekommen".)

=> Eine der Bindungen vom N wird komplett mit "Stickstoff-Elektronen" bestritten, wodurch einer der Sauerstoffe negativ geladen ist. Die zweite negative Ladung kommt durch das zusätzliche Elektron zustande.

Man darf Hybridisierung nicht unbedingt als "Baukasten" verstehen, bei dem man von der günstigsten Ausgangsbesetzung für ein einzelnes Atom ausgehend die Bindungssituation insgesamt beschreiben kann. Zur Erinnerung: Für die Hybridisierung von Kohlenstoff benötigt es ja auch schon die Anregungsenergie
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