Analytik: Quali. und Quant. Analyse
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Einführung in das anorganisch-chemische Praktikum
J. Strähle, E. Schweda, Jander/Blasius
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Analytik: Quali. und Quant. Analyse Nasschemische Nachweise (z.B. Trennungsgang) und Gehaltsbestimmungen per Titration, Gravimetrie, Konduktometrie, etc.

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Alt 29.11.2018, 01:24   #1   Druckbare Version zeigen
valentin1842 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 10
Ammoniumsulfidtrennungsgang - Nachweis aus der Ursubstanz

Guten Abend,

in meinem Analyse Grundpraktikum geht es gerade um den Ammoniumsulfidtrennungsgang.
Meine zu untersuchende Substanz ist vollständig wasserlöslich. Ich soll auf Nickel-, Eisen-, Zink-, Cobalt-, Mangan-, Chrom-, und Aluminiumionen prüfen.
Jetzt konnte ich aber Manganionen schon direkt aus meiner gelösten Ursubstanz nachweisen (Durch Oxidation mittels Bleidioxid zu Permanganationen). Geht das auch bei den anderen Ionen? Der Cobaltionennachweis (eigentlich 2: Thenards Blau und Cobaltionennachweis als Thiocyanatkomplex) und der Aluminiumionennachweis (mit Morin) verliefen beide negativ, jedenfalls mit der Ursubstanz. Warum wird man nun für den Ammoniumsulfidtrennungsgang angehalten die Ionen zu trennen und sie dann einzeln nachzuweisen, wenn ich Manganionen zum Beispiel direkt aus der Urlösung nachweisen konnte?

MfG Valentin R.
valentin1842 ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 29.11.2018, 09:25   #2   Druckbare Version zeigen
Bergler Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.580
AW: Ammoniumsulfidtrennungsgang - Nachweis aus der Ursubstanz

Zitat:
Zitat von valentin1842 Beitrag anzeigen
... Warum wird man nun für den Ammoniumsulfidtrennungsgang angehalten die Ionen zu trennen und sie dann einzeln nachzuweisen, wenn ich Manganionen zum Beispiel direkt aus der Urlösung nachweisen konnte? ...
Weil sich die Ionen in den Nachweisen durchaus gegenseitig stören können. Der Nachweis von Zink mit Rinnmanns Grün wird bspw. massiv durch Cobalt gestört. Aluminiumnachweise aus der US sind auch immer wenig aussagekräftig, da hier auch viele Störungen vorhanden sind.

Der Nachweis von Mangan aus der Urlösung funktionierte deshalb störungsfrei, da das Produkt (Permanganat) sehr intensiv und eindeutig gefärbt ist. Des Weiteren sind aus deiner genannten Mischung keine vergleichbaren Reaktionen mit PbO2 zu erwarten.

Etwas OT, aber es stellt sich mir immer die Frage, warum viele Studenten immer versucht sind, den Trennungsgang zu umgehen und durch Raten/Try and Error alles aus der US nachzuweisen. Kocht euere Trennungsgänge! Diese haben den Sinn und Zweck die Stoffchemie praktisch zu erlernen.

Gruß Bergler
__________________
Γνῶθι σεαυτόν - Erkenne dich selbst

Carpe diem! Fasse dich kurz!
Bergler ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2018, 09:43   #3   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.657
AW: Ammoniumsulfidtrennungsgang - Nachweis aus der Ursubstanz

Vorproben sollen Hinweise geben.

Den Trennungsgang nach diesen Hinweisen zu kochen erscheint erst einmal sinnfrei. Ist es aber nicht, denn man lernt ein paar andere Sachen:

1. Es klappt eben doch nicht alles so, wie es soll.
2. sauberes Arbeiten
3. konzentriertes und strukturiertes Arbeiten
4. Ausdauer
5. Frustrationstoleranz

Alles sind extrem wichtige Punkte im Chemiestudium (und im Leben).
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.11.2018, 13:06   #4   Druckbare Version zeigen
galvanix Männlich
Mitglied
Beiträge: 38
AW: Ammoniumsulfidtrennungsgang - Nachweis aus der Ursubstanz

Naja, ein bißchen Trennungsgang lehrt vor allem die Bedeutung der K_L und des pH. Dafür würden drei ausgewählte Versuche reichen.
Das systematische und konzentrierte Arbeiten lernt man meiner Meinung nach wenn man die Bedingungen der verschiedenen Nachweise theoretisch beherrscht, sie ausprobiert hat und dann damit jonglieren übt. Fast alle üblichen Ionen lassen sich dann mit zwei Dutzend trivialen Reagenzien aus der Ursubstanz nachweisen.
Wenn es dann irgendwann ernst wird machen das sowieso die Apparate und Rechner. Damit umgehen zu lernen und die Ergebnisse kritisch betrachten zu lernen halte ich für viel wichtiger, ist aber für die Praktika anscheinend zu teuer bzw. die Bremser/Praktikantenbetreuer beherrschen das selber nicht.
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