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Alt 09.01.2019, 14:24   #1   Druckbare Version zeigen
yrneh weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 89
Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

Hallo,

wenn zum Beispiel steht: Unter Druckerhöhung verschiebt sich das Gleichgewicht auf die Produktseite (weil dort weniger Teilchen sind), ist dann damit gemeint, dass mehr Produkte entstehen?
ZB Bei N2 + 3H2 -> 2NH3

Es reagieren 4 Mol zu 2 Mol. Nach dem Prinzip des kleinsten Zwanges verlagert sich das Gleichgewicht bei Druck dort hin, wo weniger Teilchen sind also zur Produktseite (weil nur 2 Mol).

Aber ich verstehe nicht ganz, was das bedeutet. Denn es entstehen ja trotzdem auch unter Druck aus 1 Mol N2 und 3 Mol H2 3 Mol Ammoniakmoleküle.
Da das chemische Gleichgewicht eigentlich bedeutet, dass die Geschwindigkeit der Hin- und Rückreaktion gleich ist, was bedeutet dann, dass sich das Gleichgewicht mehr auf einer Seite befindet? Es können ja auch durch Druck nicht mehr wie 3 Mol Ammoniakmoleküle aus den 4 Mol der Edukten entstehen.
Bedeutet es dann, dass in einer Zeiteinheit mehr NH3 entsteht, als N2 und H2?


Wäre toll, wenn das jemand verständlich erklären kann!

Danke!
yrneh ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 09.01.2019, 14:47   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.790
AW: Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

Die Reaktionsgleichung gibt dir das stöchiometrische Verhältnis der Reaktionspartner Edukte und Produkte an,sagt aber nichts darüber aus,ob die Reaktion quantitativ oder als GG-Reaktion verläuft.Bei GG-Reaktionen kannst du aus einem bestimmten Verhältnis Edukten unter bestimmten Reaktionsbedingungen
(p,T) nur eine bestimmte Menge an Produkt erhalten.
Bei der obigen Reaktion würde aber diese Menge bei einer Druckerhöhung steigen,es
würde mehr Edukt umgesetzt,was über LeChateliert zu verstehen ist.

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2019, 14:52   #3   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.889
AW: Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

Es bedeutet, dass es wahrscheinlicher wird, dass Ammoniak entsteht und weniger wahrscheinlich, dass die Elemente entstehen. Das Gleichgewicht stellt sich dadurch wieder ein, dass in der Folge die Zahl der Ammoniakteilchen erhöht wird, während die der Elemente niedriger wird. Das ganze geht so lange, bis die Reaktionsgeschwindgkeit (die proportional zum Produkt aus Wahrscheinlichkeit und Teilchenzahl ist) für die Hinreaktion genau so groß ist, wie für die Rückreaktion.

(Dieses Beispiel mit dem Druck gilt so nur für Gasreaktionen. Generell kann statt des Drucks mit der Konzentration gerechnet werden, das geht dann auch in Lösung. Die Konzentration ist bei Gasen proportional zum Druck.)
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Alt 09.01.2019, 14:54   #4   Druckbare Version zeigen
yrneh weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 89
AW: Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

Danke. Meinst du damit, dass die Reaktionsgleichung quasi angibt, aus wie viel Mol an gewissen Ausgangsstoffen wie viel Mol an Endstoffen entstehen können, aber eine Reaktion muss ja nicht vollständig ablaufen, das kommt auf die Bedingungen an. Im Idealfall würden hier genau aus den 4 Mol Edukten 2 Mol Produkte entstehen, oder?

"Bei der obigen Reaktion würde aber diese Menge bei einer Druckerhöhung steigen,es
würde mehr Edukt umgesetzt,was über LeChateliert zu verstehen ist."
Das bedeutet mehr Produkte entstehen, oder? Weil auf der Eduktseite weniger Teilchen sind und dem Zwang, also dem Druck in dem Fall, ausgewichen wird.


LG
yrneh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.01.2019, 19:18   #5   Druckbare Version zeigen
Jonas__  
Mitglied
Beiträge: 335
AW: Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

Ich würde es nicht Idealfall nennen, es ist das Maximum was entstehen kann.


Beachte, dass die Reaktion auch rückwärts läuft, d.h. Ammoniak zerfällt auch wieder in die Elemente. Deshalb heißt es auch Gleichgewichtsreaktion.
Wenn der Ammoniak entfernt wird aus dem Reaktionsgemisch, kann die Rückreaktion verhindert werden.
Jonas__ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.01.2019, 10:38   #6   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.889
AW: Beeinflussung des chemischen Gleichgewichts

UNd das Prinzip von Le Chatelier bezieht sich primär auch nur auf das Gleichgewicht.

Wobei es natürlich auch näherungsweise angewandt werden kann, wenn die Reaktion sich Richtung Gleichgewicht bewegt.
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

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