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Alt 02.02.2019, 14:18   #1   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 226
Reaktionsmechanismen AC

Hallo,

Ich schreibe in einer Woche meine allererste AC Klausur. Und ich bin derzeit wirklich ein bisschen am Ende. SO viele Dinge kann ich nicht erklären. Ich hänge nicht mit dem Stoff hinterher, nur irgendwie kann ich mir nicht erklären warum sich gewisse Dinge so verhalten wie sie es tun.
Bsp: Wenn ich NH4NO2 erhitze zerfällt es in NH3+HNO2
Metalloxide reagieren mit Wasser zu Hydroxiden, Nichtmetalloxide reagieren in wässriger Lösung sauer.
Das sind nur einige Beispiele von vielen...
Deshalb jetzt meine Frage: Gibt es Reaktionsmechanismen wie in der OC (der HW verweist mich immer auf die OC) deren Namen ihr mir nennen könntet und die ich mir erarbeiten könnte sodass ich sie auf solche Reaktionen anwenden kann damit ich die nicht stumpf auswendig lerne?

Liebe Grüße
__________________
Wer Chemie studiert ist selber schuld.
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Alt 02.02.2019, 14:59   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.381
AW: Reaktionsmechanismen AC

Es gibt zwar auch bestimmte Reaktionsmechanismen in der AC,aber das ist nicht da,was du momentan suchst/brauchst.
Als Grundlagen sollte man Säure-Base-Reaktionen kennen/verstehen,dazu Redoxchemie
etc. .Vieles in den AC-Eingangsklausuren wird Stoffchemie sein,da muß man lernen,welche Elemente wo im PSE stehen,welche Gruppen welche Trends aufweisen.
Du hast Ammoniumnitrit genannt,aber eine falsche Reaktion formuliert.
Viele Ammonumsalze können zwar beim Erhitzen wieder in die korrespondierende Säure und Ammoniak zerfallen(Ammoniumchlorid),beim Ammoniumnitrit erfolgt aber eine Redoxreaktion,wo dann Stickstoff und Wasser entstehen.
Beim Ammoniumnitrat kommt es dann auch anoch auf die Reaktionsbedingungen an,ob Lachgas,Stickstoff oder sogar nitrose Gase gebildet werden.
Das ist schwer aus einfachen Dingen abzuleiten,daß ist zu lernen.
Ebenso lernt man erst mal auswendig,welche Metallhydroxide amphoteres Verhalten zeigen.
Für eine Klausur wird in der Regel ein Rahmen vorgegeben,was vorkommt.Da sollte man sich an den Stichworten orientieren und danach lernen.
Was meisnt du mit Verweisen vom HoWi auf OC-Reaktionen?
Namensreaktionen gibt es so nicht in der AC,mechanistisch kann man bei Substitutionen assoziative und dissoziative Mechanismen diskutieren,was aber hier nicht wichtig sein dürfte.
Die Trends in der Periode oder Gruppe im PSE sind zu lernen,siehe thread zu Halogensäuren.

Fulvenus!
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Alt 02.02.2019, 15:04   #3   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 226
AW: Reaktionsmechanismen AC

Okay ich danke dir.
Ja Säure-Base-Reaktionen, RedoxReaktionen sind ja eh bekannt, doch es geht meist immer sehr viel Zeit und Energie bei mir darauf nach Hintergründne zu suchen warum irgendwas das so amcht wie es das macht... Es geht mir dabei auch weniger um die Klausur als mehr darum hinterher Ahnung zu haben von dem as ich gerade tue..
Nur leider komme ich dabei auch an meine körperlichen Grenzen, so viel zeit hab ich einfach nicht.

Der HW hat ein ganzen Kapitel zu Reaktionsmechanismen der Moleküle, bezieht sich aber stets auf die OC..
__________________
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Alt 02.02.2019, 15:13   #4   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.381
AW: Reaktionsmechanismen AC

Zitat:
Zitat von GlobusEnte Beitrag anzeigen
Der HW hat ein ganzen Kapitel zu Reaktionsmechanismen der Moleküle, bezieht sich aber stets auf die OC..
Habe jetzt nicht direkt zur Hand,was du meinst/was dor steht.
Aber für die Klausur nicht relevant,da gibt es anderes.
Du mußt dich damit abfinden,daß in der Chemie,auch in der AC,vieles mehr oder weniger auswendig zu lernen ist.
Es gibt halt oft viele Faktoren,die in einen Sachverhalt zusammenkommen,so daß einfache Herleitung nur über einzelne Faktoren(EN,Ionenradius etc.) nicht alles erklärt.Darum Trends mit Ausnahmen lernen.
Im Vergleich mit Pharamazie ist es in der Chemie aber noch relativ übersichtlich mit dem Lernen.
Das qualitative analytische Praktikum Ac soll,neben anderem,eben auch anhand der Prinzipien des Trennungsganges verdeutlichen,wie bestimmte Eigenschaften in Gruppenverhalten zusammen zu fassen sind(vgl. z.B. Unterscheidung Ammoniumsulfid-
und Schwefelwasserstoffgruppe).
Viel Erfolg und Durchhaltevermögen beim Lernen!

Fulvenus!
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Alt 02.02.2019, 15:27   #5   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 226
Grinsen AW: Reaktionsmechanismen AC

Ich dachte wenn ich ne Naturwissenschaft studiere kann ich die Dinge erklären und herleiten..
Versteht mich nicht falsch ich liebe dieses Studium aber irgendwie enttäuscht es mir von allen Seiten nur zu hören dass Inhalte in klausurrelevant und nicht klausurrelevant eingestuft werden.


Danke. Ich meine mit einer 1,0 im AC Praktikum die zu 40% angerechnet wird komme ich ja schonmal bei 4,0 raus. Durchfallen kann ich also nicht mehr...
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GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2019, 15:35   #6   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.381
AW: Reaktionsmechanismen AC

Es sollte nicht heißen,daß du dich da nicht mit beschäftigen sollst,bin auhc kein Freund der immer stärkeren Verschulung des Studiums oder des reinen Klausurlernens.Aber es ist ein recht umfangreiches Wissen,was vermittelt/erarbeitet werden soll,da kann man sich leicht verzetteln.
Es bleibt aber auch,daß Chemie nicht Mathematik ist,wo eine klarere Gesetzmäßigkeit zu finden ist.
Da muß man sich manchmal zuerst auf wesentliches konzentrieren,um dann später tiefer in die Materie bei Bedar einzudringen.

Fulvenus!
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Alt 02.02.2019, 18:21   #7   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 226
AW: Reaktionsmechanismen AC

Ich muss jetzt doch nochmal fragen: wie schätze ich anhand der Struktur eines Moleküls ein wie hoch seine Redoxpotenital ist? Seh ich mir an wie viel Sauerstoff daran ist und wie gut sich das abspalten lässt?
Zum Beispiel HNO3 ist ja im no2 eigentlich wesentlich ungünstiger, sofern nur die Elektronenkonfiguration beachtet wird. Wieso gibt es die denn doch so leicht ab?
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Alt 02.02.2019, 20:02   #8   Druckbare Version zeigen
MatzeB Männlich
Mitglied
Beiträge: 388
AW: Reaktionsmechanismen AC

Bei Salpetersäure liegt Stickstoff in der Oxidationsstufe +V vor. Man kann davon ausgehen, dass Verbindungen mit einem Zentralteilchen mit einer hohen Oxidationsstufe recht hohe Redoxpotentiale, sprich hohe "Oxidationsstärke" besitzen. Bei HNO3 kommt noch dazu, dass Stickstoff selbst recht elektronegativ ist, d.h. möglichste viel Elektronendichte besitzen will. Das beisst sich aber mit den Sauerstoffatomen, das sorgt dafür, dass Salpetersäure sehr gerne reduziert werden will, d.h. Elektronen aufnehmen will.
Ist jetzt nicht sehr wissenschaftlich ausgedückt, der Paragraph. Ich hoffe, die Quintessenz ist klar.
MatzeB ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 02.02.2019, 20:12   #9   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 226
AW: Reaktionsmechanismen AC

Okay. Wenn ich also eine Säure vorliegen habe guck ich mir die EN des Zentralatoms und die ANzahl der Sauerstoffatome an.
Je höher die EN des Zentralatoms desto mehr stört es es dass die Sauerstoffatome die Elektronen zu sich ziehen. Das heißt es will diese loswerden und hat ein hohes Bestreben Elektronen aufzunehmen, sprich großes Redoxpotential. Dann kommt es noch drauf an ob ich den Sauerstoff leicht da abkriege oder ob er irgendwie stabilisiert ist (siehe Halogensäuren)

Das heißt das Redoxpotential ist unabhängig davon ob das Zentralatom in der Verbindung schon energetisch günstige Schalenbesetzungen erreichen würde? Nur weil Stickstoff die oZ +5 hat muss er noch lange nicht glücklich sein?
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