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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 03.02.2019, 15:55   #1   Druckbare Version zeigen
yrneh weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 95
Zusammenhang Elektronegativität und Stärke von Säuren

Hallo,

ich versuche gerade zu verstehen, wovon die Stärke einer Säure abhängt.
Ich habe gelesen, dass die Säurestärke zunimmt, umso stärker elektronegativ das Säurerest ist, zum Beispiel HF, da ist F stark elektronegativ, deshalb auch eine starke Säure.

Jetzt ist mir aber nicht bewusst, warum dieser Zusammenhang gilt. Denn bei der Elektronegativität gehts ja darum, wie stark Elektronen in der Bindung an sich gezogen werden können. Das H+ ist ja eigentlich nur ein Proton. Was bringt es einer Säure bzgl. der EN, das H+ Ion abzugeben? Dadurch nehmen sie ja keine Elektronen auf.

Mir ist der Zusammenhang leider sehr unklar. Danke schon mal
yrneh ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2019, 19:20   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.457
AW: Zusammenhang Elektronegativität und Stärke von Säuren

Zitat:
Zitat von yrneh Beitrag anzeigen
Ich habe gelesen, dass die Säurestärke zunimmt, umso stärker elektronegativ das Säurerest ist, zum Beispiel HF, da ist F stark elektronegativ, deshalb auch eine starke Säure.

Jetzt ist mir aber nicht bewusst, warum dieser Zusammenhang gilt. Denn bei der Elektronegativität gehts ja darum, wie stark Elektronen in der Bindung an sich gezogen werden können. Das H+ ist ja eigentlich nur ein Proton. Was bringt es einer Säure bzgl. der EN, das H+ Ion abzugeben? Dadurch nehmen sie ja keine Elektronen auf.
Die Säurestärke hängt von verschiedenen Faktoren ab,die EN ist nur einer davon.
Das sieht man auch beim Vergleich der pKs-Werte der Halogenwasserstoffsäuren,
wo HF die schwächste Säure ist,obwohl F die höchste EN überhaupt hat.
Die Polarisierung der Bindung durch EN-Unterschiede bewirkt,daß das Proton leichter abgegeben wird,wobei es dann in der Regel auf eine Lewis-Base übertragen wird(in Wasser auf das O unter Bildung von Oxoniumionen),dabei wird das Bindungselektron vollständig auf das resultierende Anion übertragen.
Je besser diese Ladung des Anions stabilisiert wird,desto stärker ist die korrespondierende Säure.
Andere Faktoren sind Größe des Anions,mögliche Mesomerisierung.
Einstieg allgemein hier:http://www.chemgapedia.de/vsengine/vlu/vsc/de/ch/11/aac/vorlesung/kap_10/vlu/staerke_von_sb.vlu/Page/vsc/de/ch/11/aac/vorlesung/kap_10/kap10_3/kap10_31/kap_31d.vscml.html oder Lehrbücher der AC.

Fulvenus!
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