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Alt 13.06.2019, 11:15   #1   Druckbare Version zeigen
Spinet Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Hallo ihr Lieben!


Ich bin Chemiker, weshalb ich mich mit Elektrotechnik so gar nicht auskenne, ich hoffe ihr könnt mir helfen!


Ich habe eine magnetische Probe hergestellt, die ich nun induktiv erwärmen möchte. Ich weiß aber nicht was für ein Zubehör ich für die induktive Erwärmung benötige für ein Experiment.

Das wichtigste ist natürlich eine Spule! Die gibts bei Conrad
fürn Appel und n Ei. Da ist aber die Frage, ist eine Ringspule (in dessen Loch ich dann die Probe führe) oder eine zylindrische Spule für eine induktive Erwärmung besser geeignet? Auf welche Kennwerte muss ich achten?


Zudem brauche ich Wechselstrom, damit sich ein magn. Wechselfeld für die induktive Erwärmung bildet. Für meine Probe brauche ich ne Frequenz im dreistelligen kHz-Bereich. Reicht da der Strom aus der üblichen Hausleitung (da dieser ja in Wechselphase ist) oder muss ich da noch irgendwas vorschalten vor der Spule. Ein Hochfrequentgenerator!?


Muss ich Widerstände im Schaltplan beachten / einbauen, dass mir die Spule nicht durchbrennt?


Grüße gehen raus an alle Bastelaffinen, ich hoffe ihr könnt mir unter die Arme greifen


LG
Spinet
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Alt 13.06.2019, 16:16   #2   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.220
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Wenn Du einfach schnell mal eine Spule einkaufst, dürfte das garantiert schiefgehen. Entweder es funktioniert einfach nicht, Dir fackelt der Aufbau ab oder es fliegt wenigstes die Sicherung raus. Netzspannung ist also nicht.

Du brauchst einen Leistungsumrichter oder einen steuerbaren Ozillator mit Leistungsendstufe. Das Ganze muß in Leistung, thermischer Belastbarkeit und Frequenz auf die Probe abgestimmt sein und benötigt vermutlich eine Impedanzanpassung, damit die Leistung in Spule und Probe ankommt und nicht in den Verstärker zurückreflektiert wird und Dir die Endstufe verbrät. Dazu kommt noch, daß Dein Aufbau unter ungüstigen Bedingungen hochfrequente Oberschwingungen abstrahlt, die dann irgendwelche Kommunikationsfrequenzen stören können und das bedeutet garantiert dicken Ärger. Vermutlich gibts deshalb bei der Frequenzauswahl rechtliche Vorgaben.

Mach Dich mal schlau, wie andere das machen (Stichworte: Hochfrequenzofen, Induktionsofen) und nimm eine Spezilistin mit ins Boot (HF-Technikerin oder -Ingenieurin) oder wende Dich an den lokalen Amateurfunkerclub (DARC).
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伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
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Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2019, 07:51   #3   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.613
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Hi Spinet,


"benötigt vermutlich eine Impedanzanpassung", "Dein Aufbau unter ungüstigen Bedingungen hochfrequente Oberschwingungen abstrahlt, die dann irgendwelche Kommunikationsfrequenzen stören können und das bedeutet garantiert dicken Ärger. Vermutlich gibts deshalb bei der Frequenzauswahl rechtliche Vorgaben."
- Nicht nur vermutlich sondern ganz sicher und ca. 3000 € dicken Ärger.


Mit Netzfrequenz läuft das nur bei einer "Probe" mit etwa 10 t. Je kleiner die Probe umso höher die Frequenz.
Mein Tipp: Schmelzofen aus Dentallabor bei Ihhbäh kaufen.


Freundliche Grüße
cg
cg ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 14.06.2019, 18:03   #4   Druckbare Version zeigen
Spinet Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Hallo. Danke für eure Antworten!


Ja, habe danach noch etwas recherchiert und mir Schaltpläne und DIY-Videos angeschaut. Spätestens dann war mir klar, dass es wirklich nicht so einfach und trivial wird >.<


Ans nachbasteln trau ich mich nicht ran, aber Ibähh ist wirklich ne gute Idee! Bin fürn einfachen proof-of-concept Versuch jetzt auf den gestoßen:
https://www.amazon.de/dp/B01FK19MXO/ref=twister_B01FK19U3G?_encoding=UTF8&psc=1


So wies aussieht muss ich das mit nem bestimmten Netzteil betreiben. Geht da eine einfache Autobaterrie? Muss ich irgendwas anderes beachten?


Ich danke euch schonmal!
Spinet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2019, 19:20   #5   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.220
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Das Dings will ein 1kW Schaltnetzteil haben (eine oder besser 2 in Serie geschaltete Autobatterien dürften für den Kurzzeitbetrieb ausreichen, sind aber eher teurer in der Anschaffung). Und brockt Dir garantiert die Interferenzprobleme ein, von denen ich oben geschrieben habe. -> Abschirmen!
Ich rieche noch ein paar andere Unwägbarkeiten wie Einschaltstrom, Absicherung und Kühlung... Ein Elektroniker in Reichweite ist hilfreich.

Und viel Spaß mit dem Zoll . Dem Text nach zu vermuten kommt das Päckchen aus China.
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Geändert von imalipusram (14.06.2019 um 19:28 Uhr)
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.06.2019, 20:59   #6   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.613
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Mit Kurzzeitbetrieb wird er nicht weit kommen. Es dauert schließlich, bis so 'ne Probe samt Tiegel und drum herum aufgeheizt ist. Aus einer Autobatterie kann er 200 Wh ziehen, dann geht sie in die Knie. 1 kW (80 A) Last verträgt sie eh nicht lange.
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2019, 09:02   #7   Druckbare Version zeigen
Spinet Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Danke für eure Antworten!


Zitat:
Zitat von imalipusram Beitrag anzeigen
Das Dings will ein 1kW Schaltnetzteil haben (eine oder besser 2 in Serie geschaltete Autobatterien dürften für den Kurzzeitbetrieb ausreichen, sind aber eher teurer in der Anschaffung). Und brockt Dir garantiert die Interferenzprobleme ein, von denen ich oben geschrieben habe. -> Abschirmen!.
Zitat:
Zitat von cg Beitrag anzeigen
Mit Kurzzeitbetrieb wird er nicht weit kommen. Es dauert schließlich, bis so 'ne Probe samt Tiegel und drum herum aufgeheizt ist. Aus einer Autobatterie kann er 200 Wh ziehen, dann geht sie in die Knie. 1 kW (80 A) Last verträgt sie eh nicht lange.

Also dann lieber ein passendes Netzteil anschaffen, dass 1kW Leistung erzielt statt Autobatterie oder ein Spannungs- bzw. Leistungsreduzierer und den an den Hausstrom legen?


LG
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Alt 17.06.2019, 09:11   #8   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.220
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Zitat:
Zitat von Spinet Beitrag anzeigen
Spannungs- bzw. Leistungsreduzierer und den an den Hausstrom legen?
Genau das macht ein Schaltnetzteil. Oder denkst Du an einen Vorwiderstand? 5 Ohm, 8kW, bei 24V, 40A?
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Alt 17.06.2019, 13:17   #9   Druckbare Version zeigen
Spinet Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Zitat:
Zitat von imalipusram Beitrag anzeigen
Genau das macht ein Schaltnetzteil. Oder denkst Du an einen Vorwiderstand? 5 Ohm, 8kW, bei 24V, 40A?

Was wäre denn sinnvoller?


LG
Spinet ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2019, 13:30   #10   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.220
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Zitat:
Zitat von Spinet Beitrag anzeigen
Was wäre denn sinnvoller?
Hast Du eine Ahnung, wie der Aufbau mit dem Vorwiderstand aussieht?
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Alt 17.06.2019, 13:31   #11   Druckbare Version zeigen
OHGruppe Männlich
Mitglied
Beiträge: 926
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Mal eine doofe Frage:
Warum geht da keine einfache Induktionskochplatte?
__________________
Woher soll ich wissen, was ich denke, bevor ich lese, was ich schreibe?
OHGruppe ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2019, 13:39   #12   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.220
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Zitat:
Zitat von OHGruppe Beitrag anzeigen
Warum geht da keine einfache Induktionskochplatte?
Vielleicht gar nicht so doof! Damit wäre jedenfalls sichergestellt, daß der TES nicht das Ende der Welt heraufbeschwört mit seinem Versuchsaufbau.

@TES: Bitte laß die Finger von Deinem Vorhaben und hol Dir professionellen Rat. Ein Vorwiderstand, der 8 Kilowatt verbrät und einen Strom von 40A hat ist völliger Schwachsinn und hat höchstens in der Hochspannungstechnik was zu suchen. Sowas kan man an keiner Haus- oder Laborinstallation betreiben. Abgesehen davon ist es mehr als unökonomisch. Und wie und wohin willst Du 8kW Abwärme abführen? Das sind etwa 4 mit Öl gefüllte Radiatoren (welche sich evtl. als Vorwiderstände eignen würden... 2x2 parallel und dann in Serie)...
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imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.06.2019, 13:59   #13   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.515
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Das ist also eher ein Versuch für den Winter...
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 19.06.2019, 07:31   #14   Druckbare Version zeigen
Spinet Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 29
AW: Apparativer Aufbau induktive Erwärmung

Danke für eure Antworten.


@ima: Hui, dat is wirklich ne ordentliche Wärme die dabei entsteht >.<. Ich denke ich befolge deinem Rat und suche mir jemanden^^


@OHGruppe: Habe ich bereits probiert (sonst hät ich den Thread nicht erstellt). Alle Induktionsherdplatten haben diese Schutzschaltung, dass sie automatisch ausgehen, wenn sie keinen Topf erkennen. Meine Probe wird leider nicht erkannt, ist aber magnetisch (hängt vor mir am Magneten).


Falls es nächstes mal draußen gewittert, dann habe ich den Versuch doch gestartet und damit den Weltuntergang initiiert
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elektrotechnik, erwärmung, induktion, schaltplan

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