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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 18.08.2019, 10:40   #1   Druckbare Version zeigen
Weltenversteher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 66
Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Bei einem Bewerbungsgespräch wurde ich gefragt wie ich eine Harnstoff Lösung ansetze. Ich hab dann erzählt wie ich vorgehen würde (Hydrationswasser rausrechnen, über Mol die notwendige Gramm menge berechnen, 1/2 auffüllen in einem Messkolben und den gesammten Harnstoff in die Lösung überführen und den Harnstoff versuchen darin zu lösen mit Magnetrührer, bis es homogen ist, und dann bis zum Miniskus auffüllen...

Aber das sei wohl falsch, denn Harnstoff löst sich sehr schwer in wasser, und mit Rühren würde sich der Harnstoff nicht lösen.

Was ich hätte sagen sollen war: Ich gebe den Harnstoff ganz langsam unter rühren dazu, nur so ließe sich der Harnstoff in Wasser lösen.

Würde sich der Harnstoff unter rühren trotzdem irgendwann homogen lösen? Muss ich Stoffe die sich sehr schlecht in Wasser lösen ganz langsam unter rühren dazu geben, ist das der einzigste Weg schwer lösliche Stofe zu lösen? Würde ich mit langsamen hinzugeben von Harnstoff die Lösung schneller ansetzen, als wenn ich den "unlöslichen" Harnstoff Brocken mit einem Magnetrührer löse?

(Meine Idee: Langsames hinzugeben von Wasser schwer löslicher Stoffe ist wirklich effektiver, weil die Effektive Oberfläche größer ist, als wenn ich alles auf einmal hinzugebe und sich ein unlöslicher Harnstoff Klumpen bildet) - Den Fehler mach ich wohl nie wieder Aber stimmt was? Was meint Ihr?

Ich habe hierzu in einem Fachbuch zur "Guten Laborpraxis" nichts gefunden, wie man Wasser unlösliche Stoffe am besten in Wasser löst.

Danke für eure Antwort!

Geändert von Weltenversteher (18.08.2019 um 10:51 Uhr)
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Alt 18.08.2019, 10:57   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.993
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

wenn die Löslichkeitsgrenze nicht überschritten wird, ist es egal wie man vorgeht. Je nach Rührintensivität und/oder Wärme erhält man früher oder später eine homogene Lösung.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 11:01   #3   Druckbare Version zeigen
jag Männlich
Mitglied
Beiträge: 18.484
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Mhm. Fangfrage? Harnstoff läßt sich super lösen und löst sich in sehr großen Mengen problemlos in Wasser. Vollkommen egal, wie man das macht.

Gruß

jag
__________________
Die Lösung auf alle Fragen ist "42".
Aus gegebenem Anlass: Alle Rechnungen überprüfen, da keine Gewähr. - Fragen bitte im Forum stellen.
jag ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 11:25   #4   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.139
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Zitat:
Zitat von jag Beitrag anzeigen
Harnstoff läßt sich super lösen und löst sich in sehr großen Mengen problemlos in Wasser.
Verklumpt aber leicht. Ist im Lab eher egal, aber wenn Du ein Paar Zentner davon in mehreren Kubikmetern Wasser lösen willst und auf einmal ein Riesenklotz den Rührer blockiert...
__________________
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Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 11:41   #5   Druckbare Version zeigen
Weltenversteher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 66
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Eure Antworten überraschen mich sehr, und ich bin etwas verwirrt, wenn ich ehrlich bin! Denn das war angeblich der Grund das ich die Stelle nicht bekommen habe...



Warum hat mir mein Potentieller Arbeitgeber mir das Gefühl gegeben, das ich die "Gute Laborpraxis" nicht beherrsche, da ich Harnstoff durch Rühren lösen wollte, statt es unter rühren ganz langsam hinzuzugeben?

Also wenn ich Harnstoff einfach ins Wasser werfe, und lange Rühre, würde sich dann auch eine Homogene Lösung bilden? Nach Euch, und der Literatur Zufolge: JA. Warum denkt eine Professorin einer Universität da anders? War das der Versuch einen Grund zu finden mich wegzuschicken? Die Professorin meinte, das es sich unter Rühren mit Magnetrührer nicht lösen wird, nur durch langsames hinzugeben...

Und was sag ich, wenn ich nochmal bei einem Bewerbungsgesräch gefragt werde. Wenn es ja praktisch egal ist. Oder gibt es da doch unterschiede in der Zeit? Was geht schneller? Es handelt sich wahrscheinlich um große Mengen Harnstoff knapp unter der Löslichkeitsgrenze, denk ich mal!

Obwohl, während der Magnetrührer den Harnstoff löst, kann ich ja währenddessen schon was anderes machen, als 15 min lang, einen Krümel nach dem anderen reinzuwerfen, um es mal überspitzt auszudrücken.

Jetzt fühle ich mich etwas ungerecht behandelt! Ich verstehe es nicht, vielleicht spielen die Naturgesetze in denen Ihren Laboren eben etwas anders aber woher soll ich das wissen? Bin etwas verwirrt! mhh - es war ja ein Bewerbungsgespräch, vielleicht wollten sie auch etwas ganz anderes testen...?!

Geändert von Weltenversteher (18.08.2019 um 11:47 Uhr)
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Alt 18.08.2019, 11:48   #6   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.139
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Ich finde eine solche Frage als Auswahlkriterium eher unangebracht. Entweder man ist Harnstoffexperte oder nicht. Außerdem steht die Vorgehensweise normalerweise im SOP oder es klappt eben 1x nicht so wie geplant und dauert dann halt mal etwas länger. Unter einer derart haarspalterischen Chefin würde ich eher nicht arbeiten wollen, da kommt vermutlich noch Anderes hinterher, wenn der Tag lang ist.

Ein akademischer Grad (und auch mehrere) bedeuten nicht, daß man die Weisheit gepachtet hat. Mach Dir deshalb keinen Kopf drum.
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Geändert von imalipusram (18.08.2019 um 11:54 Uhr)
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Alt 18.08.2019, 11:53   #7   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.452
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Wenn es sich um ein Bewerbungsgespräch für eine Universitätsstelle(Studienplatz
etc.) handelte,dürfte diese Frage/Antwort darauf eigentlich nicht für eine Ablehnung ausreichen.Wurde dies denn so vermittelt oder direkt gesagt?
MMn ist das schon eine recht spezfische Frage,die nicht zum Chemiewissen,sondern mehr zur Erfahrung im Umgang einer Chemikalie gehört.
Für einen Pharmazeuten ist das möglicherweise schon mal im Studium angesprochen worden,aber trotzdem sollte das allein nicht ausreichen.
Man hätte im Gespräch noch freundlich argumentieren können über Lösungsprozesse und deren Dauer.
Hast du die Möglichkeit der weiteren Rückfragen,wie sie in Bewerbungsgesprächen im Beruf u.U. auch vorkommen?
Ansonsten bleibt,das Leben ist unfair.

Fulvenus!
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Alt 18.08.2019, 12:43   #8   Druckbare Version zeigen
Weltenversteher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 66
Ich habe mich auf eine befristete Stelle als BTA beworben für 2 Monate, weil ich nach ein paar Jahren studieren, wieder mal im Labor stehen wollte.
Hatte dort auch ein Praktikum gemacht, und war auch eingearbeitet.

Da ich behauptet hätte das ich gute Laborpraxis beherrsche, wurde mir die Frage gestellt wie ich eine Harnstoff Lösung ansetzen würde... Nach meiner wohl "Falschen" aussage es mit einem Magnetrührer zu homogensieren, bekam ich auchdie Antwort das meine BTA Ausbildung ja schon einige Jahre zurück liegt, und ich wohl vieles vergessen hätte.
Habe direkt nach meiner Ausbildung angefangen zu studieren. Auch sehr hart, das die nur BTA Absolventen aufnehmen wollen die frisch ihren Abschluss gemacht haben?! Hatte fast 200 Bewerbungen verschickt mit einem schnitt mit einem mittelmäßigem schnitt von 2,5. (Noten geben nur grob die Fachkompetenz wieder,andere Kollegen die eine 1 in Biochemie hatten und ich nur eine 2, kamen trotzdem im praktikum zu mir und wollten wissen wie man die Enzymaktivität berechnet, noten sagen ja wirklich sehr viel aus!) Aber in 70 % der Fälle habe ich noch nicht mal eine Absage bekommen...

Zurzeit arbeite ich als Freier Mitarbeiter, Lehrhilfskraft an Schulen und Nachhilfelehrer bis Abi in Mathe Chemie Physik und Biologie. Meine aktuellen Chefs sind sehr zufrieden mit mir, ich sei fleißig und zuverlässig, sie wollen mich gar nicht mehr hergeben, die Kunden sind wohl sehr zufrieden mit mir, weil ich den Kindern und Jugendlichen alles gut erklären kann. Ich bin mir sicher die gleiche Leistung auch im Labor zu bringen. Naturwissenschaften auf Abi Niveau ist auf Dauer auch etwas monoton, ich kann viel mehr! Und während ich nur 12 euro die stunde bekomme, verdient mein chef an mir 80 euro die stunde...aber das ist wohl normal in der Arbeitswelt! Tja, da hätten sie einen fleißigen Laborarbeiter bekommen, aber die haben ja auch viel Auswahl, bei 100 Bewerbern auf einer Stelle! Ich will mich jetzt wieder versuchen zu bewerben. Eine Stelle in meinem Fachbereich, da wäre ich auch Krankenversichert, das würde mir als noch student etwas entgegen kommen. BaföG wurde abgelehnt, da mein Vater zu viel verdient, aber er ist nicht mehr verpflichtet mich zu unterstützen, weil ich schon eine Berufsausbildung habe.

Ich habe Fachliteratur zu Bewerbungegespräche führen besorgt, um mich für das nächste mal besser vorzubereiten. Angeblich wollen sie keine Fachkompetenzen prüfen, sondern hauptsächlich auch das Persönlichkeitsprofil bzw ob die Chemie/sympathie stimmt.

Danke für eure Antworten. Das hat mir wieder Mut gegeben!

PS: Ich betreibe seit 7 Jahren Literaturrecherche zur Wasserforschung und es gibt viele Indizen das Wasser eine Heterogene Flüssigkeit ist, und neue Perspektiven auf Biologische Prozesse wirft. Das hätte ich den Biochemikern wo ich zum Bewerbungegespräch eingeladen wurde, nicht erzählen dürfen, denn Offizell gilt wasser immer noch als Homogene Flüssigkeit. Man will von einem Studenten nicht erzählt bekommen, das man Biochemische Prozesse noch aus anderen Perspektiven betrachten könnte... Das muss ich beim nächste mal für mich behalten!
ich bin froh eine Abschlussarbeit über Wasser machen zu dürfen mit einem Prof, der auch offen für die Wasser Forschung ist. Das Wasser Heterogene Eigenschaften hat, denkt auch ein WasserPhysiker Freund von ihm. Wird halt noch ein paar jahre oder jahrzehnte dauern, bis aktuelle Forschungsergebnisse in Schulbücher fließen. Das Polywasserdebakel und die Esoterik machen es den Wasserforschern schwer, nicht sofort in die Pseudowissenschaftliche Ecke gedrängt zu werden. Dachte so eine Universtität freut sich über einen hobby Grundlagenforscher, der sich als einfacher BTA für Labor Routine arbeiten bewirbt. Falsch gedacht?!

Geändert von Weltenversteher (18.08.2019 um 13:08 Uhr)
Weltenversteher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 12:51   #9   Druckbare Version zeigen
zarathustra  
Moderator
Beiträge: 11.692
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Zitat:
Zitat von Weltenversteher Beitrag anzeigen
Warum hat mir mein Potentieller Arbeitgeber mir das Gefühl gegeben, das ich die "Gute Laborpraxis" nicht beherrsche, da ich Harnstoff durch Rühren lösen wollte, statt es unter rühren ganz langsam hinzuzugeben?

Also wenn ich Harnstoff einfach ins Wasser werfe, und lange Rühre, würde sich dann auch eine Homogene Lösung bilden? Nach Euch, und der Literatur Zufolge: JA. Warum denkt eine Professorin einer Universität da anders? War das der Versuch einen Grund zu finden mich wegzuschicken? Die Professorin meinte, das es sich unter Rühren mit Magnetrührer nicht lösen wird, nur durch langsames hinzugeben...

Und was sag ich, wenn ich nochmal bei einem Bewerbungsgesräch gefragt werde. Wenn es ja praktisch egal ist. Oder gibt es da doch unterschiede in der Zeit? Was geht schneller? Es handelt sich wahrscheinlich um große Mengen Harnstoff knapp unter der Löslichkeitsgrenze, denk ich mal!
Gerade wenn du in Richtung Biotechnologie ausgebildet bist, weißt du vermutlich, dass man teilweise mit sehr konzentrierten Harnstoff-Lösungen oder auch Guanidiniumchlorid-Lösungen arbeitet (5-6 mol/l). Gerade bei Guanidiniumchlorid hat man noch den Effekt, dass sich das Gemisch beim Lösen abkühlt. Da hat man eine riesige Menge Feststoff, etwas Wasser, der Rührfisch "pappt" fest und das Zeug wird sich einfach nicht lösen. Wir hatten ernsthaft Studenten, die haben das den halben Tag stehen gelassen ("rühren gelassen" kann man nicht sagen, der Rührfische klebte ja fest) und es hat nicht geklappt.

Natürlich kann man versuchen, etwas langsam unter Rühren hinzuzugeben. Das muss man in der Biochemie ja tatsächlich manchmal so machen, wenn du z.B. Proteine aussalzen willst. Ehrlich gesagt empfinde ich das aber beim Ansetzen einer Lösung auch nicht als praktikabel. Wenn die Substanz nicht wärmeempfindlich ist, kann man einfach ein das dest. Wasser in der Mikrowelle erhitzen/aufkochen und dann über den Feststoff gießen. Danach ein bisschen rühren lassen und die Lösung ist fertig. Um beim obenen Beispiel zu bleiben: Wenn du 5 mol Guanidinumchlorid abwiegst und kochendes Wasser drauf kippst, löst sich das Guanidinium fast sofort, aber unter so deutlichem Abkühlen, dass die Lösung hand-warm ist.

Natürlich kannst du solche Sachen konkret nicht wissen, wenn du die Erfahrung nicht gemacht hast. Vielleicht ging es bei dem Interview aber auch nur um "logisches Denken", nach dem Motto: Eine Substanz löst sich nicht, also was kann man machen? - Den Fetststoff vernünftig zerkleinern (größere Oberfläche), rühren (Durchmischung), ggf. erwärmen (warum eigentlich?), längere Zeit rühren lassen, ggf. schrittweise Zugabe des Feststoffes, ggf. andere Lösungsmittel mit anderer Polarität verwenden (Wirkstoffe werden bspw. oft in DMSO gelöst)...

Aus persönlicher Sicht kann ich sagen, dass ich auch mal ein Interview hatte, wo ständig von einer Professorin gefragt wurde, wie man etwas machen könnte. Geantwortet - Rückfrage: "Und was könnten Sie noch machen?" - Geantwortet - Rückfrage: "Und wie ginge das noch?" - Geantwortet - Rückfrage: "Gut, aber was gibt es sonst noch an Möglichkeit" - Bis irgendwann ein anderer Interviewer eingeschritten ist, sie abgewürgt hat und das Thema gewechselt hat. Nicht ärgern - solche Menschen gibt es halt...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!

Geändert von zarathustra (18.08.2019 um 12:58 Uhr)
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 12:54   #10   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.452
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Das liest sich so,als ob sie die Harnstofffrage nur gestellt haben,um ihre vorher bereits gefaßte Ablehnung(BTA-Ausbildung zu lang her) zu "begründen".

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 13:29   #11   Druckbare Version zeigen
Weltenversteher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 66
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Ich habe vorgeschlagen die Lösung zu erwärmen. Aber das durfte ich nicht, hieß es, ich sollte mir noch was anderes überlegen. Dann bekam ich die Antwort: Langsames hinzugeben! Okey! Klingt logisch, wegen der größeren Oberfläche, die durch Verklumpen ja minimiert wird.

Vielleicht haben wir das auch in der Ausbildung besprochen... ist vielleicht wirklich zu lange her. Doch ich lern schnell, und das werd ich wohl nie wieder vergessen,auch wenn ich davon nichts in einem buch über "Gute laborpraxis" auf die schnelle gefunden habe.

Danke für die Rückmeldung! Dann hatte die Professorin ja doch recht. Ein Kollege von mir meinte, er wäre dann sofort aufgestanden hätte sich bedankt und wäre gegangen, wenn man so kleinlich ist. Sie haben wohl einen Grund gesucht mich wegzuschicken.

Offtopic: Die haben mir auch gesagt, das sie als Biochemiker Wasser nur als einfaches Lösemittel betrachten. Vielleicht war es auch deswegen, weil ich über neuste Forschungsergebnise über Wasser gesprochen habe, das wollen die nicht hören. Dachte das wäre begehrendwert, da man mich als BTA bezahlt, und ich praktisch die Kompetenz eines Studiums gennossen habe (bin noch mit meiner abschlussarbeit beschäftigt), und ich mich in meiner Freizeit für Grundlagenforschung interessiere. (Vorallem Heterogenes Wasser und Bioelektromagnetismus) Ich wollte selber ursprünglich Biochemie studieren, hab aber zum Glück dann Nanotechnologie studiert. Aber für Biochemiker hat wasser wohl nur Lösemittel Eigenschaften und alle Biologischen Prozesse werden über Chemische Prozesse gesteuert. Die Tatsache das der Körper Elektromagnetische Strahlung erzeugt, verarbeitet wird in Europa wohl noch ignoriert,obwohl es in Amerika, Russland und Japan offizell anerkannt ist, weil die Frequenzmedizin dort von den Krankenkassen bezahlt wird, hier in deutschland ordnen viele wissenschaftler dieses Spannende Thema Vorschnell in die Pseudowissenschaftliche ecke, ohne selber zu recherchieren und ohne den Mut selber zu denken. Obwohl es Deutsche Patente gibt, die beschreiben wie man mit EM Strahlung Biologishe Prozesse steuern kann! Und Deutsche Patente sind wissenschaftlich geprüft! Gleichzeitig behauptet aber die WHO das Nicht Thermische Effekte nicht belegt sind, obwohl sie vom Obersten Landsgericht Schweiz bestätigt wurden nachdem wissenschaflter geklagt haben, das ihre Forschungeergebnisse von der WHO als Pseudowissenschaft bezeichnet wurden. (Also BWL leute entscheiden was wissenschaftlich korrekt ist... verrückt! Und wer die Gegenstudien der WHO ließt, stellt viele Kritikpunkte fest. Alles wiedersprüchlich, auch Jugend Forscht hat zwei mal den ersten Platz gewonnen beim nachweiß nicht thermischer Effekte! Das ist ein gutes Beispiel das WIssenschaft nicht mehr unabhängig ist. Aus dem Gutachten des Obersten Landsgerichts Schweiz und Italien geht hervor, das wirtschaftliche Interessen einen starken Einfluss beim Thema Elektrosmog haben und welche Forschung finanzell unterstützt wird, deswegen ist das thema so unbekannt in Europäischen Unis. Und ich rede hier NICHt von der Biophotonen Theorie von Popp! Hab auch schon überlegt ins Ausland zu gehen, weil das was ich eigentlich machen will hier in Europa gar nicht erforscht wird!
Also für die Zukunft merken, nur darüber reden was an Europäischen Unis gelehrt wird! Keiner will einen Protowissenschaftler einstellen, der sich mit vielleicht fehlerhaften Hypothesen beschäfigt. Doch Hypothesen aufstellen und sie falsizieren ist doch die Basis der WIssenschaft! Sich zu Irren gehört dazu! Aber ist wohl uncool bei einem Bewerbungsgespräch Dachte sie hätten Interesse an neuen Input, denn viele reproduzierbare Anomalien lassen sich mit den neusten Hypothesen gut vohersagen und beschreiben!

Geändert von Weltenversteher (18.08.2019 um 13:48 Uhr)
Weltenversteher ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 13:37   #12   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.139
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Zitat:
Zitat von Weltenversteher Beitrag anzeigen
Ich hab halt nach meiner Ausbildung direkt studiert... dachte das wäre Bekehrendwert, da man mich als BTA bezahlt, und ich praktisch die kompetenz eines Studiums gennossen habe, und mich für Grundlagenforschung interessiere.
Du bist überqualifiziert bei einer Stelle, für die ein Schaf gesucht wird, welches tut, was man ihm sagt, aber Spezialist für das Auflösen von Harnstoff ist. Deshalb herrscht in Deutschland ja Fachkräftemangel.
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Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
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Alt 18.08.2019, 14:33   #13   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.686
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Zitat:
Zitat von imalipusram Beitrag anzeigen
Deshalb herrscht in Deutschland ja Fachkräftemangel.
Und wegen dem schreienden Fachkräftemangel haben ja auch etwa 40% aller 30 Azubis, die ich in letzter Zeit kennengelernt habe, zwischen 30-40 Bewerbungen schreiben müssen, um dann einen Ausbildungsplatz zu bekommen. Von zahlreichen Firmen kam erst gar keine Antwort.
Parallelgesellschaften
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"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 18.08.2019, 17:46   #14   Druckbare Version zeigen
zarathustra  
Moderator
Beiträge: 11.692
Wenn ich die Beiträge so lese, glaube ich ehrlich gesagt nicht, dass die Harnstoff-Thematik wirklich der entscheidende Faktor war.

Du hast geschrieben, dass die Stelle befristet für 2 Monate befristet besetzten muss. Vermutlich ist jemand vorübergehend ausgefallen (Elternzeit, Verletzung, Krankheit o.ä.) und muss kurzfristig vertreten werden. Dann braucht man eine Person, die einfach schnell mit anpackt und gewissenhaft die anfallende Arbeit abarbeitet.
Wenn dem wirklich der Fall ist, dann benötigt man ehrlich gesagt niemanden, der irgendwas "beser weiß" (selbst wenn das stimmt), sondern einfach eine/n TA als Unterstützung.

Wir hatten an der Uni mal einen TA, der morgens ganz früh gekommen ist, um die ihm aufgetragenen Experimente für Doktoranden und Postdocs zu machen. Irgendwann stellte sich heraus, dass er die Experimente eigenständig "verbessert" hatte, also nach eigener Vorstellung abgewandelt, ohne jemandem was davon zu erzählen. Die Ergebnisse waren dann völlig zweifelhaft und es mussten alle Experimente wiederholt werden. Das ist der absolute GAU für jedes Forschungsprojekt!

Ich kenne einige Leute, die als studierte Wissenschaftler (z.T. promoviert) als TAs arbeiten. Die haben sich alle eine sichere, familiengeeignete Stelle damit erkauft, dass sie "Ausführende" sind - natürlich auf sehr hohem Niveau. Sie können ohne viel Anleitung arbeiten, Fehler selbst finden und lösen, aber tatsächlich leisten sie technische Arbeiten und "forschen" nicht mehr eigenständig.

Zitat:
Zitat von Weltenversteher
Aber für Biochemiker hat wasser wohl nur Lösemittel Eigenschaften und alle Biologischen Prozesse werden über Chemische Prozesse gesteuert. Die Tatsache das der Körper Elektromagnetische Strahlung erzeugt, verarbeitet wird in Europa wohl noch ignoriert,obwohl es in Amerika, Russland und Japan offizell anerkannt ist, weil die Frequenzmedizin dort von den Krankenkassen bezahlt wird, hier in deutschland ordnen viele wissenschaftler dieses Spannende Thema Vorschnell in die Pseudowissenschaftliche ecke, ohne selber zu recherchieren und ohne den Mut selber zu denken.
Ohne dieses Thema jetzt wirklich erweitern zu wollen:

Homöopathie wird auch von Krankenkassen in Deutschland anerkannt und bezahlt - das bedeutet nicht, dass Homöopathie über den Placebo-Effekt hinaus wirkt. Es gibt aber genügend Homöopathie-Fans unter den Patienten, die in eine andere Krankenkasse gehen würden, wenn ihre KK das nicht bezahlen würde. So regelt der Markt das...

Ich habe wirklich keine Ahnung von "heterogenem Wasser" oder "Frequenzmedizin", google liefert mir aber eine Reihe sehr dubioser Seiten als Suchergebnis. Da habe ich ehrlich gesagt schon keine Lust mehr, weiter zu suchen. Gleichzeitig wird in den Pseudowissenschaften eine Menge Unsinn verzapft (Amygdalin, "Miracle Mineral Supplement" und "Chlordioxid" etc.), da kann man nicht immer alles selbst recherchieren. In dem Fall finde ich es absolut vermessen, irgendwem zu unterstellen, er sei "zu feige, um selbst nachzudenken"...
__________________
Ich habe zwar auch keine Lösung, aber ich bewundere das Problem!
zarathustra ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.08.2019, 18:10   #15   Druckbare Version zeigen
Weltenversteher Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 66
AW: Homogene Harnstoff Lösung ansetzen

Sich über Protowissenschaftliche Themen wie die "Frequenzmedizin" oder "Heterogenes Wasser" über google zu informieren, landet man schnell nur auf Esoterischen und Pseudowissenschaftlichen Seiten.

Ich gebe zu, nur die Papers gelesen zu haben, doch selbst die findet man über Schloar nicht sofort, da muss man schon genau wissen welche Wissenschaftler da auf diesen Gebiet seriös und Führend sind. Viele Anomalien sind Reproduzierbar, und bevor ich hier wieder einen zu langen Text schreibe, muss ich einsehen, das Protowissenschaftliche Themen bei der Mehrheit der wissenschaftler unbeliebt sind, was eigentlich komisch ist. Denn wenn die Hypothesen falsiziert werden können, wüsste man ja mehr! Ich habe auch schon oft die meiner Meinung nach guten Papers Professoren vorgestellt, diese haben aber auch verständlicher weise keine Zeit diese selber zu lesen und zu beurteilen. Das Krankenkassen Freuqnzmedizinische Behandlungen bezahlen ist sicher kein Beweiß, das weiß ich auch. Doch dort werden auch reproduzierbare Experimente an Lebewesen durchgeführt, die ersteraunliche Anomalien erzeugen.

Sollte diese Technologie wirklich halten was sie verspricht, kann ich mir gut vorstellen das hier mal wieder wie beim Thema Elektrosmog Wirtschaftliche Interessen viel Geld investieren, über Medien wie "Spiegel" und "Welt" durch die wiedergabe unvollständiger Informationen dem Leser zu suggeriren das es sich hier um Pseudowissenschaft handelt, da man hier unheilbare Krankheiten heilen kann, und man Medikamente bis zu 90 % einsparen kann, was ein massiven geschäftsverlust für Pharmakonzerne darstellen würde, da Menschen nicht mehr von Tabletten abhängig wären. Aber das ist nur eine eigene Hypohtese, die am beispiel Elektrosmog sauber bewiesen wurde (Quelle Kompetenzinitaitve)

Ja, das war einfach nicht die richtige Stelle für mich. Vielleicht finde ich ja noch einen ARbeitgeber, der Interesse hat für minimale Inevstionskosten herrauszufinden weltweite Probleme lösen zu können. Zurzeit sagen mir die BWL leute die Innovative Ideen fördern wollen, das ich eine Uni und Prof finden soll. Ein einfaches Projekt war, das spezifische Oberflächen Heterogene Wasser Phasengrenzen erzeugen, welche effektiv Sonnenstrahlung in Strom umwandeln können, es funktioniert ja bereits schon. Was ich nur machen wollte war ein das Optimale Oberflächen Volumen Verhältnis Experimentell zu bestimmen. Sollte man mit Wasser wirklich sehr effektiv Sonnenstrahlen in Strom umwandeln wäre das ein beiitrag zur Lösung der Energieprobleme. Es funktioniert ja auch schon im Labormaßstab. Und die Entwicklungskosten sind sehr gering. Aber ich habe bis jetzt niemanden gefunden der INteresse hat das mal herrauszufinden. Ich brauche eine Analysenwaage und Polyamid , das sind zwar einfache Geräte und Chemikalien, aber als Privatperson unmöglich ran zu kommen... ich werde aber jetzt in meiner praktischen phase in meiner abschlussarbeit das mal selber bisschen rumexperimentireren... wenn mir niemand hilft muss ich es selber machen, und ganz ehrlich. Hätten wir Wirklich Energieprobleme würde man mir die Möglichkeit geben das herrauszufinden, es gibt ja nichts zu verlieren!
Die Entwicklungskosten und Forschungskosten trage ich selber! ich brauche nur ein Labor!
Wenn es funktioniert wären die Energieprobleme gelöst, und wenn es nicht effizent ist, hat man es wenigstens versucht, und es gab praktisch keine Verlust! also es gibt nichts zu verlieren! aber ich bin da wohl etwas naiv, ich versteh das als leidenschaftlichen Forschergeist nicht! Total verwirrend und verrückt die Industrie!
Aber ja das war jetzt offtopic, aber zieht sich durch viele Protowissenschaftliche Forschungsbereiche. Es gibt einfach keine Uni oder Prof in Deutschland der lust hat die Papers zu reproduzieren! vielleicht haben sie angst das es funktioniert, und dann wäre das eine extrem Konkurenzfähige Technologie die bestehende Konzerne bankrott machen!
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