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Alt 10.07.2018, 21:37   #1   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Beiträge: 94
Studienvorbereitung - Biologie

Ihr Lieben,

ja ich kenne die Themen hier in denen nach Tipps zur Studienvorbereitung gefragt wird.
Trotzdem habe ich eine konkrete Frage.
Ich breite derzeit mein Chemiestudium vor. Eine alte Ausgabe des Mortimers liegt dabei neben mir.
Ich habe mein Abi mit 1,0 bestanden und meiner Meinung nach keinerlei Defizite im Chemielehrplan meines Bundeslandes. Der Physikunterricht an meiner Schule war glücklicherweise sehr gut, sodass auch fast alle durch die Quantenmechanik gestiegen sind.
So hab ich mir jetzt in Grundzügen das Orbitalmodell erarbeitet. Gibt es bestimmte Themen (v.a. im Mortimer) die ihr noch empfehlen würdet oder einfach das ganze Buch durch?

Viel wichtiger ist mir jedoch die ungeliebte Biologie. Einen Bioraum habe ich seit 2 Jahren nicht mehr von innen gesehen und um ehrlich zu sein hat sie mir immer am wenigsten Spaß gemacht. Ich muss es nicht übertreiben und gleich den Unistoff erarbeiten, doch gibt es Themen die bei einem Abiturienten im Chemie-Studium vorausgesetzt werden? Dann schnapp ich mir das Biobuch meiner ehemaligen Mitschüler und erarbeite mir das jetzt. Spontan fallen mir da Fotosynthese und dieser ominöse Zitronensäurezyklus ein über den sie alle geschimpft haben...

Mit lieben Grüßen
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Alt 11.07.2018, 07:24   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
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Beiträge: 21.736
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Müsst ihr Biochemie überhaupt belegen? Wenn ja und du ein Abi mit 1,0 hast, kannst du das leicht im Studium lernen. Wir konnten uns damals im Grundstudium zwischen Biochemie und Polymerchemie als 4. Fach entscheiden.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
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Alt 11.07.2018, 08:00   #3   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Müsst ihr Biochemie überhaupt belegen? Wenn ja und du ein Abi mit 1,0 hast, kannst du das leicht im Studium lernen. Wir konnten uns damals im Grundstudium zwischen Biochemie und Polymerchemie als 4. Fach entscheiden.
Das frage ich euch ja ob mir das überhaupt irgendwann begegnen wird.

Um ehrlich zu sein ist mir derzeit auch ziemlich langweilig. Ich hatte einen saisonalen Job, der hatte sich nach der Trockenheit aber nach 2 Monaten schon erledigt... Deshalb dachte ich dann fang ich halt mit der Vorbereitung an.
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Alt 11.07.2018, 08:21   #4   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.736
AW: Studienvorbereitung - Biologie

schau dir einfach mal ein paar Studienpläne an.
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De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
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Alt 11.07.2018, 08:25   #5   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Auf die Idee bin ich gerade auch gekommen. ^^ Also ich schwanke immer noch zwischen Jena und Bayreuth, doch da ich Jena wahrscheinlich im Zelt schlafen müsste ist das wohl eher raus...

In Bayreuth ist im 2. Semester "Biochemie" und "Zellbiologie" dran... Dazu hab ich aber noch keine Skripte im Netz gefunden, ergo weiß ich den genauen Inhalt noch nicht.
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Alt 11.07.2018, 08:27   #6   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Oder gibt es etwas fürs Labor das ich vorbereiten kann?
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Alt 11.07.2018, 08:28   #7   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
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Beiträge: 21.736
AW: Studienvorbereitung - Biologie

wenn Biochemie im Plan steht, kommen die von dir oben genannten sicher vor.
__________________
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De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
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Alt 11.07.2018, 12:33   #8   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
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Beiträge: 587
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Man muss auch nicht alles schon wissen, bevor das Studium losgeht, aber dein Engagement in allen Ehren.
Also in unserer Einführung in die Biochemie ging es um folgende Themen:
"Verständnis der zellulären Strukturen, der Basisbausteine der Biochemie, wie Proteine, Nukleinsäuren, Fette und Zucker sowie der grundlegenden Prinzipien der Proteine und Nukleinsäuren (Faltung, Funktion, Katalyse)."



Wenn du dich da vorbereiten willst kannst du an geeignetem Orte ja mal in die Themen reinlesen.

Ich würde an deiner Stelle aber eher Themen aus den Grundlagen der allgemeinen Chemie angucken und zusehen, dass du in Mathe die Schulthemen drauf hast, das finde ich für den Anfang irgendwie wichtiger, zumal Biochemie sicher nicht im ersten Semester kommt.
Adders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 13:18   #9   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von Adders Beitrag anzeigen
Man muss auch nicht alles schon wissen, bevor das Studium losgeht, aber dein Engagement in allen Ehren.
Also in unserer Einführung in die Biochemie ging es um folgende Themen:
"Verständnis der zellulären Strukturen, der Basisbausteine der Biochemie, wie Proteine, Nukleinsäuren, Fette und Zucker sowie der grundlegenden Prinzipien der Proteine und Nukleinsäuren (Faltung, Funktion, Katalyse)."



Wenn du dich da vorbereiten willst kannst du an geeignetem Orte ja mal in die Themen reinlesen.

Ich würde an deiner Stelle aber eher Themen aus den Grundlagen der allgemeinen Chemie angucken und zusehen, dass du in Mathe die Schulthemen drauf hast, das finde ich für den Anfang irgendwie wichtiger, zumal Biochemie sicher nicht im ersten Semester kommt.

Ja Mathe LK war ich eigentlich ganz fit. Welche Themen der Allgemeinen Chemie meinst du konkret?
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Alt 11.07.2018, 14:03   #10   Druckbare Version zeigen
Peter Schulz  
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Beiträge: 450
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von GlobusEnte Beitrag anzeigen
Ja Mathe LK war ich eigentlich ganz fit.
Dann werde lieber Physiker oder Ingenieur und lass die Finger von der Chemie. Ich habe gerade die Statistik für die Chemiestudiengänge in Deutschland 2017 im aktuellen Heft der Nachrichten aus der Chemie vor mir. Die Zahl der Chemiedoktoranden hat wieder einen neuen Rekordwert erreicht. Wer soll die alle einstellen?
Peter Schulz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 14:21   #11   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von Peter Schulz Beitrag anzeigen
Dann werde lieber Physiker oder Ingenieur und lass die Finger von der Chemie. Ich habe gerade die Statistik für die Chemiestudiengänge in Deutschland 2017 im aktuellen Heft der Nachrichten aus der Chemie vor mir. Die Zahl der Chemiedoktoranden hat wieder einen neuen Rekordwert erreicht. Wer soll die alle einstellen?
Verunsicher mich nicht. Ich hatte mich gerade entschieden. Wäre das Desinteresse gegenüber Biologie nicht wäre es wahrscheinlich Optometrie oder Medizinische Physik geworden... So sollte es halt Materialchemie im Master werden...
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 14:03   #12   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
Mitglied
Beiträge: 587
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von GlobusEnte Beitrag anzeigen
Ja Mathe LK war ich eigentlich ganz fit. Welche Themen der Allgemeinen Chemie meinst du konkret?

Also der Mortimer ist wahrscheinlich eine ganz gute Orientierung. Wobei du das Meiste wahrscheinlich eh schon kennst, wenn du guten Chemieunterricht hattest.


Besonders wichtig war da bei uns einfache Rechnungen mit Stoffmengen, molaren Massen, Konzentrationen, pH-Werten; Aufstellen von einfachen Reaktionsgleichungen (Stöchiometrie) und Red-Ox-Redoxreaktionen; Zeichnen von Molekülen in Lewisformel und Abschätzen von Molekülgeometrien nach dem VSEPR-Modell; Grundlegender Aufbau von Atomen und Bindungsarten (kovalent, ionisch, metallisch); Gase, Flüssigkeiten, Feststoffe; ein grober Überblick über das Periodensystem der Elemente (welche Hauptgruppen reagieren wie?, typische Oxidationszahlen); Zustandsgleichung idealer Gase; Nernst-Gleichung; Massenwirkungsgesetz.



Wenn du das alles schon kennst kannst du dir auch die Grundlagen der organischen Chemie ansehen. Nomenklatur von Kohlenwasserstoffen; Struktur von organischen Molekülen (Hybridisierung von Kohlenstoffatomen); Typische Heteroatome; Darstellungsformen von organischen Molekülen; Funktionelle Gruppen; +/-I und +/-M Effekte; Nucleophilie/Elektrophilie; Mesomerie; Substanzklassen; Einfache Reaktionsmechanismen (Nucleophile Substitution SN1, SN2, Additions Rkt., Eliminierungs Rkt. E1, E2, E1cb uvm.); Chiralität und Stereochemie; Aromatizität. Und dann eventuell noch grundlegender Aufbau von Naturstoffen (Aminosäuren->Proteinen, Zuckern, Fetten und Nukleinsäuren, womit dann der Bogen zur Biochemie geschlagen wäre).



Physikalische Chemie kann man natürlich auch vorher lernen, ich stelle mir das aber irgendwie etwas schwieriger vor. Da gehts dann in der Regel mit Thermodynamik von Gasen los (Zustandsgleichung idealer Gase, Arbeit und Wärme bei Kompression, Expansion uvm.)


Wenn man in diesen Sachen auskennt fällt es sicher einfacher den Vorlesungen zu folgen, und hat es bestimmt auch im Praktikum leichter. Oder man lehnt sich zurück und genießt die Zeit, in der man noch nicht die ganze Zeit für die Uni lernen muss. Das wird auf jeden Fall sonst auch alles noch mal während des Studiums behandelt. Aber es schadet sicher nicht, wenn man sich schon etwas auskennt, sonst kann es zu Studienbeginn schon recht heftig werden.

Geändert von Adders (11.07.2018 um 14:09 Uhr)
Adders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.07.2018, 14:23   #13   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Zitat:
Zitat von Adders Beitrag anzeigen
Abschätzen von Molekülgeometrien nach dem VSEPR-Modell
Das kommt mir doch unbekannt vor. Das nehm ich mir mal vor.
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.07.2018, 21:44   #14   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
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Themenersteller
Beiträge: 94
AW: Studienvorbereitung - Biologie

Also ihr lieben,
ich habe mir mal den Mortimer vorgenommen und bin bei folgenden Begriffen auf Unklarheiten gestoßen.
Ich habe jeweils eine grobe Vorstellung was sie bedeuten würde sie aber von euch gern noch mal kurz erklärt haben, nicht das ich hier in die völlig falsche Richtung denke.

Es geht um:
1. den begrenzenden Reaktanden
2. den Aktivitätskoeffizienten
3. den Unterschied zwischen Suspensionen und Emulsionen

Vielen Dank für eure Hilfe!
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.07.2018, 11:14   #15   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
Mitglied
Beiträge: 587
AW: Studienvorbereitung - Biologie

1. Wenn du eine Reaktion ansiehst kannst du aus den Angaben der Stoffmenge und der Reaktionsgleichung darauf schließen, wie viel Produkt maximal gebildet wird (Ausbeuteberechnung). Nehmen wir mal eine Reaktion {A+B\rightarrow C}.
Es wird 1 mol A und 2 mol B eingesetzt? Wie viel C kann maximal gebildet werden?
Antwort: 1 mol. A und B reagieren im Verhältnis 1:1 miteinander zu jeweils einem C. Also für jedes A, das verschwindet wird ein C gebildet. Irgendwann ist A aufgebraucht. Es ist zwar noch B übrig, aber ohne den Reaktionspartner A passiert nichts mehr. Die Reaktanden sind begrenzt, A liegt im Unterschuss vor. Das ist natürlich ein einfaches Beispiel. Kannst ja mal folgende Beispiele versuchen. Welche Stoffmenge an C kann maximal entstehen?

{2A+B\rightarrow C}
{A+4B\rightarrow C}
{A+4B\rightarrow 3C}


2. Die Gleichungen in der physikalischen Chemie funktionieren meist nicht direkt mit Konzentrationen. Dort wird dann einfach ein Korrekturfaktor eingeführt (Zahl zwischen 0 und 1), der mit der Konzentration multipliziert wird. Das Produkt heißt dann Aktivität. Der Faktor ist der Aktivitätskoeffizient. Häufig kann man den Unterschied zwischen Aktivität und Konzentration aber einfach irgnorieren und kriegt trotzdem noch gute Ergebnisse heraus. Ähnliches gilt für Drücke (bei Gasen).


3. Eine Suspension ist ein heterogenes Stoffgemisch aus festen Teilchen in einer Flüssigkeit. Heterogen heißt es gibt mehrere Phasen (feste Teilchen und Flüssigkeit). Beispiel: Matsch (Sand in Wasser).
Eine Emulsion ist ein heterogenes Stoffgemisch zwei nicht mischbarer Flüssigkeiten. Also kleinste Tröpfen des einen Stoffes in einer Flüssigkeit. Beispiel: Milch.
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