Schwerpunktforum: Stöchiometrie und Redoxgleichungen
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Alt 25.02.2018, 12:19   #1   Druckbare Version zeigen
rico95 Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1
Stöchiometrie bei Gleichgewichtsreaktionen

Hallo zusammen ,

ich bereite mich zur Zeit auf eine Chemie-Klausur im Rahmen meines vor Kurzem begonnenen Geowissenschaften-Studiums vor und bin in den letzten Tagen leider auf einige Unklarheiten gestoßen, bei denen ich hoffe, dass sie hier geklärt werden können.

Wie schon im Titel erwähnt, geht es um Stöchiometrie bei Gleichgewichtsreaktionen.
Bei allen Übungsaufgaben, die ich bisher zur Stöchiometrie gerechnet habe, konnte ich aus der Reaktionsgleichung das Verhältnis der Stoffmengen der beteiligten Stoffe ablesen, z.B. sagt mir 2H2 + O2 -> 2H2O, dass die Stoffmengen von Wasserstoff und Wasser identisch sind, während die von Sauerstoff halb so groß ist.
Nun bin ich aber bei den Gleichgewichtsreaktionen angekommen und musste feststellen, dass dieses Prinzip dort nicht mehr anwendbar ist.
Bspw. bei 2SO3 <-> 2SO2 + O2 ist die Stoffmenge von SO3 nicht identisch mit der von SO2, jedoch ist die von Sauerstoff halb so groß wie die von SO2. Meine Schlussfolgerung daraus war, dass das Prinzip nur für jeweils eine Seite der Reaktionsgleichung gültig ist.
Daraufhin habe ich jedoch eine Aufgabenstellung gefunden, bei der auch dies nicht gilt, denn bei "Berechnen Sie K für das Gleichgewicht H2 + I2 <-> 2HI aus den Gleichgewichtskonzentrationen c(H2)= 0,0064 mol/L, c(I2)= 0,0016 mol/L und c(HI)=0,0250 mol/L bei 395 °C." sind die Stoffmengen von H2 und I2 nicht - wie von mir aus der Reaktionsgleichung erwartet - identisch.
Deshalb ist meine Frage: Wie ist die offizielle Regelung der Stöchiometrie bei Gleichgewichtsreaktionen?

Ich hoffe, ich konnte mein Problem verständlich machen! Vielen Dank im Voraus!
Liebe Grüße, Rico
rico95 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 25.02.2018, 13:36   #2   Druckbare Version zeigen
HansC Männlich
Mitglied
Beiträge: 325
AW: Stöchiometrie bei Gleichgewichtsreaktionen

Die Reaktionsgleichungen beschreiben das Bruttogeschehen an chemischen Reaktionen in bezug auf Edukte und Produkte.
Da im chemischen Gleichgewicht Edukte - unter dem Strich, also brutto - übrigbleiben und Produktanteile auch wieder in dynamischen Wechsel "rückreagieren", ist es auch sinnvoll, nur die Bruttoreaktion zu betrachten und berechnen (ach wenn sich letztlich alle Moleküle "vorübergehend" beteiligen, aber eben nicht "bruttowirksa". Der Anteil der am Ende umgesetzt ist zählt. Das zu berechnen leistet die Stöchiometrie, AUCH FÜR GLEICHGEWICHTSREAKTIONEN.
Ebenso wie nicht umgesetzte Stoffmengen werden ja auch die oft sinnvoll eingesetzten Überschüsse eines Reaktanten nicht berücksichtigt, und das ist auch sinnvoll.

I Falle des SO2/SO3 Gleichgewichts gilt, dass für jedes SO2 das (katalytisch) it Sauerstoff reagiert, ein SO3 entsteht.

Es ist ja klar, dass die Gleichung und die Berechnung nicht die Zusammensetzung des Gleichgewichtsgemsches repräsentiert, aber das soll sie ja auch nicht.

Geändert von HansC (25.02.2018 um 13:42 Uhr)
HansC ist offline   Mit Zitat antworten
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