Anorganische Chemie
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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 07.04.2018, 13:03   #1   Druckbare Version zeigen
hydrofuran  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 491
Frage Was sind häufige Oberflächenmodifizierungen von Metallpartikeln?

Eine Frage lautet: Was sind häufige Oberflächenmodifizierungen an kleinen Metallpartikeln und welche Ursachen sind dafür verantwortlich?

Die Frage taucht in einer Klausur zur heterogenen Katalyse auf, folglich geht es wohl um Nanopartikel (?) die als Basement für den eigentlichen Katalysator fungieren oder selbst katalytisch aktiv sind. Habt ihr eine Idee, was damit gemeint sein könnte?
__________________
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Alt 07.04.2018, 15:38   #2   Druckbare Version zeigen
HansC Männlich
Mitglied
Beiträge: 308
AW: Was sind häufige Oberflächenmodifizierungen von Metallpartikeln?

Ich kenne aus der Praxis den Fall, blättchenförmige Aluminiumpartikel der Größe 20µm o.ä. für Lacke zu "phlegmatisieren", d.h. die Oberfläche unempfindlich gegen Oxidation, besonders gegen Explosionen der aufgewirbelten Stäube oder gegen die Bildung von mit Luft explosives Wasserstoffgas
2Al + 6H2O ---> 2Al(OH)3 + 3H2
zu machen.
Ist ein Thema bei Matallic-Lacken, besonders bei Wasserlacken.
HansC ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 09.04.2018, 01:01   #3   Druckbare Version zeigen
hydrofuran  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 491
Hmmmm, das scheint ein Spezialfall zu sein...Könnte damit irgendeine Form von Agglomeration, ein Sintern etc. gemeint sein. Die Frage ist ja sehr allgemein gestellt.
__________________
Wer zur Quelle gelangen will muss gegen den Strom schwimmen
hydrofuran ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2018, 12:02   #4   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 61.141
AW: Was sind häufige Oberflächenmodifizierungen von Metallpartikeln?

Zitat:
Zitat von hydrofuran Beitrag anzeigen
Hmmmm, das scheint ein Spezialfall zu sein...Könnte damit irgendeine Form von Agglomeration, ein Sintern etc. gemeint sein. Die Frage ist ja sehr allgemein gestellt.
ZU allgemein...
Die Antwort bezieht sich auf den Einsatz als Pigment, nicht auf irgendwelche katalytisch aktiven Metallteilchen. Bei denen wird sich eine Beschichtung der Oberfläche, wie sie bei Metallpigmenten üblich ist, fatal auf die Aktivität auswirken (weg!).
Alu-Pigmente werden bei der Herstellung mit etwas Stearinsäure oder Ölsäure behandelt, um das Aneinanderbacken (Kaltverschweißung) zu verhindern. Schließlich erfolgt die Herstellung ja aus kugelförmigem Alu-Pulver, das mechanisch geplättet wird. Die Fettsäureschicht schützt das Metall ein wenig vor Korrosion, beeinflusst aber das spätere Verhalten in Lacken - vor allem die Pigmente mit Stearinsäure sind schwer benetzbar und schwimmen nachher oben. Für Wasserlacke wird afaik eine passivierende Schicht (Phosphat) aufgebracht. Kupferhaltige Pigmente werden ebenfalls oberflächlich beschichtet, um Oxidation zu verhindern (sie dunkeln sonst gern).

Zu Katalysatoren: man nimmt eher NICHT Nanopartikel - Wie soll man die nachher zurückgewinnen?
Die Oberfläche ist am aktivsten, wenn sie rauh ist und Gitterfehler aufweist. Es werden gern Trägerkatalysatoren verwendet. Das Metall befindet sich auf einem inerten Material und wir dort aus einer Lösung niedergeschlagen (z. B. durch Reduktion).
Gukst Du z. B:
https://de.wikipedia.org/wiki/Katalysator
https://de.wikipedia.org/wiki/Oberfl%C3%A4chenchemie

Gruß,
Franz
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Gib einem Mann einen Fisch, und Du ernährst ihn für einen Tag.
Lehre ihn das Fischen, und Du ernährst ihn für sein ganzes Leben.

Nichts, was ein Mensch sich auszudenken in der Lage ist, kann so unwahrscheinlich, unlogisch oder hirnrissig sein, als dass es nicht doch ein anderer Mensch für bare Münze halten und diese vermeintliche Wahrheit notfalls mit allen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen wird.

Stellt bitte Eure Fragen im Forum, nicht per PN oder Email an mich oder andere Moderatoren! Ich gucke nur ziemlich selten in meine PNs rein - kann also ein paar Tage dauern, bis ich ne neue Nachricht entdecke...

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