Organische Chemie
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Taschenbuch für Chemiker und Physiker, 3 Bde., Bd.2, Organische Verbindungen
J. d' Ans, E. Lax
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Organische Chemie Fragen und Antworten zur Chemie der Kohlenwasserstoffe. Hier kann alles von funktionellen Gruppen über Reaktionsmechanismen zu Synthesevorschriften, vom Methan zum komplexen Makromolekül diskutiert werden.

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Alt 13.12.2018, 21:04   #1   Druckbare Version zeigen
Acetylaldehyd Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Empört Kunststoff chemisch zersetzen

Ein etwas unkonventionelles Thema.
Im Backofen ist Plastik auf den Boden geschmolzen. Das meiste ist raus, aber eine dünne, schwarze, russähnliche Schicht hält sich hartnäckig drauf.
Daher 2 Fragen:
1. Kann es sein, dass unter den hohen Temperaturen (200° C +) ein Teil des Plastiks eine chemische Reaktion mit der Metallbeschichtung des Bodens eingegangen ist, und sich deshalb nicht mehr entfernen lässt ?

2. Falls dem nicht so ist, gibt es eine Möglichkeit, diesen Restbelag mit irgendeiner Säure zu zersetzen/entfernen ? Konnte den nämlich selbst mit dem Feuerzeug nicht schmelzen, was beunruhigend ist...
Acetylaldehyd ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 13.12.2018, 22:09   #2   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.676
AW: Kunststoff chemisch zersetzen

Hallo und willkommen hier.
Heize mal die Backröhre richtig aus.
Höchste mögliche Temperatur für eine halbe Stunde sollte reichen.
Wenn alles wieder abgekühlt ist kannst Du hoffentlich die Reste zusammenfegen.
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 22:12   #3   Druckbare Version zeigen
Jonas__  
Mitglied
Beiträge: 391
AW: Kunststoff chemisch zersetzen

Hi,
kommt ganz drauf an...
... was du für ein Plastik hast, wenn es aber schon schwarz ist, dann ist es vermutich schon zu einem guten Teil Kohle und daher nicht mehr zu schmelzen.
Bachofenreiniger hat ein paar aggresive Chemikalien drinnen, die doch noch etwas bewirken können. So lange wiederholen, bis der Schaum des Backovenreinigers weiß bleibt.
Einige Reiniger geben den Tipp den Oven auf 40-50°C zu erhitzen um die Einwirkzeit zu reduzieren.
Da du vermutlich den Lack in deinem Backofen heile lassen willst, rate ich dir nur zu den Haushaltüblichen Mitteln wie den Backofenreiniger.


Wenn die OF der Backofens rau ist, kann sich Dreck da hartnäckig festkrallen. Da Backöfen aber im allgemeinen auch für etwas Dreck(Stärke,Fette) ausgelegt sind, sollte der Lack nicht merklich beschädigt sein. (oder was das ding aus PVC, dann nehme ich meine Aussage zurück)?
Jonas__ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 13.12.2018, 22:15   #4   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.245
AW: Kunststoff chemisch zersetzen

In Ergänzung zu den Tipps um Backofenreiniger... ich würde da auf jeden Fall mechanisch ran - also mit einer Bürste oder so. Haushaltsverträglich lösen lassen sich solche Rückstände eher schwieriger.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2018, 06:26   #5   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.190
AW: Kunststoff chemisch zersetzen

Mechanisch reinigen und dann ausheizen. Was bei 250°C übrig bleibt, sollte bei normalen Backtemperaturen (180°C und so) nicht weiter stören.
__________________
I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.12.2018, 09:32   #6   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.452
AW: Kunststoff chemisch zersetzen

Zur Erklärung dessen, was passiert ist: Durch die Hitze sind chemische Bindungen mit Gewalt aufgeknackt worden und haben sich wild neu verknüpft, wobei ein Teil des Kinststoffs als Gas entwichen ist. Die wilden Neuverknüpfungen hat es zum Teil auch mit dem Untergrund gegeben.

Das gezielte Brechen der Bindungen zwischen Untergrund und Plastikrückstand ist praktisch nicht möglich. Eine restlose Entfernung bedeutet also, dass etwas vom Untergrund mit muss.

Ich würde zuerst möglichst viel mechanisch entfernen, ohne den Untergrund zu zerkratzen (also am besten mit Werkzeug aus Plastik oder auf sehr glattem Untergrund einen Metallschaber). Danach den Ofen ordentlich ausheizen. Also höchste Temperatur und mindestens eine halbe Stunde. Danach noch einmal etwas kratzen, milden Backofenreiniger und danach wieder etwas kratzen, wenn denn überhaupt noch etwas zum Kratzen da ist.

Nach dieser Prozedur sollte im Ofen so wenig vorhanden sein, dass es beim normalen Gebrauch nicht mehr allzu viel Geruch und schädliche Stoffe herauslässt.
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Stichworte
kohlenwasserstoff, kunststoff, monomere, polymere

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