Schwerpunktforum: Stöchiometrie und Redoxgleichungen
Buchtipp
Biomaterialien und Biomineralisation
M. Epple
19.90 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Naturwissenschaften > Chemie > Allgemeine Chemie > Schwerpunktforum: Stöchiometrie und Redoxgleichungen

Hinweise

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 15.01.2019, 10:22   #16   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.068
AW: Öko Klarspüler Tertiäres Gemisch berechnen + grafisch darstellen

Das liegt das typische Unverständnis vor, das eben für die vielen Unfälle sorgt: "Mir ist x mal in 7 Jahern nix passiert."

Um die Gefährlichkeit einer Aktion abschätzen zu können, braucht man einfach mehr Durchläufe. Schließlich willst Du Dein ganzes Leben und nicht nur 7 Jahre überleben. Und Du wünbscht es ja auich den Leuiten, die Dir gleich tun. Es sollte also ein Verfahren sein, dass von Millionen Leuten ohne Schadensfall ihr Leben lang angewandt werden kann. Hast Du da Erfahrung zu?

Wenn Du ein Explosionsfähiges Gemisch erzeugst, heißt das nicht, dass es explodieren muss, sondern nur kann. Z.B., wenn Du den Kocher anfasst und mal ein Funke überspringt.

Für das Entkalken ist hauptsächlich die Säuremenge und die Temperatur entscheidend. Warum nicht einfach die Essigessenz kräftig verdünnen, damit es keine Essigessenz mehr ist? Dann ist beim Kochen auch weniger Essig in der Gasphase. Und schwupps ist die Gefahr nahezu gebannt.

Essigsäure ist nicht so sehr toxisch sondern ätzend. Gerade, wenn man sie enatmet und nicht schluckt. Der Vergleich mit dem Salat ist also genau das laienhaft logische aber fachlich falsche Beispiel. Außerdem lässt dieser Vergleich - wieder ein Laienfehler - die extrem wirksame Verdünnung außer Acht.

Zusätzlich ist der Einfluss von Alkohol und Essigsäure auf die Oberflächenspannung bei den eingesetzten Konzentrationen im Vergleich zu den Tensiden vernachlässigbar.

Dann noch zur Kunststoffbeständigkeit aus "Chemische Beständigkeit von Kunststoffen" von Kuhnke, Essigsäure 5%:

LDPE bei 50°C eingeschränkt beständig
Polyamid bei 20°C und 50 °C nicht beständig
POM (Polyoxymethylen) bei 50°C eingeschränkt beständig
Weich-PVC bei 20 °C eingeschränkt beständig, bei 50 °C liegen keine Daten vor
FPN (Viton) & NBR (Naturkautschuk): bei 20°C und 50 °C eingeschränkt beständig

Und auch Aluminium ist bei 50°C eingeschränkt beständig (wird also angegriffen, gelöst und gelangt so in die Nahrung; Das dürfte auch bei dem normalen Klarspüler der Fall sein, ist in der Tabelle leider nicht angegeben).

Und das ist der normale Speisessig.
__________________
Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
Cyrion ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 17.01.2019, 20:13   #17   Druckbare Version zeigen
hydrofuran  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 560
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Das liegt das typische Unverständnis vor, das eben für die vielen Unfälle sorgt: "Mir ist x mal in 7 Jahern nix passiert."

Um die Gefährlichkeit einer Aktion abschätzen zu können, braucht man einfach mehr Durchläufe. Schließlich willst Du Dein ganzes Leben und nicht nur 7 Jahre überleben. Und Du wünbscht es ja auich den Leuiten, die Dir gleich tun. Es sollte also ein Verfahren sein, dass von Millionen Leuten ohne Schadensfall ihr Leben lang angewandt werden kann. Hast Du da Erfahrung zu?
Lange nicht mehr so einen krassen Unfug gelesen! Deutscher Arbeitsschutz ist ohnehin eher auf dem Papier lückenlos, in der realen Welt bei Produktionsrückstand oder wenn Drittmittel knapp werden sieht das schnell anders auf. Da kümmert das plötzlich niemanden mehr etwas, weil keiner den Mut hat die Misstände mal an den Geschäftsführer/Aufsichtsrat/Institutsleitung etc. weiterzureichen. Und da geht es eher selten um Essig. Ich überlasse es dem erfahrenem Beobachter hier das Urteil zu fällen wer laienhafte, also realitätsferne Aussagen trifft...
Nur so auf Interesse: In wie vielen Unternehmen/Forschungseinrichtungen/ akademischen Arbeitskreisen hast du bisher gearbeitet?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Der Vergleich mit dem Salat ist also genau das laienhaft logische aber fachlich falsche Beispiel.
Was soll man attestieren, wenn man Ironie nicht erkennt? Mangelnde rhetorische Durchsicht?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Dann noch zur Kunststoffbeständigkeit aus "Chemische Beständigkeit von Kunststoffen" von Kuhnke, Essigsäure 5%:

LDPE bei 50°C eingeschränkt beständig
Polyamid bei 20°C und 50 °C nicht beständig
POM (Polyoxymethylen) bei 50°C eingeschränkt beständig
Weich-PVC bei 20 °C eingeschränkt beständig, bei 50 °C liegen keine Daten vor
FPN (Viton) & NBR (Naturkautschuk): bei 20°C und 50 °C eingeschränkt beständig

Und auch Aluminium ist bei 50°C eingeschränkt beständig (wird also angegriffen, gelöst und gelangt so in die Nahrung; Das dürfte auch bei dem normalen Klarspüler der Fall sein, ist in der Tabelle leider nicht angegeben).

Und das ist der normale Speisessig.
Diese Kunststoffe kommen aber nicht im Geschirrspüler vor. Klarspüler hat ja an sich einen pH-Wert von bis runter nach 1, da wäre es ja lachhaft wenn Speiseessig was reißen würde. Wie kommst du auf Aluminium? Das wird nach eigenen Messungen an einer QCM Wage schon bei leichtem Blickkontakt angegriffen Habe da immer Auflösungen im Bereich kleiner 4 und größer 8 beobachten können. Aber weder die Innenverkleidung noch das Besteck bestehen aus Aluminium oder enthalten solches. Da könnte man genauso gut anführen, das Alkalimetalle von Wasser angegriffen werden.
__________________
Wer zur Quelle gelangen will muss gegen den Strom schwimmen

Geändert von hydrofuran (17.01.2019 um 20:25 Uhr)
hydrofuran ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 18.01.2019, 15:05   #18   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.594
AW: Öko Klarspüler Tertiäres Gemisch berechnen + grafisch darstellen

Zitat:
Zitat von hydrofuran Beitrag anzeigen
Lange nicht mehr so einen krassen Unfug gelesen! Deutscher Arbeitsschutz ist ohnehin eher auf dem Papier lückenlos, in der realen Welt bei Produktionsrückstand oder wenn Drittmittel knapp werden sieht das schnell anders auf.
selbst wenn es hier mal zu Missständen kommen sollte, weltweit dürften wir in Bezug auf Arbeitsschutz doch ganz oben mitmischen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man nicht noch besser wird. Bei uns in der Firma sind die häufigsten Unfallursachen Wege- und Treppenunfälle.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist gerade online   Mit Zitat antworten
Alt 19.01.2019, 14:15   #19   Druckbare Version zeigen
hydrofuran  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 560
Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
selbst wenn es hier mal zu Missständen kommen sollte, weltweit dürften wir in Bezug auf Arbeitsschutz doch ganz oben mitmischen. Das soll natürlich nicht bedeuten, dass man nicht noch besser wird. Bei uns in der Firma sind die häufigsten Unfallursachen Wege- und Treppenunfälle.
Auf welcher Grundlage kommst du zu dem Schluss? Gefühl oder persönliche Erfahrungen? Ich glaube, wenn es um Entsorgung und Handling von Gefahrstoffen geht, gibt es in den USA noch teilweise deutlich striktere Vorgaben. Das soll aber nicht heißen, dass es irgendwo "schlechter" gehandhabt wird. Wie ernst das Thema behandelt wird, hängt auch mit dem Bildungsstand der Angestellten sowie der Unterscheidung Industrie/Akademia und bei letzterem Ausbildung/Forschung zusammen. In der akademischen Forschung wird Sicherheit meiner Erfahrung nach eher "flexibel" gehandhabt im Gegensatz zur lehrbuchmäßigen Ausbildung im Praktikum. Bezüglich Industrie: Gibt es nur niedrig gebildete Angestellte die in einem produzierendem Betrieb manuelle Tätigkeiten durchführen, dann werden diese weniger offensiv die striktere Einhaltung der Vorschriften einfordern. Ganz einfach deshalb, weil Ihnen das Wissen fehlt Gefahren richtig einzuordnen und Arbeitgeber hier bewusst und unbewusst auch schlampen. Auch zeigt sich meiner Erfahrung nach, desto größer das Unternehmen, desto strikter die Umsetzung von sicherheitsrelevanten Vorschriften.

Ich habe noch mal nachgedacht und bin bezüglich der Zusammensetzung des Klarspülers auf Zuckertenside gestoßen, die auch bei Inkorporation unkritisch wären:
https://de.wikipedia.org/wiki/Alkylpolyglycoside

Hat jemand Erfahrungen damit und weiß, ob man den Schäumungsgrad beeinflussen kann? Außerdem wäre interessant zu wissen, ob es Ethanol gibt, der mit bioligischen Vergällungsmitteln versehen ist. Primasprit ist preislich dann doch etwas teuer wegen der Brandweinsteuer. Mit dem aktuellen Spülergebnis bin ich noch nicht so recht zufrieden, da kann man bestimmt noch optimieren in dem man den Alkoholgehalt noch erhöht.
__________________
Wer zur Quelle gelangen will muss gegen den Strom schwimmen
hydrofuran ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 20.01.2019, 16:22   #20   Druckbare Version zeigen
hydrofuran  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 560
AW: Öko Klarspüler Tertiäres Gemisch berechnen + grafisch darstellen

*nirgendwo
__________________
Wer zur Quelle gelangen will muss gegen den Strom schwimmen
hydrofuran ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Wasserstoffbrückenbindungen grafisch darstellen sunshine9001 Allgemeine Chemie 6 25.01.2014 20:34
Wirkung von Rohrfrei und Klarspüler teilo Lebensmittel- & Haushaltschemie 8 12.01.2012 11:54
Molmasse von Benzol Gemisch berechnen frog2 Physikalische Chemie 5 16.06.2010 15:19
pH wert berechnen HCL+H2PO4- gemisch Tobbe Schwerpunktforum: pH-Wert und Gleichgewichtsberechnungen 8 13.11.2009 12:53
Äquivalenzpunkt grafisch bestimmen dspone Schwerpunktforum: pH-Wert und Gleichgewichtsberechnungen 9 05.04.2009 16:54


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:21 Uhr.



Anzeige