Organische Chemie
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Organische Chemie Fragen und Antworten zur Chemie der Kohlenwasserstoffe. Hier kann alles von funktionellen Gruppen über Reaktionsmechanismen zu Synthesevorschriften, vom Methan zum komplexen Makromolekül diskutiert werden.

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Alt 08.07.2018, 13:03   #1   Druckbare Version zeigen
ProphetDeSol Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Cyclisches Sulfonamid zu Oxazindion

Moin,

ich soll im Rahmen eines Seminars eine Synthese an der Tafel erklären können.

Einige Schritte entziehen sich mir jedoch noch, so dass ich jetzt hoffe, dass mir jemand hier etwas weiterhelfen kann.

Sollte etwas nicht aus dem Anhang ersichtlich sein, bitte nochmal Rückmeldung geben. Ansonsten ratter ich hier mal meinen Gedankengang runter und hoffe auf Korrektur/Ergänzung.

Zuerst sollte Et3N die Phthalsäure deprotonieren, so dass eins der Sauerstoffanionen nucleophil am partial positiv geladenen Schwefelatom angreifen kann. Zumindest steht in dem Paper, dass cyclische Sulfonamide durch nucleophile Angriffe gespalten werden. Wenn ich mir das dann aber aufzeichne, müsste das Anion angreifen, das SO2 lagert Bindungen um und geht ab, so dass am Ende wieder die deprotonierte Phthalsäure vorliegt und nun das Stickstoffatom sowie das Sauerstoffatom am ehemaligen Sulfonamid eine negative Ladung tragen.
Rein mechanistisch verstehe ich hier die Beweggründe nicht, wieso ein Anion angreifen sollte, nur um nachher direkt wieder abzugehen, nachdem SO2 entfernt wurde. Ist mir hier ein Fehler unterlaufen?

Daraufhin sollten die ganzen Anionen von Schwefelsäure protoniert werden, so dass ein Teil der Phthalsäure von der entstandenen OH-Gruppe verestert wird.

Könnte die Reaktion so ablaufen oder kann es sein, dass erst die Schwefelsäure dafür verantwortlich ist, dass die SO2-Gruppe abgeht ?


Meine letzte Frage bezieht sich auf den letzten Teil der Reaktion mit DIPEA. Soweit ich verstehe, benutzt man die Base, um -NH2 zu deprotonieren. Jedoch erschließt es sich mir nicht, wie ich die Schutzgruppe entferne und gleichzeitig genügend H-Atome behalte, sollte ein nucleophiler Angriff eines -NH- am Kohlenstoffatom der Carbonylverbindung vorgesehen sein.
Von daher weiß ich noch nicht, wie der Ringschluss erfolgen soll, da ich vermute, dass ein H-Atom zum Abspalten der Schutzgruppe als Alkohol nötig ist und eben ein weiteres, damit der Ring -NH enthält. Da DIPEA aber das -NH2 deprotoniert, denke ich, dass ich hier einen Fehler mache.

Vielen Danke für eure Antworten!
Angehängte Grafiken
Dateityp: png Reaktionsablauf.png (38,0 KB, 11x aufgerufen)
ProphetDeSol ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 08.07.2018, 18:10   #2   Druckbare Version zeigen
Knuffel56 Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.490
AW: Cyclisches Sulfonamid zu Oxazindion

Bitte ansehen:
http://www.chemieonline.de/forum/showthread.php?t=240881
__________________
Knuffel56
Knuffel56 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.07.2018, 19:20   #3   Druckbare Version zeigen
ProphetDeSol Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Cyclisches Sulfonamid zu Oxazindion

Danke für die Antwort.

Ich habe den Thread durchgelesen, aber leider konnte ich nichts Konkretes für mich herleiten. Offenbar muss ich etwas übersehen, worauf genau soll ich mein Augenmerk richten? Vielleicht habe ich mich bereits so im Kopf verfahren, dass ich die Lösung nicht finden kann.

Ansonsten dürfte das DMF bei mir nicht zu Ameisensäure reagieren, da nur Et3N vorliegt, was wie DIPEA fungieren sollte. Oder kann DMF mit Et3N zu CO und Dimethylamin zerfallen ? Ebenso werden vermehrt protische Lösungsmittels verwendet, wodurch die Reaktionensbedingungen anders sind als bei meiner Synthese.

Die genannte Literatur könnte ich Mitte nächster Woche besorgen, sollten darin ähliche Reaktionen sein.
ProphetDeSol ist offline   Mit Zitat antworten
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