Verfahrenstechnik und Technische Chemie
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Verfahrenstechnik und Technische Chemie Das Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.

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Alt 02.05.2018, 20:44   #1   Druckbare Version zeigen
skyscraper_  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Vor längerer Zeit habe ich überlegt, Chemie zu studieren. Allerdings habe ich mich schließlich aus verschiedenen Gründen dagegen entschieden (man arbeitet oft fachfremd, die lange Studiendauer lohnt sich finanziell meist nicht etc.).

Bei der Suche nach Alternativen bin ich auf das Studienfach Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik gestoßen. Nach meinen bisherigen Informationen soll es ziemlich gut bezahlt werden: Das durchschnittliche Einstiegsgehalt nach dem Master beträgt 58000€, Einstiegsgehälter von bis zu 65000€ kommen auch vor.

Wie sieht es im Bereich Chemieingenieurwesen/Verfahrenstechnik mit den Beschäftigungschancen aus? Gibt es zu viele Absolventen und ist es schwer einen Job in diesem Bereich zu bekommen, oder wird man bei der Jobsuche voraussichtlich eher wenig Probleme haben?
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Alt 03.05.2018, 17:05   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 14.250
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Ich habe genau dieses vor schon ca. 30 Jahren gemacht. Hat sich fast auch ausgezahlt.
Jedoch die Zahlen der Einstiegsgehälter sind eher 60% davon. Solche Zahlen hat man nach ca. 10 Jahren Betriebszugehörigkeit. Man bekommt sicher einen Job, aber in den oberen Etagen werden in der Chemie immer noch promovierte Leute verlangt.
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Alt 03.05.2018, 17:30   #3   Druckbare Version zeigen
skyscraper_  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Die Zahlen überraschen mich jetzt schon ziemlich. 60% von 58000 wären ja nur ca. 35000/Jahr. Bist du dir sicher, dass die Einstiegsgehälter als Verfahrenstechniker nicht doch etwas höher ausfallen? Bei einer Messe habe ich von Covestro erfahren, dass man bereits nach einem dualen Studium (mit Bachelorabschluss) bei ihnen schon 3700€/Monat verdient. Das entspricht ja mit 13. Monatsgehalt schon ca. 48000/Jahr. Masterabsolventen verdienen ja bekanntlich noch besser als Bachelorabsolventen.

Muss man um in der Chemischen Industrie eine höhere Position zu bekommen zwingend promovieren? Ich dachte das wäre nur bei den Chemikern der Fall und nicht bei den Chemieingenieuren.



Geändert von skyscraper_ (03.05.2018 um 17:47 Uhr)
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Alt 03.05.2018, 18:42   #4   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.749
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Zitat von skyscraper_ Beitrag anzeigen
Die Zahlen überraschen mich jetzt schon ziemlich.
für Firmen, die nach Chemie-Tarif zahlen, stimmen die auch nicht. Master beginnen mit E11T , das sind gut 4000.- (13x, dazu noch Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen und Einzahlung in die Betriebsrente) € oder E12T das sind gut 4300.-€.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
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Alt 04.05.2018, 09:22   #5   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 459
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
für Firmen, die nach Chemie-Tarif zahlen, stimmen die auch nicht. Master beginnen mit E11T , das sind gut 4000.- (13x, dazu noch Urlaubsgeld und vermögenswirksame Leistungen und Einzahlung in die Betriebsrente) € oder E12T das sind gut 4300.-€.
Die Zahlen stimmen aber auch nur für die ganz großen der Branche und bei weitem nicht für alle Tarifunternehmen. Anpeilen kannst du so 40.000€ bis 45.000€. Und für dich noch höheren Einstiegsgehälter solltest du es bei McKinsey & Co. probieren oder ins Ausland gehen.
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Alt 04.05.2018, 09:32   #6   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.749
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Zitat von Cleansmann Beitrag anzeigen
40.000€ bis 45.000€
das passt für Bachelor.
Zu Master/Dr. siehe hier:
https://www.gdch.de/ausbildung-karriere/karriere-und-beruf/gehaltsinformationen/einstiegsgehaelter.html
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Alt 04.05.2018, 11:02   #7   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 459
Zwinkern AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Und das soll mir jetzt was sagen?
Dass skyscraper, wenn er in diesem Jahr sein Studium beginnt und im Jahr 2023 mit dem Master abschließt, direkt im Anschluss über Los geht und einen tollen Job in der chemischen Industrie bekommt, dann im 6. Beschäftigungsjahr, also bereits ab Oktober 2028 ein Medianeinkommen von 74.000 plus die bis dahin erfolgten Tariferhöhungen zu erwarten hat? Und wenn er vorher ins Gefängnis geht und ,,außerhalb der chemischen Industrie" (was auch immer das bedeuten soll) seinen Platz einnimmt 2028 sich freuen kann wenn er mit mehr als 58.050€ (plus Tariferhöhungen?) nach Hause geht, da dann mehr als 50% weniger verdienen als er?

Du siehst das Leben ist wie Monopoly!
Cleansmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2018, 11:22   #8   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.502
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Vielleicht parkt er noch bei der AfA. oder fährt neben jeder Menge Bewerbungen jahreang Taxi.
Alles möglich.
__________________
mfg: rettich

Man kann gar nicht so dämlich denken wie
andere Handeln.
Speziell im Strassenverkehr und im Labor.

Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
rettich ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.05.2018, 13:25   #9   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 459
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Zitat von rettich Beitrag anzeigen
Vielleicht parkt er noch bei der AfA. oder fährt neben jeder Menge Bewerbungen jahreang Taxi.
Alles möglich.
So sieht es aus ... Mittlerweile schreibt ja selbst die GDCh auf ihrer Seite:

Zitat:
Dabei ist zu beachten, dass diese Grafik als Orientierung dient. Als "Minimum" kann der erste Balken gesehen werden und als absolutes Maximum der letzte Balken.

Nur wenn alle Voraussetzungen stimmen und die Passung zwischen eigener Qualifikation und Stellenausschreibung optimal ist, sollte der Maximalwert als Gehaltsvorstellung angegeben werden.
Hut ab, GDCh!
Cleansmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2018, 18:06   #10   Druckbare Version zeigen
skyscraper_  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Wie wahrscheinlich ist es, nach dem Studium der Verfahrenstechnik auch eine Arbeitsstelle in der chemischen Industrie zu bekommen? Ich habe eine Statistik der GDCh gelesen, die besagt, dass nur ca. 33% aller Absolventen des Chemiestudiums nach ihrer Promotion in der chemischen Industrie arbeiten. Hat ein Chemieingenieur da deutlich bessere Perspektiven?
skyscraper_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 07.05.2018, 19:28   #11   Druckbare Version zeigen
kaliumcyanid Männlich
Mitglied
Beiträge: 19.006
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Was machst du mit den Aussagen? Reichen 45% Wahrscheinlichkeit, damit du dich für das Studium entscheidest? Was wäre mit 40% oder 63%? Wo liegt die Grenze?
Eine Garantie kann dir niemand geben. Auch als guter Absolvent in einem stark nachgefragten Beruf kann man lange arbeitslos sein. Das gilt sicherlich für jedes Berufsbild.

Erschwerend kommt hinzu, dass die Situation auf dem Arbeitsmarkt zu Beginn des Studiums sicherlich anders ist als bei Abschluss - es gehen ja doch ein paar Jahre ins Land. Oder vielleicht gefällt einem das Studium doch nicht, oder man entdeckt auf einmal etwas ganz anderes für sich...

Ich würde behaupten, dass Berufe in der chemischen und pharmazeutischen Industrie durchaus zukunftsträchtig sind, und dass man als Fachkraft bzw. Akademiker mit einem guten Abschluss auch anständige Chancen hat. Aber wie eingangs schon erwähnt, es gehört auch immer ein wenig Glück dazu. Und wenn es mit der Wunschstelle nicht gleich klappt, dann vielleicht einige Zeit später.
kaliumcyanid ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2018, 16:07   #12   Druckbare Version zeigen
skyscraper_  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Zitat:
Was machst du mit den Aussagen? Reichen 45% Wahrscheinlichkeit, damit du dich für das Studium entscheidest? Was wäre mit 40% oder 63%? Wo liegt die Grenze?
Eine Garantie kann dir niemand geben. Auch als guter Absolvent in einem stark nachgefragten Beruf kann man lange arbeitslos sein. Das gilt sicherlich für jedes Berufsbild.


Soweit ich das verstanden habe, arbeitet das Studium der Verfahrenstechnik auf eine Stelle in der Chemischen Industrie hin. Folglich würde ich denken, dass die allermeisten der guten bis sehr guten Absolventen auch eine Stelle in der chemischen Industrie bekommen sollten.

Die Grafik der GDCh bezog sich ja auf fast alle Chemieberufe und nicht speziell auf das Chemieingenieurwesen. Als Chemiker bekommt man falls man in der Industrie keine Stelle bekommt (was ja selbst bei promovierten Chemikern eher die Regel als die Ausnahme ist) oft noch eine fachfremde Stelle in der freien Wirtschaft. Wie sieht es mit Verfahrenstechnikern aus? Gibt es als Verfahrenstechniker auch Alternativen falls es in der chemischen Industrie nicht klappt, oder ist man auf eine bestimmte Tätigkeit beschränkt.

Als Alternative habe ich Wirtschaftsingenieurwesen mit Schwerpunkt Verfahrenstechnik im Hinterkopf. Wenn es der chemischen Industrie mal schlechter geht oder ein Überangebot an Absolventen besteht, könnte ich immernoch als Wirtschaftsingenieur in einer anderen Branche arbeiten.
skyscraper_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 14.05.2018, 16:34   #13   Druckbare Version zeigen
rettich Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.502
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Wenn Du jetzt ein Studium beginnst und Jahre später fertig bist hast Du einen
bestimmten Marktwert.
Dieser richtet sich danach wieviele Mitabsolventen Du hast und
wieviel Stellenangebote es in diesem Beruf gerade gibt.
Das weiß jetzt niemand und alle Glaskugeln sind aus Milchglas.
So oder so, irgend wie springt man
mit dem Studienbeginn immer ins kalte Wasser.
Also mache das was dir meisten liegt.

Immer hilfreich ist eine große Portion Yitamin B. Die ist aber nicht so einfach erhältlich.
Viel Spass beim Studium. Welchem auch immer.
__________________
mfg: rettich

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Heute ist der erste Tag vom Rest deines Lebens.
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Alt 28.06.2018, 21:49   #14   Druckbare Version zeigen
skyscraper_  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 54
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Eine weitere wichtige Frage wäre auch noch: An welcher Hochschule möchte studieren?

Fachhochschulen haben ja den Vorteil, dass sie praxisnah unterrichten und einem daher oft der Berufseinstieg leichter fällt. In meinem Fall hätte die Wahl einer FH noch zwei weitere Vorteile:

1. Eine FH, die Chemieingenieurwesen anbietet, ist nur wenige Kilometer von meinem aktuellen Wohnort entfernt.
2. An vielen Unis ist ein Industriepraktikum vor Studienstart vollkommen freiwillig, bei den meisten Unis (Ausnahme TU Dortmund) ist es jedoch Pflicht.

Allerdings habe ich (vielleicht auch völlig unbegründete?)Bedenken, dass FH-Absolventen langfristig weniger verdienen könnten und bei hohen Positionen eventuell Uni-Absolventen bevorzugt werden.

Ist die Wahl der Hochschule eher Geschmackssache, oder hat später im Berufsleben ein FH-Absolvent schlechtere Karten als ein Uni-Absolvent (oder umgekehrt)? Sollte ich mich vielleicht sogar an einer TU9-Uni bewerben (vom Notenschnitt könnte ich auch an der TU Berlin oder TUM studieren), oder macht das keinen großen Unterschied?
skyscraper_ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.06.2018, 21:58   #15   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 14.250
AW: Jobchancen im Chemieingenieurwesen

Wenn man am Ende promovieren will, dann Uni. In den anderen Fällen reicht die FH.
Will man nach 7 Semestern Geld verdienen. dann FH. Will man als weißhaariger Zausel mit ca. 40 (13 Semester) mit Dr. rer. nat. abschließen dann Uni.
Aufstieg in die Geschäftsführung dann Uni. Als Laborknecht oder Maschineningenieuer dann FH

Muß man selber entscheiden was man vor hat und wie die finanziellen Mittel sind.
__________________
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