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Alt 02.07.2019, 21:28   #1   Druckbare Version zeigen
Mie3012 weiblich 
Mitglied
Themenerstellerin
Beiträge: 1
Silberverbindungen und Löslichkeitsprodukt

Hallo zusammen,

habe hier eine Aufgabe für eine Chemie Klausur und komm irgendwie nicht klar.
Wie muss ich denn hier vorgehen?
Wäre super, wenn mir jemand helfen könnte.


Silberverbindungen sind vielfach schwerlöslich, das Löslichkeitsprodukt von {AgCl} ist 1,56*10^-10 mol²/l² und das von {Ag_2CrO^4} ist 9*10^-12 mol³/l³.
In 100 ml einer 0,1 mol/l {NaCl}-Lösung können wie viel Gramm {Ag_2CrO^4} gelöst werden?
In einem zweiten Versuch geben sie {AgCl} in weitere 100 ml der 0,1 mol/l {NaCl}-Lösung.
Wie viel Gramm AgCl lösen sich?
Mie3012 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.07.2019, 07:18   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.772
AW: Silberverbindungen und Löslichkeitsprodukt

zunächst stellt man jeweils das Löslichkeitsprodukt auf. Wie ist das denn definiert?
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 03.07.2019, 15:14   #3   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.255
AW: Silberverbindungen und Löslichkeitsprodukt

in ergaenzung:

die korrekte berechnung der sachverhalte kann mathematisch etwas aufwendiger werden, weshalb im rahmen einer klausur wohl angedacht sein wird, das ganze mit naeherungsannahmen zu vereinfachen.

im einzelnen:
- zur silberchromat . / . NaCl - aufgabe soll man wohl (ueberaus gut-naeherungshafter weise) unterstellen, dass die initialkonzentration der Cl- aus der NaCl-matrix durch die zwischenzeitlich in geringem umfang auftretende umfaellung (Ag2CrO4(s) {\to} AgCl ({_\downarrow}) ) nicht relevant geschmaelert wird: c0(Cl-) {_\approx} cGG(Cl-) = 0,1 M

- zur AgCl ./. NaCl - aufgabe wird in analoger weise zu verargumentieren sein, dass der zusatzbeitrag zum Cl- - inventar durch in loesung gehendes AgCl gegen die matrixkonzentration an Cl- aus NaCl ebenfalls vernaechlaessigbar klein ausfaellt, was dann wiederum zur oben beschriebenen naeherungsannahme fuehrt


voraussetzung fuer einen solchen ansatz waere die einleitenden feststellung, dass es sich bei beiden verbindungen um schwerloesliche substanzen handelt: sowas sollte man also initial konstatieren, um damit dann die naeherungen einzufuehren.


gruss

Ingo
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.07.2019, 15:32   #4   Druckbare Version zeigen
magician4 Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.255
AW: Silberverbindungen und Löslichkeitsprodukt

erratum:

ich hab dann doch noch mal ein wenig tiefer in die konkreten KL und ihr zusammenspiel reingeschaut, und muss wie folgt korrigieren:

das hier
Zitat:
- zur silberchromat . / . NaCl - aufgabe soll man wohl (ueberaus gut-naeherungshafter weise) unterstellen, dass die initialkonzentration der Cl- aus der NaCl-matrix durch die zwischenzeitlich in geringem umfang auftretende umfaellung (Ag2CrO4(s) {\to} AgCl ({{_\downarrow}}) ) nicht relevant geschmaelert wird: c0(Cl-) {{_\approx}} cGG(Cl-) = 0,1 M
ist sachlich unzutreffend.

richtig ist vielmehr dass so, wie die GG liegen, das chloridinventar erheblich geschmaelert wird, im konkreten sogar nahezu quantitativ.*)

der korrekte ansatz zur [Cl-] im GG waere daher

[Cl-]GG {_{\approx}} c0(Cl-) - [Ag+](Ag2CrO4 {_\uparrow}) {{_\approx}} c0(Cl-) - 2 * [CrO42-]GG

aufstellen der beiden einzel-Lp und jeweils umstellen nach [Ag+]GG , gleichsetzen der beiden gleichungssysteme in [Ag+]GG, liefert sodann


{\frac {K_L(AgCl)}{c_0(Cl^-) \ - \ 2 * [CrO_4^{2-}]} \ = \ [Ag^+]_{GG} \ = \ \sqrt { \frac {K_L(Ag_2CrO_4)}{[CrO_4^{2-}] } } }

mit der loesung

[CrO42-]GG {\ _\approx \ }0,04988 M


und von dort aus dann weiter


bitte um entschuldigung fuer ggf. aufgetretene verwirrung


gruss

Ingo

*)
anders ausgedrueckt: die chloridbestimmung nach Mohr - denn genau dies haben wir mit dem setup ja vorliegen, irgendwie - funzt selbst dann noch, wenn wir den indikator gnadenlos ueberdimensionieren
magician4 ist offline   Mit Zitat antworten
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agcl, löslichkeitsprodukt

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