Verfahrenstechnik und Technische Chemie
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Verfahrenstechnik und Technische Chemie Das Forum für die Chemie jenseits von Reagenzgläsern und Glaskolben. Hier können Probleme der Reaktionstechnik sowie der thermischen und mechanischen Stoffwandlungs- und Trennprozesse diskutiert werden.

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Alt 22.03.2019, 13:52   #1   Druckbare Version zeigen
bape Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Hallo Forenmitglieder,

ich bin auf der Suche nach einer Lösung um Blei und Nickel aus einer Legierung zu trennen. Vielleicht kennt jemand auch Firmen die so etwas anbieten?

Ausgangsmaterial ist PC-Schott in geschmolzener Barrenform.
In diesem befinden sich Blei-Anteile bis zu 1,8% und Nickel-Anteile bis zu 2,9%.

Beide Anteile sollen soweit getrennt werden, dass sie unter dem Grenzwert liegen sollen, damit man daraus später Modeschmuck herstellen kann.

Vielen Dank schon mal im voraus für die Antworten.

Viele Grüße.
bape ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2019, 15:01   #2   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 14.874
AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Auf welches Metall zielst Du denn in dem Schrott, Gold, Kupfer?

Eine Trennung ist zu kostenintensiv und das Abwasser bei der Behandlung auch nicht ohne.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2019, 15:29   #3   Druckbare Version zeigen
bape Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Hallo Nobby,

erst einmal vielen Dank für deine Antwort.

Auf deine Frage, ich habe eine ICP-Messung durchführen lassen, und habe ein Ausdruck von 19 verschiedenen Metallen bekommen.
Mir wäre nur wichtig die Grenzwerte einzuhalten, um nicht anderen Schaden zuzuführen.
Enthalten sind Au, Ag, Pt, Pd, Ir, Rh, Ru, As, Cd, Co, Cr, Cu Fe, Mo, Ni, Pb, Sb, Sn und Zn, wobei Nickel und Blei halt über die Grenzwerte sind.

Eine Trennung von den Edelmetallen wäre zwar auch möglich, per Elektrolyse, hätte aber den Nachteil, dass von der Menge nicht allzu Viel übrig bleiben würde.
Der Haupt Bestandteil ist halt Kuper von 63-80%, danach Zinn mit 11-18% und Zink 4-10%. Alle anderen Werte sind unter 1%.

Eine Trennung würde auch nur Sinn machen, wenn diese nicht Zuviel Kostet.
Und die Frage ist, ob sich Firmen bei einer Menge von 100 Kg Barren diesem überhaupt annehmen würden.

Vielleicht gibt es ja doch noch eine Möglichkeit.
bape ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2019, 15:52   #4   Druckbare Version zeigen
Nobby Männlich
Mitglied
Beiträge: 14.874
AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Die Firmen wie Degussa oder Deutsche Scheideanstalt zielen auch nur auf die Edelmetalle. Die paar Prozent Beiwerk interessiert die nicht.
__________________
Vena lausa moris pax drux bis totis
Nobby ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.03.2019, 17:45   #5   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.875
AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Zitat:
Zitat von bape Beitrag anzeigen
Beide Anteile sollen soweit getrennt werden, dass sie unter dem Grenzwert liegen sollen, damit man daraus später Modeschmuck herstellen kann.
Man könnte hier die Nicht-Ni/Pb-Anteile erhöhen,um so den Anteil der beiden Metalle abzusenken.Informiere dich aber bitte vorher über Grenzwerte bei Modeschmuck(u.ä),da kommt es nicht auf den absoluten Gehalt im Ausgangsmaterial an,sondern auf die Mengen,die pro Zeit pro Fläche vom Material abgegeben werden.
Ein selektives Abtrennen halte ich hier für nicht sinnvoll/praktikabel
(Auflösen,Abtrennen,Gewinnung des reineren Materials,Einschmelzen..).

Fulvenus!
Fulvenus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2019, 02:20   #6   Druckbare Version zeigen
bape Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Hallo Fulvenus,

vielen Dank für deine Antwort.
Ein Interessanter Ansatz.
Mal sehen was dabei heraus kommt.
ich melde mich, ob dieser Weg Erfolgreich sein wird.
bape ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 23.03.2019, 13:39   #7   Druckbare Version zeigen
bape Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 4
Beitrag AW: Trennung von Blei und Nickel aus einer Legierung

Hallo,

das Erhöhen der "Nicht" Nickel - Blei Anteile wäre möglich.
Nur bei der Probe, bei dem der Bleigehalt bei 0,39% ist, würde es dennoch bedeuten, dass man knapp 7 kg Material noch hinzufügen müsste, um unter dem Grenzwert zu kommen von 0,05%.
Bei meiner Probe mit einem Nickel Gehalt von ca. 2,6%, ist ein Grenzwert von 0,5 μg/cm 2 /Woche vorgegeben. Der Ring hätte eine Fläche von ca. 2,5cm² und ein Gewicht von ca. 12g. Also Beträgt die Kontaktfläche 4,8g/cm²*2,6%=0,1248g/cm².
Bei dem letzten Schritt bräuchte ich noch Unterstützung mit dem Zeitfaktor.
Vielleicht kann mir da noch jemand helfen.

Vielleicht gibt es ja noch andere Ansätze, den Gehalt von Blei und Nickel zu reduzieren.

Vielen Dank im Voraus und viele Grüße
bape ist offline   Mit Zitat antworten
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