Anorganische Chemie
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Anorganische Chemie Anorganik ist mehr als nur Salze; hier gibt es Antworten auf Fragen rund um die "unbelebte Chemie" der Elemente und ihrer Verbindungen.

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Alt 08.04.2018, 13:12   #1   Druckbare Version zeigen
dontlikemath Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
Neodymsalze aus Magneten?

Hallo (hoffentlich) liebes Forum,
Ich würde gerne aus ein paar alten Magneten (NdFeB, keine weiteren Informationen) Neodymsalze extrahieren.

Bisherige (theoretische) Ansätze waren:

•Zerkleinern und in Essigsäure (20%) auflösen

Problem: Eisen würde sich ebenfalls auflösen. Zwar würde das neodym bevorzugt gelöst werden, aber um eine vernünftige Trennung zu erreichen bräuchte ich wohl mindestens eine Feinwaage (die ich in meiner Küche leider nicht habe)

•In Zitronensäure lösen

Ich hab irgendwo mal gehört (finde die Quelle nicht) dass Neodymcitrat wasserlöslich ist, eisencitrat aber nicht. Finde dazu aber nix genaueres (wisst ihr da etwas?)

•Anodische Oxidation

Mit Natriumacetat oder Essigsäure als Elektrolyt den Magneten auflösen...hab 0-60 Volt 0-100 Ampere zur Verfügung

Das Eisen sollte sich eigentlich an der Kathode absetzen aber ich weiß nicht ob das bor in diesem Fall auch angegriffen werden könnte.


Hauptsächlich geht es mir um die Beleuchtungsabhängige Farbe von neodymsalzen.

Habt ihr ein paar Ideen?

Edit: entschuldigt bitte die Groß/Kleinschreibung... schreibe vom Handy (ich hoffe aber dass sie für einen 15-jährigen trotzdem ganz akzeptabel ist)

Geändert von dontlikemath (08.04.2018 um 13:16 Uhr) Grund: Entschuldigung
dontlikemath ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2018, 14:08   #2   Druckbare Version zeigen
imalipusram  
Mitglied
Beiträge: 6.306
AW: Neodymsalze aus Magneten?

Mit Oxalsäure unter reduzierenden Bedingungen (ausgekochtes Wasser, Luftausschluß, Ascorbinsäure?) könnte es klappen. http://erean.eu/wordpress/kitchen-chemistry-removing-neodymium-from-ndfeb-magnets/
Google auch mal nach "separation of iron and neodymium".
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I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
Noch ein nettes Video (nerdy, ein LIHA-Robot)
Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
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Alt 08.04.2018, 19:25   #3   Druckbare Version zeigen
dontlikemath Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Neodymsalze aus Magneten?

Leider habe ich keine oxalsäure...

Mir stehen derzeit leider nur folgende Dinge zur Verfügung:
(Ich Liste mal alle auf egal wie unwahrscheinlich es ist dass sie hilfreich sind)

Essigsäure 20 %
Schwefel
Kaliumchlorid
Natrium- chlorid, hypochlorit, hydroxid, Silikat, Fluorescein-Natrium und acetat
Calciumchlorid
aceton
Isopropanol
EtOH
Netzteil
Magnesium (-band)
Sehr Geringe Mengen Chloroform
Hoffentlich bald DMSO
Eisenpulver
Ein kleines Stück Zink
Blei

Und eine UV-C-Röhre.


Mal eine andere Frage:

Beeinflusst Eisenacetat die Farbe vom Produkt überhaupt Nennenswert? (Jaa ich wäre bereit zu pfuschen)
dontlikemath ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.04.2018, 22:50   #4   Druckbare Version zeigen
cg Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.177
AW: Neodymsalze aus Magneten?

Hi dontlikemath,

elektrolytisch wird sich der Magnet wahrscheinlich am besten lösen lassen. Die sind normalerweise vernickelt. NaCl-Lösung als Elektrolyt. Das Eisen wird sich an der Kathode nicht abscheiden, zumindest nicht qunatitativ, sondern Wasserstoff. Bor wird wohl im Anodenschlamm zurückbleiben. Wenn es anodisch oxidiert werden sollte, bekommst Du unlösliche Fe- und Nd-borate.
Wenn Du keine Oxalsäure hast, dann sammle Sauerklee oder warte, bis Du Rhabarber kaufen kannst. Fällung aus dem Saft mit Ca-Acetat (Aus Kalk und Essigsäure). Lösen mit unterschüssig H2SO4 - Akkusäure (Kfz-Werkstatt oder Akkuhändler). Dann hast Du welche.
Eisen(III)salze sind intensiv farbig - da kannst Du nicht pfuschen, aber reduzieren zu Fe^2+. Das ist blassgrün.

Viel Erfolg und freundliche Grüße
cg
cg ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.04.2018, 12:12   #5   Druckbare Version zeigen
FK Männlich
Moderator
Beiträge: 61.199
AW: Neodymsalze aus Magneten?

Mit Essigsäure wird das nix.
Ich würde es zuerst mal mit Salzsäure versuchen.
Kochen mit Akkusäure könnte evtl auch gehen.

Bitte im Freien bei Rückenwind oder noch besser im Abzug arbeiten.
Es könnten hierbei giftige Borane entstehen!

Gruß,
Franz
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Alt 09.04.2018, 20:51   #6   Druckbare Version zeigen
dontlikemath Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 12
AW: Neodymsalze aus Magneten?

Wieso wird das mit Essigsäure nichts? Sowohl Eisen als auch Neodym werden von ihr angegriffen.
dontlikemath ist offline   Mit Zitat antworten
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eisen, elektrolyse

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