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Alt 15.03.2015, 13:10   #1   Druckbare Version zeigen
deificatio Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Frage zu einer Reaktion mit Chalkopyrit beim Bioleaching

Hallo Leute,

ich habe eine Frage zu einer Reaktion

2CuFeS2 + 4Fe3+ --> 2CuS + 6Fe2+

Meine Frage bezieht sich auf das Chalkopyrit. Kann das CuFeS2 auch die Oxidationszahlen +I (Cu) +III (Fe)und -II (S2)haben, oder müssen die Oxidationszahlen +II (Cu) +II (Fe) und -II (Ss) sein ?

Wobei ich glaube, dass die Reaktion falsch ist, zumindest kann ich sie irgendwie nicht ausgleichen
deificatio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 15.03.2015, 14:17   #2   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.141
AW: Frage zu einer Reaktion mit Chalkopyrit beim Bioleaching

Das Eisen im Chalkopyrit hat die formale Oxidationsstufe +II.
Eisen(III) würde das Sulfid schnell zu Schwefel oxidieren(vgl. Stabilität von Eisen(III)sulfid),worauf ja der erste Schritt der mikrobiellen Oxidation des Chalkopyrits beruht(->http://de.wikipedia.org/wiki/Bioleaching#Bedeutung_der_Eisen-_und_Schwefelbakterien ).Die MO stellen externes Eisen(III) zur Verfügung,welches das Sulfid oxidiert.Das Kupfer behält dabei formal seine Oxidationsstufe.
Zur "anaeroben",bzw. sauerstofffreien Produktion von Eisen(III) durch "Eisenbakterien" z.B. hier:http://de.wikipedia.org/wiki/Bioleaching#Bedeutung_der_Eisen-_und_Schwefelbakterien .
Die realen Verhältnisse im Chalcopyrit liegen jedoch zwischen dieser Kombination Cu(II)/Fe(II) und dem Cu(I)/Fe(III)-Paar(vgl. hier:http://scripts.iucr.org/cgi-bin/paper?S0567740873002943 ).

Fulvenus!
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Alt 15.03.2015, 15:19   #3   Druckbare Version zeigen
deificatio Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Frage zu einer Reaktion mit Chalkopyrit beim Bioleaching

Danke für die Antwort Fulvenus!

Habe ich also richtig verstanden, dass das schwer lösliche Chakopyrit (oder ist es unlöslich ?) nur durch die Fe3+-Ionen gelöst wird und das die Bakterien eigentlich nur dafür sorgen das ebendieses genug da ist und dafür sorgen das die Lösung nicht zu Sauer wird (durch die Oxidation von S)?

Ok das übersteigt gerade irgendwie meinen Gedankenhorizont. Der Vorgang geht auch mit dem Lösen von CuS und das ist unlöslich. Ich dachte immer unlöslich in Wasser bedeutedt dass man es nicht in Wasser lösen kann. Komisch
deificatio ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 16.03.2015, 13:16   #4   Druckbare Version zeigen
Fulvenus Männlich
Mitglied
Beiträge: 22.141
AW: Frage zu einer Reaktion mit Chalkopyrit beim Bioleaching

Zitat:
Zitat von deificatio Beitrag anzeigen
Der Vorgang geht auch mit dem Lösen von CuS und das ist unlöslich. Ich dachte immer unlöslich in Wasser bedeutedt dass man es nicht in Wasser lösen kann.
Bin nicht sicher,was du genau meinst.
Sowohl das Chalkopyrit,wie auch reines Kupfersulfid sind in Wasser schwer löslich,bei Zugabe von nicht-oxidierenden Säuren würde eine teilweise Lösung des "Eisensulfids" möglich sein.
Beim mikrobiellen Abbau von wasserschwerlöslichen Schwermetallsulfiden wird meist in mehreren Reaktion das Sulfid-Anion oxidiert,die letztlich resultierenden Sulfate sind wasserlöslich,können somit extraktiv abgebau werden.
Beim Chalkopyrit sind,wie im link beschrieben,verschiedene MO beteiligt,die unterschiedliche Reaktionen katalysieren.Insgesamt resultiert bei der Oxidation von Sulfid zu Sulfaten eine "Versauerung",was auch bei rein abiotischen Prozessengeschieht.Dazu vielleicht auch mal hier schauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Acid_Mine_Drainage .

Fulvenus!
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Stichworte
bioleaching, chalkopyrit, oxidationszahlen

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