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Alt 21.08.2019, 20:52   #1   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 23.912
Mikroskopie Gattung Ditrichum und Hämalaunfärbung

Hallo,

zwei Fragen ...

1.) Ich versuche Präparate der Blätter der Laubmoosgattung Ditrichum herzustellen. Deren schmale Blätter sind typischerweise zu engen Röhren zusammengerollt. Ich möchte die Blättchen aber entrollen um sie flach mikroskopieren zu können. Ist es möglich, die Blättchen irgendwie in entrolltem Zustand uf dem Objektträger zu fixieren ?


2.) Eine vor einigen Wochen hergestellte Hämalaunlösung nach Mayer färbt nicht mehr. Die Gebrauchslösung wird aus einer Stammlösung (Hämatoxylin+Alaun, mit Periodat oxidiert) durch Zugabe von Chloralhydrat und Zitronensäure hergestellt. Muss diese Gebrauchslösung jeweils frisch angesetzt werden ? Ist die Alterung irgendwie ursächlich für die ausbleibenden Färbungen.

LG
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"Old geochemists never die, they merely reach equilibrium." (Antonio C. Lasaga ?)
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Alt 22.08.2019, 08:52   #2   Druckbare Version zeigen
Thrips  
Mitglied
Beiträge: 78
AW: Mikroskopie Gattung Ditrichum und Hämalaunfärbung

Ich komme zwar mehr aus der tierischen Biologie, aber mein Ansatz wäre das Blättchen vorsichtig in einem möglichst viskos-zähflüssigen Einbettmedium zu entrollen und dann ein Deckglas aufzulegen. Klassisch vielleicht Kanadabalsam aber es gibt natürlich auch viele moderne Einbettmedien, wässrig oder auf Xylolbasis je nach Vorbehandlung Deiner Probe. Pasteutpipetten zu dünnen Glasnadeln ausziehen um damit das Blättchen zu entrollen.

Hämalaun sollte eigentlich nicht schnell altern, es wird eher besser wenn es etwas steht. Vielleicht stimmt der pH nicht? Oder verändert sich durch die Vorbehandlung des Mooses?
Vielleicht hilft das Rezept aus dem antiquarischen Romeis. Für alle Mikroskopiker wärmstens empfohlen sich nach einer historischen Auflage umzuschauen hier gibts jede Menge klassischer Färbeprotokolle mit vielen Hinweisen zum Einsatz.
Angehängte Grafiken
Dateityp: jpg Haemalaun.jpg (109,2 KB, 4x aufgerufen)
Thrips ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 22.08.2019, 20:19   #3   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 23.912
AW: Mikroskopie Gattung Ditrichum und Hämalaunfärbung

Danke für die Antwort.

Für das Entrollen der Ditrichum Blättchen werde ich dann einen Tag abwarten, an dem ich eine besonders ruhige Hand habe

LG
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.09.2019, 15:45   #4   Druckbare Version zeigen
ricinus Männlich
Moderator
Themenersteller
Beiträge: 23.912
AW: Mikroskopie Gattung Ditrichum und Hämalaunfärbung

Falls es noch mal jemand mit dem gleichen Problem konfrontiert sein sollte :

man kann Moosblättchen folgendermassen zu einem flachen Präparat verarbeiten :

die fixierten Blättchen (in der bewährten Alkohol-Eisessig-Formalinlösung) mit Wasser auswaschen, dann über Nacht in eine Lösung von 20% PEG 1500 in Wasser einlegen. Die Blättchen entnehmen, abtropfen lassen und auf einem Objektträger mit Hilfe zweier Präpariernadeln vorsichtig entrollen (unter dem Stereomikroskop), nachdem man überschüssige Lösung mit Filterpapier abgesaugt hat. Die Blättchen so lange festhalten, bis genug Wasser verdunstet ist und die Blättchen in entrollten Zustand auf dem Glas haften (das zurückbleibende PEG ist sehr klebrig). Dann kann man sie in ein wasserverträgliches Medium einbetten (z.B. Roti Mount Aqua, Glyceringelatine sollte aber auch gehen).

LG
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ricinus ist offline   Mit Zitat antworten
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ditrichum, hämalaun, hämatoxylin, mikroskopie

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