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Organische Chemie Fragen und Antworten zur Chemie der Kohlenwasserstoffe. Hier kann alles von funktionellen Gruppen über Reaktionsmechanismen zu Synthesevorschriften, vom Methan zum komplexen Makromolekül diskutiert werden.

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Alt 04.11.2019, 16:10   #1   Druckbare Version zeigen
arthuru59  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Hallo,

ich schreibe gerade meine Seminararbeit und stecke gerade bei der Dünnschichtchromatographie fest. Ich habe in der Schule Vanillezucker und Vanilleschoten verglichen.
Als Laufmittel wurde Toluol und Essigsäureethylester im Verhältnis 9:1 benutzt. Die stationäre Phase war Kieselgel.
Die DC wurde durchgeführt und nun weiß ich leider nicht weiter, wie ich das Ergebnis auswerten soll. https://drive.google.com/file/d/1QQK5tAPW07SD-H_ffDW1OqTqjb7N8LVO/view Ich habe mal ein Bild des Ergebnisses unter UV-Licht beigefügt (links: Vanilleschote, rechts: Vanillezucker)
Mein Thema der Seminararbeit ist Aromastoffe in Lebensmitteln.
Was für einen sinnvollen Schluss kann ich jetzt aus diesem Experiment ziehen?

Vielen Dank
arthuru59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2019, 16:41   #2   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.517
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Als ersts kannst Du schon mal behaupten, dass die laufenden Stoffe beim Vanillezucker in zu geringer Konzentration aufgetragen wurden.

Man kann beim Vanillezucker nur den Flecken sehen, auf dem die Lösung aufgetragen wurde. So schwach, wie dieser Fleck im Vergleich zur Vanilleschote ist, kann man davon ausgehen, dass man evtl. vorhandene gelaufene Substanzen nicht erkennen kann.

Hast Du die Möglichkeit diesen Versuch noch einmal zu wiederholen? So ist das für die Tonne.
Wenn Du den Vanillezucker nicht konzentrierter kriegst, dann kannst Du auch mehrere Tropfen auftragen, musst die Platte aber nach jeder Auftragung gründlich trocknen. Damit man sich besser zurechtfindet, macht man am Startpunkt der Chromatoigraphie eine Linie und markiert den Ort, an den die Tropfen kommen sollen mit einem kleionen Punkt oder Querstrich. Außerdem markiert man sofort nach dem Herausnehmen die Laufmittelfront mit einem Strich.

Bis man ein vernünftiges DC hat, muss man ein paar mal probieren. Ich hoffe, diese Möglichkeit hast Du.
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Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Alt 04.11.2019, 16:50   #3   Druckbare Version zeigen
arthuru59  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Danke für deine Antwort. Eine Wiederholung des Versuchs geht leider nicht.. Beide Lösungen wurden ca 15-20 mal mit einer Kapillare aufgetragen, die Vanillezucker-Lösung hatte an sich auch weniger Farbe als die Vanilleschotenlösung. Die Lehrerin meinte auch, dass das so passt. Sie hat sich das Ergebnis auch angeschaut und meinte, ich soll mir zu Hause Überlegungen machen was ich daraus schließen kann. Also gibt es vielleicht doch ein Lösungsansatz? Hm...
arthuru59 ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.11.2019, 17:11   #4   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.517
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Ich weiß ja nicht, wie Ihr die Lösungen angesetzt habt. Ansonsten lässt sich sagen, dass in Vanillezucker wohl weniger Vanille ist, als in Vanille. Welch Überraschung.

Ob das, was Du da bei der Vanille aufgetrennt hast, die Aromen sind, oder etwas ganz anderes, das sei auch dahingestellt.

Ich kenne Deine Lehrerin nicht. Von daher weiß ich auch nicht, was sie hören will. Schöner Unterricht is dat nich. (Zumindest so, wie es hier ankommt.)

Das ist ein DC praktisch ohne Aussage. Und wenn was keine Aussage hat, dann macht man auch keine.
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Alt 04.11.2019, 17:37   #5   Druckbare Version zeigen
Jonas__  
Mitglied
Beiträge: 407
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Hi,
Didaktisch wertvoll wird der Versuch vorallem wenn du Vanillinzucker statt Vanillezucker nimmst.


Davon ausgehend, dass du an dem Versuch nix mehr ändern kannst und den Streifen auch nicht in eine Kaliumpermaganattinktur dippen kannst, würde ich zunächst versuchen, dass Bild nachzuarbeiten.
Schneide den Streifen aus.
Versuch die Farben zu invertieren (negativ)
Versuch das ganze mit einem Weißabgleich zuvor.


Zu der Auswertung, bzw. meiner Erwartungshaltung:
Vanille ist ein Naturprodukt, dass auf vielen Einzelprodukten besteht.(Sieht man hier)
Vanillin ist die Hauptgeschmakskomponente und ein spezielles Molekül, welches sehr billig produziert werden kann. Je billiger der Vanill(e/in)zucker ist, desto weniger teure Vanille und desto mehr Vanillin wird drinnen sein. Wenn du das Bild nacharbeitest könnte das ein Ergebnis sein. (nur Vanillin drinnen)
Vanillezucker hat prozendual gesehen weniger Geschmaksstoffe als die gleiche Menge Vanille. (das siehst du auch auf der DC)
Jonas__ ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2019, 05:45   #6   Druckbare Version zeigen
imalipusram Männlich
Mitglied
Beiträge: 7.227
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Ich glaube, in der rechten Spur einen diffusen Schmier in den unteren 2 Dritteln zu erkennen. Kann mich auch täuschen.
Eine dritte Spur mit Vanillin als Reinsubstanz zum Vergleich (sollte es in der Apotheke geben) wäre interessant gewesen.

Ansonsten halt beschreiben was man sieht: Linke Spur hat Material am Startfleck und 4 Spots. Rf-Werte angeben.

Hat Deine eine UV-Lampe auch 360nm? Vielleicht sieht man da etwas (falls die Aromen sich nicht mittlerweile verflüchtigt haben.)

Was man hätte machen können:
- Testen, wieviel (standardisierten) Extrakt man auftragen muß, um ein Signal zu bekommen. mE hätte die Lehrkraft hier rechtzeitig eingreifen müssen. So ist die halbe Arbeit für die Tonne.
- Konzentrationsreihe mit Vanillin, zum Abschätzen der Empfindlichkeit der Methode
- Vergleich verschiedener handelübler Vanillinzucker (no name vs Marke, billig vs. teuer).
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I solemnly swear that I'm up to no good!
伍佰 (WuBai - Run run run!) (ein Musikvideo mit dem Bambushaus und dem imalipusram unter den Statisten)
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Und so gehts hier manchmal zu (sowas Ähnliches wie Fronleichnam, hier wird TuDiGong, dem Erdgott, tüchtig eingeheizt!) Oder so (auch ungeeignet für Gefahrstoffphobiker) und so und so.
imalipusram ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 05.11.2019, 09:10   #7   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 6.517
AW: Benötige Hilfe bei Dünnschichtchromatographie von Vanille

Zitat:
Zitat von imalipusram Beitrag anzeigen
- Testen, wieviel (standardisierten) Extrakt man auftragen muß, um ein Signal zu bekommen. mE hätte die Lehrkraft hier rechtzeitig eingreifen müssen. So ist die halbe Arbeit für die Tonne.
Es soll ja eine Aussage getroffen werden. Es kann aber nur eine Beschreibung abgegeben werden.

Es ist duchaus statthaft, dass die Lehrkraft nur einen Versuch vorsieht. Dann muss sie aber auch dafür sorgen, dass dieser Versuch eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit hat, zu gelingen (d.h. Vorversuche durchführen und dann mit experimentell bestimmten Konzentrationen/Mengen arbeiten). Das scheint hier nicht der Fall gewesen zu sein. Schon alleine das Auftragen von jeweils der gleichen Menge Lösung ist ein Zeichen dafür, dass hier nicht die erforderlichen Vorarbeiten getätigt wurden.
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Stichworte
dünnschichtchromatografie, uv-licht, vanille

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