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Alt 15.04.2018, 16:47   #1   Druckbare Version zeigen
MioMate  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 2
Wovon hängt ab wieviel Gas sich löst?

Mal eine ganz banale Frage:

Meinem bisherigen Verständnis nach, löst sich ein Stoff, der in kontinuierlichen Kontakt mit dem Lösungsmittel steht, bis zum Erreichen der Löslichkeit.
Das heißt, wenn ich 385 gramm Natriumchlorid zu einem Liter Wasser gebe, wird sich nach einer Weile alles NaCl gelöst haben, weil dieses eine Löslichkeit von 358 g·l−1 bei 20 °C und Normaldruck hat.

Zumindest bei Gasen scheint das so nicht zu stimmen, sonst wäre Wasser ja iergendwann vollständig mit Kohlenstoffdioxid, Stickstoff etc. gesättigt.
Und das ist, wie man sieht, wenn man Kohlenstoffdioxid durch Wasser durchperlen lässt, nicht der Fall.

Woran liegts?
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Alt 15.04.2018, 17:06   #2   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.192
AW: Wovon hängt ab wieviel Gas sich löst?

Zitat:
Zitat von MioMate Beitrag anzeigen
Das heißt, wenn ich 385 gramm Natriumchlorid zu einem Liter Wasser gebe, wird sich nach einer Weile alles NaCl gelöst haben, weil dieses eine Löslichkeit von 358 g·l−1 bei 20 °C und Normaldruck hat.
nein, das Verständnis passt nicht. Es bedeutet, dass 1 L gesättigte NaCl-Lösung 385 g NaCl enthält. Wenn man die Dichte kennt, kann man ausrechnen, wieviel Wasser dieser 1 L enthält. Angenommen die Dichte wäre 1.20 g/mL. Dann wiegt der 1 L 1200g. Zieht man davon 385 g ab erhält man 815 g für das darin enthaltene Wasser oder anders: löst man 385 g NaCl in 842 ml Wasser, erhält man 1 L gesättigte NaCl-Lösung.
__________________
The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
De Moines Tribune, 6 February 1955
einfach mal eine Fanta trinken
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Alt 15.04.2018, 17:09   #3   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
Mitglied
Beiträge: 493
AW: Wovon hängt ab wieviel Gas sich löst?

Zitat:
Zitat von MioMate Beitrag anzeigen
Mal eine ganz banale Frage:

Meinem bisherigen Verständnis nach, löst sich ein Stoff, der in kontinuierlichen Kontakt mit dem Lösungsmittel steht, bis zum Erreichen der Löslichkeit.
Das heißt, wenn ich 385 gramm Natriumchlorid zu einem Liter Wasser gebe, wird sich nach einer Weile alles NaCl gelöst haben, weil dieses eine Löslichkeit von 358 g·l−1 bei 20 °C und Normaldruck hat.

Zumindest bei Gasen scheint das so nicht zu stimmen, sonst wäre Wasser ja iergendwann vollständig mit Kohlenstoffdioxid, Stickstoff etc. gesättigt.
Und das ist, wie man sieht, wenn man Kohlenstoffdioxid durch Wasser durchperlen lässt, nicht der Fall.

Woran liegts?
Gase lösen sich schon in Wasser, nur eben vielleicht nicht in so großen Mengen wie z.B. NaCl. Wie viel einer Substanz sich in einer anderen löst ist von vielen Faktoren abhängig. Einerseits von spezifischen Stoffeigenschaften, dann von Temperatur, Druck, Entropie usw.
Wenn sich ein NaCl-Kristall (sehr hohe Ordnung) mit Wasser eine Lösung (höhere Entropie) bildet, ist der Entropiegewinn für das System sehr hoch. Bei Gasen, die ihrerseits schon eine hohe Entropie aufweisen ist das nicht so sehr der Fall (die Entropie steigt idR. von fest über flüssig nach Gasförmig). Es lösen sich aber immer gewisse Gasmengen in Wasser (sonst würden Tiere und Algen usw. unter Wasser nicht überleben können. Die Löslichkeit von Gasen kann man aber massiv erhöhen indem man den Druck erhöht. Bei Sprudelwasser wird das CO2 eben unter Druck ins Wasser gepresst und löst sich daher. Wenn man später die Flasche wieder öffnet fehlt wieder der hohe Außendruck und das Gas tritt in Bläschen wieder zum Vorschein.
Außerdem muss für eine Sättigung noch eine ausreichende Durchmischung vorliegen. Ein stiller See tritt ja nur an seiner Oberfläche mit der Luft in Kontakt und nimmt daher nicht unbedingt die maximal mögliche Menge an Gasen auf, bzw. es würde ewig dauern, bis sich ein Gleichgewicht einstellt. Daher verwendet man z.B. bei Aquarien ja auch Pumpen, die Luft durchs Wasser blasen um die Kontaktfläche zu erhöhen und den Gasaustausch zu beschleunigen.
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