Schule/Ausbildungs- & Studienwahl
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Alt 02.02.2018, 14:21   #76   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.339
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Nehmen wir mal ein Beispiel:

Wenn ich das Lebensmittel so teuer mache, dass 50% der Menschheit nicht genug zu essen haben, dann mache ich das auf ihre Kosten.

Wenn ich den Eintrittspreis für ein Konzert soweit anhebe, dass sich das 50% der Menschheit nicht mehr leisten können, dann ist das zwar schade für die, aber sie brauchen es nicht.

Es gibt zu viele Menschen - und die trifft man gehäuft an den Entscheiderpositionen an - die überschüssiges Geld damit verdienen, dass andere ihre Gesundheit oder Leben lassen.

Ich habe nichts dagegen, dass ein VW-Vorstand 150 000 € pro Jahr verdient. Damit kann er mit seiner Familie ein gutes Leben führen. Für mehr Geld muss er performen (s.o.). Und da weigert er sich.
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Philippus Theophrastus Aureolus Bombastus von Hohenheim: Allein die Dosis machts, daß ein Ding kein Gift sei.

Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Alt 02.02.2018, 15:09   #77   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Wenn ich das Lebensmittel so teuer mache, dass 50% der Menschheit nicht genug zu essen haben, dann mache ich das auf ihre Kosten.
Wer ist hier 'ich'? Der Markt macht die Preise
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
überschüssiges Geld
Geld ist Geld, das jemand erwirtschaftet hat. Wie es anschliessend verteilt wird, ist eine andere Frage. Überschüssiges Geld gibt es daher nicht.
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The State Senate of Illinois yesterday abandoned its Committee on Efficiency and Economy for reasons of 'efficiency and economy'.
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Alt 02.02.2018, 15:38   #78   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.339
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Wer ist hier 'ich'? Der Markt macht die Preise

Geld ist Geld, das jemand erwirtschaftet hat. Wie es anschliessend verteilt wird, ist eine andere Frage. Überschüssiges Geld gibt es daher nicht.
"Ich" als Anbieter.

Der Anbieter macht den Preis. Der Käufer akzeptiert ihn oder nicht. Entweder weil er nicht kann, oder weil er nicht will.

Geld ist Geld. Wer es erwirtschafet, verteilt es um. Und die Umverteilung läuft in einigen Bereichen extrem inhuman.

Überschüssiges Geld ist das Geld eines Privatmenschen oder einer Firma, das zur Existenzsicherung (über den groben Rahmen kann man sich ja noch unterhalten) nicht benötigt wird.

Der Markt
- macht den Preis, wenn es keine Subventionen gibt
- macht den Preis, wenn es keine zwischenmenschlichen Beziehungen gibt
- macht den Preis, wenn es keinen Betrug gibt
- macht den Preis, wenn es keine Vertternwirtschaft gibt
- etc.
- kennt keine Moral
- ist der Hungertod egal
- ist die Gesundheit egal

Sorry, aber "Der Markt macht die Preise" ist eine blanke Ausrede.
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Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Alt 02.02.2018, 18:23   #79   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
"Ich" als Anbieter. Der Anbieter macht den Preis. Der Käufer akzeptiert ihn oder nicht. Entweder weil er nicht kann, oder weil er nicht will.
wenn keiner kaufen kann, ist der Anbieter schnell gescheitert. Er muss für den Markt produzieren, wenn er bestehen will.
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Überschüssiges Geld ist das Geld eines Privatmenschen oder einer Firma, das zur Existenzsicherung (über den groben Rahmen kann man sich ja noch unterhalten) nicht benötigt wird.
irgendwer benötigt es immer, vielleicht die Erben, Stiftungen oder auch wohltätige Organisationen.
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Der Markt - macht den Preis, wenn es keine Subventionen gibt - macht den Preis, wenn es keine zwischenmenschlichen Beziehungen gibt - macht den Preis, wenn es keinen Betrug gibt - macht den Preis, wenn es keine Vertternwirtschaft gibt - etc. - kennt keine Moral - ist der Hungertod egal - ist die Gesundheit egal Sorry, aber "Der Markt macht die Preise" ist eine blanke Ausrede.
ich würde es als Kurzfassung bezeichnen. Natürlich sind auch die von dir genannten Aspekte Teil davon.
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Alt 03.02.2018, 13:58   #80   Druckbare Version zeigen
Cyrion Männlich
Mitglied
Beiträge: 5.339
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
wenn keiner kaufen kann, ist der Anbieter schnell gescheitert. Er muss für den Markt produzieren, wenn er bestehen will.
Immer schön schwarz/weiß sehen hilft, um komplexe Dinge sinnfrei zu vereinfachen.

Wer den Preis so festsetzt, dass er 90% des Marktes bedient aber mindestens 111% des Preises für 100% Marktabdeckung verlangt, macht das. denn er hat wengier Arbeit, weniger Kosten und mehr Gewinn. Bei benötigten Gütern gehen dann 10% lehr aus. Und in die Lücke für die 10% kann keiner hereinstoßen, weil er unter gleichen Voraussetzungen nicht so wirtschaftlich arbeiten kann, der 90% abdeckt.

Dann kommt noch hinzu, dass die ganze Klaviatur von Vetternwirtschaft, Betrug etc. (s.o.) gespielt wird.

Der Markt kann die moralischen Verpflichtungen (siehe Grundgesetz) nicht erfüllen. Als sind die auf dem Markt vertretenen Personen dazu verpflichtet. Und die scheren sich - vor allem, wenn sie an entscheidender Position sitzen - einen feuchten Kehrricht darum.

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
irgendwer benötigt es immer, vielleicht die Erben, Stiftungen oder auch wohltätige Organisationen.
Aha, von den zig Millionen, die über die 150 000 €/a gezahlt werden, wird also alles vererbt (sind die erben nicht auch schon mehr als reich?) oder gestiftet/gespendet? Wohl eher nicht, sonst sähe die Welt gaaanz anders aus.Das Geld wird von von denen "gebraucht", die es einnehmen: das benötigte Shopping in New York, die wichtigen 20 Runden auf einer Rennbahn in Italien, das unumgängliche Candlelightdinner in Hongkong.
Und das Argument, dass der Luxus ja Arbeitsplätze schaffe, ist zynisch. Er verbraucht die Arbeitskraft und Rohstoffe, die für das Überleben und die Gesundheit anderer eingesetzt werden könnten. Gezahlt werden muss in jedem Fall. Und bei Luxusartikeln wird der Kaufpreis eher weniger an diejenigen weitergeleitet, die Geld dringend brauchen.

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
ich würde es als Kurzfassung bezeichnen. Natürlich sind auch die von dir genannten Aspekte Teil davon.
In der Langfassung heißt es dann also: der Markt ist asozial, verbrecherisch und korrupt. Willst Du das wirklich?
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Erfahrung: Wenn es so einfach wäre, hätte es schon längst jemand gemacht
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Alt 03.02.2018, 16:01   #81   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
um komplexe Dinge sinnfrei zu vereinfachen.
wenn du das als sinnfrei betrachtest, ok. Ich halte es für sinnvoller als einen Rundunschlag gegen unsere soziale Marktwirtschaft.
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Das Geld wird von von denen "gebraucht",
wenn es gebraucht wird, ist es ja nicht überschüssig.
Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
In der Langfassung heißt es dann also: der Markt ist asozial, verbrecherisch und korrupt. Willst Du das wirklich?
nein, das heißt es auch nicht in der Langfassung. Unsere Marktwirtschaft in Deutschland ist eine der besten, die weltweit gelebt wird. D.h. aber nicht, dass alles richtig läuft. Abgesehen von krimineller Energie, die es leider immer und überall gibt und weiterhin geben wird, ist unsere Marktwirtschaft weder asozial noch in der Mehrheit verbrecherisch oder korrupt.
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Alt 03.02.2018, 17:44   #82   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.582
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cyrion Beitrag anzeigen
Das Geld wird von von denen "gebraucht", die es einnehmen: das benötigte Shopping in New York, die wichtigen 20 Runden auf einer Rennbahn in Italien, das unumgängliche Candlelightdinner in Hongkong.
Da hast Du noch die 130m lange Yacht, die Kunstsammlung, die Sammlung automobiler Klassiker etc. vergessen
Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
unsere soziale Marktwirtschaft.
... war bis zum Zusammenbruch des Ostblocks und noch in die 90er hinein als sozial zu bezeichnen.
Seitdem geht es mit Rückenwind bergab...
Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Unsere Marktwirtschaft in Deutschland ist eine der besten, die weltweit gelebt wird.
Das ist zwar richtig, aber in so fern eher bedeutungslos, weil es hier eben immer darauf ankommt, was man zum vergleichen heranziehen kann. Wenn Du z.B. bei einem Subunternehmen der Post arbeiten würdest (ich glaube, das sind wohl so typische Beispiel für absolute moralische Verwahrlosung und Asozialität) und eine Familie zu ernähren hättest, würdest Du möglicherweise anders reden. Profitiert man selber von einem System, geht man bekanntlich weniger hart mit diesem ins Gericht und blickt auch schon mal großzügig über das eine oder andere hinweg ...
Es käme ja auch niemand auf die Idee, z.B. die DDR mit afrikanischen oder arabischen Ländern zu vergleichen, gegenüber denen die DDR wohl der perfekte humanistische demokratische Wohlfahrtsstaat gewesen ist. Hätten in der DAMALIGEN BRD z.B. Verhältnisse wie in der Türkei oder Marokko geherrscht, hätten die Ossis die Mauer noch 10 m höher gebaut.

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
... ist unsere Marktwirtschaft weder asozial ....
Wie soll man so etwas denn sonst bezeichnen, wenn es Personen gibt, die ein Jahresgehalt von vielen Millionen haben, während andere drei Jobs zum leben brauchen und damit gerade mal das Existenzminumum erreichen?
Lebt in Deutschland mittlerweile nicht jedes fünfte oder sechste Kind an der Armutsgrenze oder habe ich diese Zahlen falsch in Erinnerung?
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"Erfahrung heißt gar nichts. Man kann seine Sache auch 35 Jahre schlecht machen."
Kurt Tucholsky

"Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß."
Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2018, 18:20   #83   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
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Beiträge: 458
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Hätten in der DAMALIGEN BRD z.B. Verhältnisse wie in der Türkei oder Marokko geherrscht, hätten die Ossis die Mauer noch 10 m höher gebaut.
Hm, dann hätte sich der Walter das Mauerbauen wohl eher erspart.
Cleansmann ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.02.2018, 18:36   #84   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
Mitglied
Beiträge: 3.582
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cleansmann Beitrag anzeigen
Hm, dann hätte sich der Walter das Mauerbauen wohl eher erspart.
HaHa. Das kommt wohl auch darauf an, auf welcher Seite der Mauer man steht und was man verhindern will. Weggelaufen wäre da sicher niemand. Aber den Hinweg hätte man wohl sicher versperren wollen.
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Kurt Tucholsky

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Werner Heisenberg
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Alt 03.02.2018, 22:33   #85   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Es käme ja auch niemand auf die Idee, z.B. die DDR mit afrikanischen oder arabischen Ländern zu vergleichen
richtig, denn die Einwohner diese afrikanischen oder arabischen Länder konnten jederzeit ihr eigenes Land verlassen und waren nicht eingesperrt. Ob sie sich es leisten konnten, steht auf einem anderen Blatt.
Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Lebt in Deutschland mittlerweile nicht jedes fünfte oder sechste Kind an der Armutsgrenze oder habe ich diese Zahlen falsch in Erinnerung?
das kann durchaus richtig sein. Wenn aber per Definition diejenigen arm sind, deren Einkommen irgendeinen Prozentsatz (den genauen kenn ich nicht) unter dem Durchschnitt liegen, dann ist immer ein Teil der Bevölkerung arm.
Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
die ein Jahresgehalt von vielen Millionen haben, während andere drei Jobs zum leben brauchen und damit gerade mal das Existenzminumum erreichen?
dass wir da in eine Gerechtigkeitsfalle tappen, zeichnet sich mehr und mehr ab. Und das ist auch nicht gut. Ich würde mir daher eine linke Mehrheit im Bundestag wünschen. Aber die Mehrheit wählt halt leider nicht so.
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Alt 04.02.2018, 11:52   #86   Druckbare Version zeigen
HNIW Männlich
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Beiträge: 3.582
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
richtig, denn die Einwohner diese afrikanischen oder arabischen Länder konnten jederzeit ihr eigenes Land verlassen und waren nicht eingesperrt.
Das ist richtig. Aber ich bin mir sicher, dass Du genau verstanden hast, wie es gemeint war.
Hätte die damalige BRD nicht so einen extrem hohen Lebensstandard gehabt (den der DDR Bürger als Vergleich genommen hat und nicht etwa den Lebensstandard der Türkei) und hätten dort Verhältnisse wie z.B. in oben genannten Ländern geherrscht, wären DDR Bürger nie auf die Idee gekommen, ihr Land verlassen zu wollen. Folglich hätte man sie auch nicht daran hindern müssen ....

Es kommt also immer auch darauf an, was man als Vergleich heranzieht. Und wenn man da eben noch an der Spitze steht, kann man immer behaupten der Beste zu sein. Anderes Beispiel um wieder von der DDR wegzukommen: Wenn in einer Schulklasse alle nur Vieren und Fünfen schreiben ist derjenige der Beste, welcher eine Drei hat. Ob der aber gut ist, ist die Frage.

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
das kann durchaus richtig sein. Wenn aber per Definition diejenigen arm sind, deren Einkommen irgendeinen Prozentsatz (den genauen kenn ich nicht) unter dem Durchschnitt liegen, dann ist immer ein Teil der Bevölkerung arm.
...wobei hierbei aber noch zu berücksichtigen ist, welchen Lebensstandard der "arme" Teil der Bevölkerung hat. Und der ist heute wohl signifikant niedriger als der Lebensstandard der "armen" vor 25 Jahren. Oder gab es damals schon die berühmten Suppenküchen und Tafeln?
Im Umkehrschluss zu Deiner Antwort gäbe es dann in Afrika ja praktisch fast gar keine Armut.

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
dass wir da in eine Gerechtigkeitsfalle tappen, zeichnet sich mehr und mehr ab. Und das ist auch nicht gut. Ich würde mir daher eine linke Mehrheit im Bundestag wünschen. Aber die Mehrheit wählt halt leider nicht so.
Ach, das zeichnet sich jetzt ab? Ich behaupte mal, dass das schon in den 90ern zu vermuten war und sich schon vor mindestens 10-15 Jahren auch offensichtlich abzeichnete. Die Frage ist doch, ob (und wann) man gewillt ist, wirklich gegenzusteuern.
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Werner Heisenberg
HNIW ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2018, 12:07   #87   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Wenn in einer Schulklasse alle nur Vieren und Fünfen schreiben ist derjenige der Beste, welcher eine Drei hat. Ob der aber gut ist, ist die Frage.
natürlich ist der gut, im vorliegenden Fall sogar der beste.
Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Im Umkehrschluss zu Deiner Antwort gäbe es dann in Afrika ja praktisch fast gar keine Armut.
das ist kein zulässiger Umkehrschluss, da ich mich nur auf unser Land mit seinen, nicht von mir stammenden Definitionen berief.
Die Armut in Afrika muss ich nicht kommentieren.
Zitat:
Zitat von HNIW Beitrag anzeigen
Ich behaupte mal, dass das schon in den 90ern zu vermuten war und sich schon vor mindestens 10-15 Jahren auch offensichtlich abzeichnete. Die Frage ist doch, ob (und wann) man gewillt ist, wirklich gegenzusteuern.
ja, das zeichnete sich schon länger ab. Allerdings haben wir auch schon länger eine Mehrheit rechts der Mitte und Gerhard Schröder war auch nichtb wirklich links.
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chemiewolf ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 04.02.2018, 13:22   #88   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 458
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
Allerdings haben wir auch schon länger eine Mehrheit rechts der Mitte und Gerhard Schröder war auch nichtb wirklich links.
Und unter Helmut Kohl war der Spitzensteuersatz noch höher und von einer Agenda 2010 wollte damals auch noch keiner etwas wissen. Ist Kohl nun also vom politischen Spektrum gesehen linker als der Gas-Gerd
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Alt 04.02.2018, 14:47   #89   Druckbare Version zeigen
chemiewolf Männlich
Mitglied
Beiträge: 21.346
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von Cleansmann Beitrag anzeigen
Ist Kohl nun also vom politischen Spektrum gesehen linker als der Gas-Gerd
die Frage links oder rechts ist m.E. nicht zielführend wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. In der Praxis erweisen sich sowohl die einen als auch die anderen als oftmals höchst ungerecht. Gelebte Demokratie im Sinne unserer FDGO verspricht hier die höchste Aussischt auf Erfolg.
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Alt 04.02.2018, 15:02   #90   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
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Beiträge: 458
AW: Hat man mit einem Chemiestudium eine Zukunft?

Zitat:
Zitat von chemiewolf Beitrag anzeigen
die Frage links oder rechts ist m.E. nicht zielführend wenn es um soziale Gerechtigkeit geht. In der Praxis erweisen sich sowohl die einen als auch die anderen als oftmals höchst ungerecht.
Richtig, das wollte ich mit meinem Beitrag zum Ausdruck bringen. Demnach macht auch die Aussage, dass man sich eine linke Regierungsmehrheit wünscht wenig Sinn vielmehr sollte man sich eine Regierung, die für mehr soziale Gerechtigkeit einsteht, wünschen...

Die Frage ist nur wer soll das sein? Die Linkspartei, die immer groß von sozialer Gerechtigkeit redet möchte ja nicht Regieren und selbst wenn sie es täte bleibt abzuwarten in wieweit sie ihren Standpunkten treu bleibt. Letztendlich ist sich sowieso jeder selbst der Nächste.
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