Schule/Ausbildungs- & Studienwahl
Buchtipp
Mathematische Formelsammlung
L. Papula
25.90 €

Buchcover

Anzeige
Stichwortwolke
forum

Zurück   ChemieOnline Forum > Verschiedenes > Schule/Ausbildungs- & Studienwahl

Hinweise

Schule/Ausbildungs- & Studienwahl Hier könnt ihr euch über verschiedene Möglichkeiten für eure Zukunft erkundigen oder eure Erfahrungen weitergeben.

Anzeige

Antwort
 
Themen-Optionen Ansicht
Alt 28.03.2018, 22:02   #1   Druckbare Version zeigen
FeelsScienceMan Männlich
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1
Fragen zum Chemiestudium

Hallo Leute,

da ich schon seit einiger Zeit mit einem Chemiestudium liebäugel habe ich schon relativ viel darüber gelesen, jedoch sind einige Fragen/Unsicherheiten immer noch nicht aus der Welt. Da man bei der Recherche über das Chemiestudium eh ständig in diesem Forum landet habe ich mir gedacht, ich frage hier einfach mal.

Also erstmal ein bisschen was über mich, ich werde dieses Jahr mein Abitur machen (irgendwas um die 1,6 rum wirds wohl werden) und möchte auch definitiv was naturwissenschaftliches studieren (habe Mathe und Chemie LK). Besonders in der EF (10. Klasse) bin ich durch meinen damaligen Chemielehrer und mein Schülerpraktikum bei Lanxess dann auf die Chemie aufmerksam geworden. Mein Gedankengang war ganz klar: Chemie kann ich, das macht mir Spaß und Geld gibts da auch zu holen. Seit ungefähr 2 Jahren habe ich also den Plan Chemie in irgendeiner Form zu studieren (gibt ja viele Möglichkeiten wie Biochemie, Wirtschafschemie usw.)

Mittlerweile machen sich bei mir aber (leider) auch einige Unsicherheiten breit. Die lassen sich gut in drei Fragen zusammenfassen.

1. "Normales" Chemiestudium oder Chemieingenieurewesen studieren?

Als ich damals bei Lanxess mein Praktikum gemacht habe, sagte mir einer der "höheren" und erfahreneren Angestellten, dass promovierte Chemiker dort (im Chempark) zwar "gern gesehen sind", Chemieingenieure aber "mit Handkuss" genommen werden. Die Frage die sich mir stellt ist folglich, ob es Chemieingenieure bei der Jobsuche wirklich signifikant leichter haben als Leute, die Chemie studiert haben und ob es nennenswerte Gehaltsunterschiede gibt (laut Internet nicht aber das muss ja nichts heißen...)

Beim Chemieingenieur schreckt mich aber vor allem auch die Rolle der Physik ab, die ja anscheinend ziemlich groß ist. Ich habe Physik nach der 10. abgewählt und war zwar nie schlecht, hatte aber gegen Ende hin einige Schwierigkeiten und fands auch ziemlich langweilig. Andererseits ließt man dann wieder sowas wie "im normalen Chemiestudium kommst du um die Physik auch nicht rum" wo es dann wieder scheint als müsste ich mich diesem Problem ohnehin stellen.

2. Soll ich in Aachen oder Düsseldorf studieren?
Für den Fall, dass ich mich entschließe ganz klassische Chemie zu studieren (Chemieingenieurwesen wird in Düsseldorf nicht angeboten) stellt sich mir auch die Frage, an welcher Uni ich das machen soll. Düsseldorf kann ich locker mit der Bahn erreichen (45 Minuten), für Aachen müsste ich dementsprechend umziehen. Einerseits hört man, dass Aachen eben eine sehr gute Uni ist, andererseits haben mir aber auch Leute gesagt, dass Chemie in Aachen längst nicht mehr so gut ist wie früher einmal. Auch hier weiß ich nicht wirklich, was ich davon halten soll, denn die wenigen Informationen die ich habe sind oft widersprüchlich.
Gibt es vielleicht auch irgendwelche Geheimtipps für Unis? Und ist es auch eine sinnvolle Option z.B. erst in Düsseldorf zu studieren und nach dem Bachelor die Uni zu wechseln?

3. Jobchancen für Chemiker
Auch in diesem Bereich habe ich wieder ein sehr breites Spektrum an Meinungen gefunden. Einerseits wird einem immer erzählt, dass in den MINT-Fächern ja generell Fachkräftemangel herrscht und Chemiker gesucht werden und verhältnismäßig gute Aussichten auf Jobangebote haben, andererseits habe ich auch gelesen, dass die Aussichten nach dem Studium nicht so rosig sind, sprich: Schwierigkeiten überhaupt was zu finden, oft auch nicht im "Wunschbereich". Und wieder andere sagen, dass man für 8-10 Jahre sowieso keine Prognosen gestellt werden können.
Da mir Chemie viel Spaß macht und ich mir auch nicht vorstellen kann, nur für das Geld etwas zu studieren, was mir nicht gefällt, geht es mir auch hierbei auch eigentlich nur darum, dass ich mit dem Entschluss zum Chemiestudium keine katastrophale Fehlentscheidung treffe. Eventuell gibt es im Bereich Chemie/Naturwissenschaften auch vielversprechende Optionen, die ich bisher noch nicht bedacht habe?

Hoffe meine Sorgen sind einigermaßen verständlich geschildert. Ich bedanke mich schonmal im Vorraus für alle Antworten.
FeelsScienceMan ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 28.03.2018, 23:54   #2   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
Mitglied
Beiträge: 529
AW: Fragen zum Chemiestudium

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
Hallo Leute
[...]
Hi, Chemie ist super interessant, die Arbeitsmöglichkeiten sind enorm breit gefächert, die Verdienstmöglichkeiten theoretisch gut. Theoretisch weil, du schreibst es ja schon selbst, zwischen deinem Studienbeginn und deinem Arbeitsbeginn irgendwann mal noch ziemlich lange Zeit liegt. Besonders, da die meisten der Meinung sind, dass eine Promotion nach dem Master quasi Pflicht ist. Also im Idealfall sind das 8-9 Jahre. Bis dahin kann sich die Situation natürlich theoretisch noch stark ändern. Daher würde ich (immer) empfehlen das zu studieren, was dir am meisten Spaß bringt, das ist nämlich ziemlich wichtig für die Motivation, denn Chemie studieren ist keine Kleinigkeit. Wenn du dich nicht dafür begeistern kannst wird es eine Qual (oder gar nicht klappen) und später im Berufsleben ist das natürlich auch so.

Was Physik und insbesondere physikalische Chemie angeht - damit wirst du im "normalen" Chemiestudium definitiv auch genug zu tun haben, aber, gerade wenn du in Mathe gut bist, ist das machbar. Andere Fächer finde ich ehrlich gesagt schwieriger, aber das kann man natürlich nicht verallgemeinern.

Über Chemieingenieurswesen kann ich nicht wirklich was sagen, genau so wenig über gute oder nicht so gute Unis. Ich bin der Meinung, dass zumindest mal im Bachelor und vermutlich auch im Master ziemlich egal ist, welche Uni du besuchst. Auslandsaufenthalte während des Masters sollen ganz gut ankommen, aber darum kann man sich auch später kümmern. Ich studiere im Übrigen in Hamburg und finde es sehr gut hier (mal ein bisschen Werbung machen )

Klar sollte dir sein, dass du mit einem Chemiestudium und Promotion in der Regel später nicht im Labor stehen und irgendwelche Präparate kochen oder analysieren wirst. Das machen eher die Chemielaboraten (Ausbildung). Mit der Qualifikation nimmt man eher leitende oder organisatorische Positionen ein.

Ich bin großer Fan von Chemie und würde jedem, der Lust darauf hat das Studium empfehlen und ich denke auch, dass der Bedarf an Chemikern bis auf absehbare Zeit nicht sinken wird. Du kannst aber natürlich auch ne andere Naturwissenschaft angehen (Biologie macht auch Spaß) oder Lehramt studieren oder so.

Alles Gute.
Adders
Adders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.03.2018, 09:59   #3   Druckbare Version zeigen
Gaga Männlich
Mitglied
Beiträge: 2.013
AW: Fragen zum Chemiestudium

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
2. Soll ich in Aachen oder Düsseldorf studieren?
Für den Fall, dass ich mich entschließe ganz klassische Chemie zu studieren (Chemieingenieurwesen wird in Düsseldorf nicht angeboten) stellt sich mir auch die Frage, an welcher Uni ich das machen soll. Düsseldorf kann ich locker mit der Bahn erreichen (45 Minuten), für Aachen müsste ich dementsprechend umziehen. Einerseits hört man, dass Aachen eben eine sehr gute Uni ist, andererseits haben mir aber auch Leute gesagt, dass Chemie in Aachen längst nicht mehr so gut ist wie früher einmal. Auch hier weiß ich nicht wirklich, was ich davon halten soll, denn die wenigen Informationen die ich habe sind oft widersprüchlich.
Gibt es vielleicht auch irgendwelche Geheimtipps für Unis? Und ist es auch eine sinnvolle Option z.B. erst in Düsseldorf zu studieren und nach dem Bachelor die Uni zu wechseln?
Dazu kann ich nur sagen: Im Bachelor-Studium wird dir sicherlich in allen Hochschulen das annähernd gleiche vermittelt. Wichtiger ist der Blick auf den Lehrplan und die Ausbildungsstruktur im Master Studiengang. Ob einen die Vertiefungsmöglichkeiten gefallen, wird sich dann im Laufe des Bachelors herausstellen. Aus persönlicher Erfahrung kann ich nur sagen, dass einige der Bachelor-Absolventen aus Düsseldorf zu uns nach Aachen kommen für den Master. Das liegt zum einen an den Vertiefungsrichtungen, zum anderen an der räumlichen Nähe zu Düsseldorf.

VG, Gaga
Gaga ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 29.04.2018, 14:30   #4   Druckbare Version zeigen
Zenyatta  
Mitglied
Beiträge: 4
AW: Fragen zum Chemiestudium

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
1. "Normales" Chemiestudium oder Chemieingenieurewesen studieren?
Im Chemiestudium werden nur de jeweiligen Grundlagen angeschnitten, wirklich beschäftigen tut man sich damit nicht. Ein bisschen Elektrostatik, Mechanik, Thermodynamik und natürlich PC (Kinetik, Elektro-Chemie) sind immer dabei, kann aber von Uni zu Uni ein wenig variieren. Versuche dich so gut wie möglich über beides zu informieren und entscheide dann.
Hier ein paar Tipps:
Vielleicht hilft dir dieser Thread, insbesondere dieser Link https://chemieingenieurwesen.wordpress.com/
Des Weiteren: Magst du es Dinge zu bauen (Lego, Handwerk etc.)? Hast du Spaß an Technik? Kannst du dir vorstellen im Labor zu arbeiten (das ist bei einem Chemiestudium nicht zu unterschätzen)? Warum genau interessiert dich Chemie?

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
2. Soll ich in Aachen oder Düsseldorf studieren?
Da kann ich dir nicht viel Helfen, du kannst aber versuchen Kontakt zu Leuten zu knüpfen die dort studieren. Zum einem hier im Forum zum anderem z.B. über Facebook, oder ganz stumpf dort hinfahren mit dem Studienbüro und den Leuten dort sprechen.

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
3. Jobchancen für Chemiker
Grundsätzlich kann niemand sagen, wie die Jobaussichten in 8-9 Jahren sein werden. Ich denke niemand konnte 2000 oder 2002 (nach 9/11) vorhersagen, wie die Jobaussichten 2008/2010 waren. Und bei dem was man so hört muss man auch entscheiden wo und von wem man es hört. Z.B. auf studis online wird sehr negativ Berichtet. Dabei muss man sich auch Fragen, was für Leute sich mit der Thematik beschäftigen: Leute die einen guten Job haben und den ganzen Tag arbeiten, oder welche die arbeitssuchend sind? Jedoch gibt der Verband der Chemische Industrie (VCI) an, dass von 463.400 Arbeitnehmern im Jahr 2013 noch 401.000 Beschäftigten im Jahr 2030 übrig bleiben. Quelle Seite 31

Zitat:
Zitat von FeelsScienceMan Beitrag anzeigen
[...] und Geld gibts da auch zu holen.
Davon würde ich Abstand nehmen. Kann gut gehen, muss aber nicht.

Zitat:
Zitat von Adders Beitrag anzeigen
Ich studiere im Übrigen in Hamburg und finde es sehr gut hier
Mein erster Post und allein dafür hätte ich mir auch einen Account erstellt. Ich studiere nämlich auch in Hamburg, bin im 6. Semsester B.Sc. und finde es hier relativ schlecht. Wir können uns gerne über PN darüber austauschen, aber meine Hauptgründe sind katastrophale Organisation bzw. zu wenig Plätze (studieren in Regelstudienzeit nur in der Theorie möglich), sowie die derzeitigen Brandschutzmaßnahmen (spontane Schließung der Institute für eine Woche).

Das war hoffentlich hilfreich.

MfG
Zenyatta
Zenyatta ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2018, 02:03   #5   Druckbare Version zeigen
Peter Schulz  
Mitglied
Beiträge: 344
AW: Fragen zum Chemiestudium

Zitat:
Zitat von Zenyatta Beitrag anzeigen
Grundsätzlich kann niemand sagen, wie die Jobaussichten in 8-9 Jahren sein werden. Ich denke niemand konnte 2000 oder 2002 (nach 9/11) vorhersagen, wie die Jobaussichten 2008/2010 waren.
Man muss nun kein Hellseher sein, um vorauszusagen, dass Chemie nicht über Nacht zum Mangelberuf werden wird.

Zitat:
Und bei dem was man so hört muss man auch entscheiden wo und von wem man es hört. Z.B. auf studis online wird sehr negativ Berichtet. Dabei muss man sich auch Fragen, was für Leute sich mit der Thematik beschäftigen: Leute die einen guten Job haben und den ganzen Tag arbeiten, oder welche die arbeitssuchend sind? Jedoch gibt der Verband der Chemische Industrie (VCI) an, dass von 463.400 Arbeitnehmern im Jahr 2013 noch 401.000 Beschäftigten im Jahr 2030 übrig bleiben. Quelle Seite 31
In der April-Ausgabe der Nachrichten aus der Chemie war endlich mal eine realistische Einschätzung in einer Kolumne (Ecke des Wirtschaftschemikers oder so) zu lesen. Habe das Heft gerade nicht mehr zur Hand, aber wenn ich mich richtig erinnere, dann ist die Zahl der Promotionen in Chemie seit 2006 oder so um 50 % gestiegen und beträgt aktuell ca. 2000 pro Jahr. Gleichzeitig sind die Stellen in der Industrie nicht mehr, sondern weniger geworden. Also wer soll die Absolventen alle einstellen?

Dann gibt es halt immer Leute, die dann so neoliberal daherkommen, so nach dem Motto wer gut ist, bekommt immer einen Job.

Meiner Ansicht nach sollte das ständige Werben fürs Chemiestudium, vor allem durch die GDCh usw., sofort eingestellt und der ganze aufgeblähte Apparat an den Unis zurückgefahren werden. Aber so eine Forderung ist halt nicht opportun. Wenn man den Teich trockenlegen will, darf man nicht die Frösche fragen.
Peter Schulz ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 01.05.2018, 15:03   #6   Druckbare Version zeigen
Cleansmann Männlich
Mitglied
Beiträge: 458
AW: Fragen zum Chemiestudium

Zitat:
Zitat von Peter Schulz Beitrag anzeigen

Meiner Ansicht nach sollte das ständige Werben fürs Chemiestudium, vor allem durch die GDCh usw., sofort eingestellt und der ganze aufgeblähte Apparat an den Unis zurückgefahren werden. Aber so eine Forderung ist halt nicht opportun. Wenn man den Teich trockenlegen will, darf man nicht die Frösche fragen.
Ich denke das Problem wird sich in den nächsten Jahren von alleine Lösen. Mittlerweile spricht es sich ja rum, dass ein Chemiestudium völlig am Arbeitsmarkt vorbei ausbildet. Über kurz oder lang werden dann die Studentenzahlen sinken, die Wenigsten werden sich eine mehrjährige Promotion mit TV-L E13/2 Bezahlung antun um am Ende Monate lang arbeitslos zu sein und dann doch notgedrungen fachfremd zu arbeiten. Das ehemalige Land der Dichter und Denker wird den Bereich der Forschung anderen Nationen überlassen (müssen), so what! Die Chinesen wollen schließlich auch ihren Spaß haben
Cleansmann ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige
Alt 09.05.2018, 19:29   #7   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Beiträge: 45
AW: Fragen zum Chemiestudium

Hallo ihr Lieben,

da ich kein neues Thema anfangen wollte hoffe ich dass ich mich hier mal einmischen darf.
Ich habe meine schriftlichen Abiturprüfungen seit gerade 2 Wochen hinter mir. Die Eins vor dem Komma ist sicher, mit ein bisschen Glück ist auch eine Null dahinter durchaus realistisch.
Ich habe mich in der letzten Zeit für mehrere Dinge und Studiengänge begeistern können. Und um ehrlich zu sein war da auch jeder Fachbereich dabei, nicht nur die Naturwissenschaften. Aus diversen Gründen hat sich mein Interesse dann geändert, bzw. habe ich mich dann wieder für etwas Neues begeistert. Das klingt jetzt ein wenig flatterhaft und genau deshalb suche ich auch nach Bestätigung für meinen derzeitigen Plan.
Seitdem ich während meiner Schulzeit eine Woche "Chemiestudium zum Ausprobieren" im Labor absolvierte, war ich mir eigentlich ziemlich sicher Chemie studieren zu wollen. Nun habe ich eure oberen Beiträge gelesen und ich schwanke. Dazu kommt noch dass ich wirklich immer gern gelernt habe und eigentlich auch ganz gut mit viel Stoff klar gekommen bin. Jetzt in der Zeit, in der ich sowas wie frei habe frag ich mich wozu eigentlich. Ich weiß, dass das Chemie-Studium sehr anspruchsvoll und zeitraubend sein soll. Bisher hat mich das bei einer 36h-Woche in der Schule + täglich mindestens nochmal 2h, am Wochenende nochmal so mindestens 4-6h und Zeit für Musikschule/Fahrschule auch nicht gestört.
Jetzt im Nachhinein will ich mir aber ziemlich sicher sein, dass ich auch wirklich so viel Zeit mit einer Sache verbringen will, die mir auch in einem gewissen Maße Spaß macht. Ich erwarte harte Arbeit, aber doch gelegentlich auch Erfolgs- und Glücksmomente.
Mein Ist-Plan ist also Chemie in Bayreuth zu studieren und im Master Materialchemie und Katalyse dranzuhängen. Zur Materialwissenschaft angefixt hat mich um ehrlich zu sein das Buch "Wunderstoffe". Dazu müsste evt. noch gesagt werden dass ich keinen Draht zur Biologie aufbauen kann. Ich möchte wenn dann Chemie und Physik "mischen", Bio ist mir irgendwie immer fremd gewesen. Physik war zwar eine Herausforderung, aber eine die mir auch Spaß gemacht hat.
Selbst seit Jahren Brillenträger habe ich mir dabei ein ziemlich romantisches Bild von Forschung für optische Zwecke ausgemalt.
Bei weiterem Googlen bin ich dann auf Arbeiten der EAH Jena gestoßen. Im Fachbereich der Optometrie wurden werkstoffwissenschaftliche Arbeiten geschrieben. Hier wurde mein Bild also quasi Realität.

Lange Rede kurzer Sinn: Kann mir irgendjemand bei der Studiengangswahl einen konkreten Tipp geben nachdem er diese Schilderung gelesen hat? Ich weiß dass man immer sagen kann, man sollte studieren was Spaß macht, sich ausprobieren, etc.
Das hab ich aber alles schon gelesen und das hilft mir nicht weiter.
Ich möchte einen konkreten Tipp zum Thema - Chemie ja/nein - Werkstoffwissenschaften - eventuell auch Jena/Bayreuth.

Liebe Grüße
GlobusEnte
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 09.05.2018, 20:44   #8   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Beiträge: 45
AW: Fragen zum Chemiestudium

An dieser Stelle evt noch eine Ergänzung. Ich bin weiblich und uns Mädchen wird von mehreren Stellen eingeflößt "Frauen in Naturwissenschaften" "Frauen in Ingenieursberufen" - da gibt's Förderung bis zum geht-nicht-mehr, ihr kriegt auf jeden Fall einen Job, etc. Das betrachte ich etwas misstrauisch. ist da was dran?
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2018, 00:07   #9   Druckbare Version zeigen
Adders Männlich
Mitglied
Beiträge: 529
AW: Fragen zum Chemiestudium

Ein Chemiestudium ist nun auch kein Hexenwerk, wenn man die Sache ernst nimmt kommt man da auch durch. Man sollte sich vielleicht vom ersten Semester aber nicht abschrecken lassen, da wird gerne gesiebt und die Umstellung von Schule auf Uni ist ganz allgemein schon leicht zu unterschätzen. Und eine schwierige Klausur, die man besteht erzeugt zumindest bei mir viel größere Glücksgefühle, als eine, für die man sich nicht anstregen musste.

Und zu deiner Masteridee (Materialwissenschaften) würde ich sagen: Du musst dich nicht schon jetzt festlegen. Im Bachelor lernt man eine ganze Menge teilbereiche der Chemie kennen und kann sich dann immer noch für eine Spezialisierung entscheiden, wenn man will.

Chemie ist wahnsinnig vielseitig und ein Chemiestudium macht (mir) großen Spaß.
Adders ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2018, 09:40   #10   Druckbare Version zeigen
GlobusEnte  
Mitglied
Beiträge: 45
AW: Fragen zum Chemiestudium

Also lieber zuerst direkt Chemie und dann an die Materialwissenschaften?
GlobusEnte ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 10.05.2018, 15:37   #11   Druckbare Version zeigen
Fanatic Männlich
Mitglied
Beiträge: 1.279
AW: Fragen zum Chemiestudium

Schau dir erstmal auf Studiumsniveau an was es so alles gibt. Du bekommst in den ersten Jahren da einiges mit und kannst dann vielleicht besser einschätzen was dich im Endeffekt wirklich interessiert. Was man in der Schule so mitbekommt und was einzelne Bereiche und Forschung im allgemeinen wirklich ausmacht lernt man eh erst im Studium. Ich persönlich würde dir auch klar zur Uni raten.
Fanatic ist offline   Mit Zitat antworten
Anzeige


Antwort

Themen-Optionen
Ansicht

Gehe zu

Ähnliche Themen
Thema Autor Forum Antworten Letzter Beitrag
Fragen zum Chemiestudium in Freiburg louis Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 9 09.01.2012 13:51
Jobben im Chemiestudium/Finanzierung Chemiestudium? Kronhelm Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 4 12.07.2008 01:41
Fragen zur Biochemie (Vormals: Fragen über Fragen...) Junior Biologie & Biochemie 5 31.01.2008 17:07
Fragen zu Voraussetzungen und Ablauf im Chemiestudium (ehem. ein paar Fragen von mir) kaliumcyanid Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 7 01.03.2005 22:27
chemiestudium fusselchen Schule/Ausbildungs- & Studienwahl 10 05.10.2004 09:10


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:42 Uhr.



Anzeige