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Alt 10.11.2018, 20:53   #1   Druckbare Version zeigen
theraphosidae  
Mitglied
Themenersteller
Beiträge: 1
Lachen SDS-PAGE (diskontinuierlich)

Guten Abend miteinander,

ich habe eine Frage zur diskontinuerlichen SDS-PAGE, die Beitrage aus dem Internet konnten mir bisher leider nicht weiter helfen. Was ist die Funktion der Leitionen (Chlorid) und Folgeionen (Glycin bzw. im Trenngel Glycinat)? Ich habe verstanden, dass das Glycin durch den pH-Sprung beim Auftreffen auf das Trenngel (von pH 6,8 auf 8,8) negativ geladen wird und dadurch die Proteine überholt. Wieso ist das so entscheidend? Wieso benötigt man überhaupt neben den Proteinen diese Ionen?

Über Antworten würde ich mich sehr freuen, ich stehe einfach auf dem Schlauch.

Vielen Dank, theraphosidae
theraphosidae ist offline   Mit Zitat antworten
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Alt 01.04.2019, 13:40   #2   Druckbare Version zeigen
Rockofmonkeys Männlich
Mitglied
Beiträge: 24
AW: SDS-PAGE (diskontinuierlich)

Chlorid und Glycin benötigst du im Sammelgel, um die Proteinprobe zu "verschärfen oder einzuengen".
Das führt zu besserer Auflösung, also schmaleren und genaueren Banden. Im Sammelgel ist Glycin kaum geladen, wandert also nur langsam. Chlorid ist sehr klein und verhältnismäßig stärker geladen. Die Proteinprobe ist zwischen den beiden Ionen eingepfercht. Der Einengungseffekt ist die sogenannte "Isotachophorese" lies das mal nach, so genau bekomme ich das sicher nicht zu 100% korrekt hin.

Einfach gesprochen schiebt das Glycin hinten die Probe gegen das Chlorid, die Probenfront wird kleiner und schärfer. Im Trenngel ist ein pH-sprung von 6,8 auf 8-8 oder so gegeben, sodass das Glycin weiter von seinem isoelektrischen pH entfernt ist, was dazu führt, dass es nun stark geladen ist und alle überholt. Dann herrscht kein Zugzwang auf die Proteine und sie richten sich nach ihrer elektrophoretischen Mobilität aus und trennen sich. Nur eben schärfer und schmaler als wenn kein Glycin verwendet wird
Rockofmonkeys ist offline   Mit Zitat antworten
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Stichworte
gelelektrophorese, genetik, ionen, sds-page, stapeleffekt

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